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Buchvernissage mit dem Eisenplastiker Paul Wiedmer

| Mo, 19. Mär. 2018

Burgdorf: Das umfassendste Kunstwerk von Paul Wiedmer ist vermutlich der Skulpturengarten «LA SERPARA» in Italien. Wie er an diesem Ort in Italien gemeinsam mit Künstlern aus aller Welt Kunst und Natur verbunden hat, zeigt das gleichnamige Buch. hkb

In Burgdorf stehen zwei Skulpturen von Paul Wiedmer, die eine an der Verbindungstreppe Unterstadt / Oberstadt, die zweite beim Restaurant Sommerhaus. Doch Wiedmer hat weit mehr geschaffen. Über sein grösstes und umfassendstes Werk, einen Skulpturen-Garten, wurde nun ein Buch gestaltet. «LA SERPARA» wurde 1997 gegründet und liegt in einem malerischen Tal im italienischen Latium. Hier hat Wiedmer Verbindungen zwischen Kunst und Natur geschaffen und während zwanzig Jahren über dreissig Kunstschaffende aus aller Welt eingeladen, vor Ort Kunstwerke zu kreieren. Jährlich werden neue Skulpturen in die Natur integriert. Entstanden ist ein Gesamtwerk, in das Kunstinteressierte aus ganz Europa gerne eintauchen. Mit dem sorgfältig gestalteten Buch wird der Garten nun für Leute zugänglich, die diesen nicht persönlich besuchen können.
Nach der Begrüssung durch die Gastgeberin, Elisabeth Zäch, erinnerte sich der Künstlerfreund Res Ingold an vergangene Zeiten, als er mit andern jungen Leuten dem spiessigen Leben entfliehen wollte. Die Kunst bot eine andere Sicht auf die Dinge und verlockte sie, damit zu experimentieren. Wiedmer könne bestens alleine arbeiten, aber er habe immer auch den Kontakt zu anderen Kunstschaffenden gesucht. Dieser stete Wunsch nach Austausch sei wohl der Grundstein für den Garten gewesen.
Samuele Vesuvio sprach über die Vielschichtigkeit des Buches, das neben grossartigen Fotos auch Interviews, eine Biografie und Beschreibungen und Skizzen der Kunstwerke enthalte.
«Pole», wie der Künstler liebevoll genannt wird, bildete sich nach seiner Schlosserlehre in seinen kreativen Fertigkeiten bei Bernhard Luginbühl, Jean Tinguely und Niki de Saint Phalle weiter. In seinem eigenen Atelier begann er 1970 als freischaffender Künstler zu arbeiten. Verschiedene Auslandaufenthalte auf allen Kontinenten dienten dazu, sich persönlich weiterzubilden oder das breite Wissen und Können weiterzugeben. Seine Arbeiten stehen in der Tradition der europäischen Eisen­skulptur und orientieren sich grösstenteils am Leitmotiv «Feuer».

Helen Käser

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