Abschiedsgottesdienst in Affoltern i.E.

| Di, 13. Mär. 2018

Nach 35-jähriger Amtszeit – wie in den letzten 200 Jahren in Affoltern nie mehr erlebt – geht das Pfarrehepaar Trösch in den Ruhestand. Mit viel Musik und Gesang wurde der würdige Gottesdienst gefeiert.

Ein schlichter Gottesdienst zum Abschied von Ueli und Ursula Trösch sollte es werden, mit gewohnter Liturgie, Lesung mit Kerzenträger und Blumenschmuck, wie es die Kirchgänger aus Affoltern gewohnt sind.
In einmaliger Manier haben sich alle Chöre und gesangsfreudige Gäste aus Affoltern zusammengetan und unter der Leitung des versierten Fritz Schürch die gross­artigen Schöpfungspsalmen von Peter Roth einstudiert. Was da entstand, war ganz im Sinne des scheidenden Paares: fröhliche, gehaltvolle Chormusik mit Instrumentalisten, welche ihr Metier bestens kennen. Als treue, fleissige Mitsänger im Kirchenchor sangen die beiden natürlich ebenfalls mit. Zu Ehren von Affoltern spielte der Komponist selber auf dem Hackbrett, welches dem Werk seine besondere, einmalige Note gibt. Mit grosser Begeisterung erfüllten die über 60 Sänger und Sängerinnen den übervollen Kirchenraum. Passend zum dritten Sonntag in der Passionszeit mit dem Spruch «Oculi mei semper ad Dominum – Meine Augen schauen stets auf den Herrn» sprachen die beiden Pfarrer in ihrer gemeinsam gehaltenen Predigt nicht vom wehmütigen Abschied, sondern vom Vorwärtsschauen mit den
Augen des Herrn. «Wir schauen nicht einfach in den blauen Himmel, sondern wir erblicken unseren Schöpfer in unserem Gegenüber, in unseren Mitmenschen und in den Wundern der Natur.»
Die Kirchgemeindepräsidentin wollte in ihrer Abschiedsrede nicht nur aufzählen, wie viele Gottesdienste, Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen Tröschs in den vergangenen Jahren abgehalten hatten. Sie liess die Gedanken der Kirchgänger sprechen. Mit feiner Orgeluntermalung aus der Jodlerpredigt von Hannes Fuhrer sprach sie von Begebenheiten aus Seniorenlagern, aus Kinderlagern, von traurigen und erfreulichen Begebenheiten aus der langen Amtszeit. Bei diesen sinnigen Ausführungen blieb kein Auge trocken. Die grosse Dankbarkeit der ganzen Gemeinde lag spürbar im Raum. Auch die Präsidentin der KUW-Kommission und der Gemeindepräsident ehrten mit gelungenen Worten das unermüdliche, vielseitige, aber bescheidene Schaffen von Ueli und Ursula. Nach dem Gottesdienst waren alle im Gemeindezentrum zu einem Apéro riche eingeladen. Die Landfrauen Affoltern scheuten keine Mühe, allen dankbaren Gemeindemitgliedern eine reichhaltige Palette an Köstlichkeiten für diesen unvergesslichen Sonntag zu servieren. zvg

 

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