Vergnüglicher «Spinnet» der Trachtengruppe

| Mi, 15. Nov. 2017

LÜTZELFLÜH: Wenn die Trachtengruppe Lützelflüh zum «Spinnet» einlädt, dann kommen die Besucher/innen in Scharen. Neben dem traditionellen Menü Zunge und Kartoffelstock durften auch Lieder und Tänze der Trachtenleute sowie gemütliches Beisammensein nicht fehlen. smo

Traditionell, freundlich, in wunderschöner Bernertracht bot Susanne Affolter, Präsidentin der Trachtengruppe Lützelflüh, den Gästen ein herzliches Willkommen zum «Spinnet» im Restaurant Ochsen, Lützelflüh.

Dieser  Traditionsanlass ist beim Publikum beliebt. Zum einen wird er als Erhalt einer schönen Tradition gewertet, zum andern ist das angebotene Menü eine grosse Versuchung. Ein klassisches Festtagsmenü wie Kartoffelstock, Zunge mit Kapernsauce, Erbsli und Rüebli – also «da laht sech’s wou läbe», freut sich ein Senior. Jedes Jahr lässt er sich hier kulinarisch verwöhnen, geniesst aber auch traditionelle Trachtentänze, die schönen Lieder und das Zwirbelen.

Früher war der «Spinnet» eine Frauensache. Da wurden nachmittags fragile Handarbeiten oder währschafte Woll­socken für die Männer hergestellt. Meist war im Januar (Eismonat) «Spinnet-Zeit», dann, wenn keine Feldarbeiten warteten. Mit «Gchüechletem», «Nidle» und allerlei Feinem aus der Küche verbrachten die Bauersfrauen einen Nachmittag zusammen, immer abwechselnd als Gastgeberinnen.

Zwirbelen, Örgeliklänge und Handarbeiten
Viele selbst gemachte, besonders schön arrangierte Preise verlockten zur Teilnahme beim Zwirbelen. Den herrlich duftenden Waffeln, den gluschtigen «Tirggeli» und «Brätzeli» war schwer zu widerstehen. Eingehüllt in die Örgeliklänge der Musikgruppe mit Margrith Dubach, Vreni Feller, Hans Lüthi und Hansruedi Gerber liess sich der Alltag vergessen. Die Idylle auf der Bühne, vor dem nostalgischen Bühnenbild half dabei. Die Frauen auf der Bühne strickten, spulten oder spannen das Garn, und eine Trachtenfrau auf dem Sitzofen las im Buch «Strouröseli».
Im Wechsel von Gesang und Tanz erfreuten die Trachtenfrauen das Publikum, und nach «Stock u Zunge» durfte die Tanzbühne erobert werden.

Der grosse Publikumszulauf lohnte die enorme Vorarbeit der Trachtengruppe und garantiert das Weiterleben einer lieben Tradition.

Sylvia Mosimann

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