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Cyberschutz für Unternehmen

| Di, 24. Apr. 2018

Auf Einladung von Christian Jordi, Generalagent der «Mobiliar Burgdorf», trafen sich Kunden und Interessierte im Saal des «Schützenhauses» zu einem höchst aktuellen Vortrag über mögliche Folgen einer Cyberattacke, welche sich über das globale Netzwerk in unsere Rechner einnisten können.

Wir haben uns längst an die unendlich vielen digitalen Helfer in unserem Alltag gewöhnt. Das Schreckensgespenst Buchhaltung hat dank eines cleveren Programms seine Bedrohung verloren. Die Pläne für den Hausbau werden nun viel rasanter digital erstellt. Der Arzt findet seine Patientendossiers auf die Schnelle auf seinem Rechner und die Kommunikationskultur findet gröss­tenteils im digitalen Bereich statt. Wir sind nun global vernetzt. Das bringt uns privat und den Unternehmen zweifellos grosse Vorteile. Doch wie alle schönen Dinge haben sie auch ihre Schattenseiten.
Der versierte Spezialist Reto Aeberhardt (Ernst & Young) erklärte auf gut verständliche Weise und anhand von realen Beispielen das Vorgehen der Hackerangriffe. «Einige Unternehmen spielen mit dem Feuer, wenn sie die Cybersicherheit nicht ernst nehmen.» Aeberhardt, der Fachmann, setzte diesen Satz nicht zu Unrecht prominent auf die Einladung. Im Verlaufe seiner Ausführungen war nicht selten erstauntes Murmeln aus den Zuhörerreihen zu vernehmen. Da wurde doch einigen Unternehmerinnen und Unternehmern klar, dass ihre subtilen Daten möglicherweise abgezogen, blockiert oder verfälscht werden könnten. Immer mehr Fälle werden publik, wo grössere Geldsummen von Firmen und Privaten erpresst wurden, mit dem unlauteren Versprechen, die blockierten Daten wieder frei zu geben. Geldüberweisungen an Erpresser sind in der Regel eine äusserst schlechte Lösung. Die aktuelle Situa­tion lässt den Laien erstaunen. Laut Christian Jordi wird die «Mobiliar» täglich von circa 500 000 Cyberangriffen attackiert, welche ein Spezialistenteam abzuwenden hat. Das grösste Einfalls­tor für die Cyberschädlinge sind die Mitarbeitenden. Ohne böse Absicht öffnen sie Mails und Nachrichten, welche versteckte Schädlinge in die Rechner der Firmen einschleusen. Hier hilft nur eine permanente Information und Schulung zum Thema Cyberschutz. Der large Umgang mit einfachsten Passwörtern und viele Zugangsrechte zu heiklen Daten fördern natürlich die Anfälligkeit für eine massive Störung aus dem Netz. Rechner und Server mit hochsensiblen Daten sollten eventuell vom globalen Netz getrennt werden. Eine attackierte Firma kann zudem sehr schnell einen massiven Rufschaden erleiden. Denn nicht selten sind vertrauliche Daten über Kunden und Geschäftspartner abgezogen worden. Das kann unter Umständen zusätzliche massive Kosten und Verfahren verursachen.
Eine seriöse «Cybersecurity» ist eigentlich für fast jedes Unternehmen angebracht. Die Massnahmen umfassen dabei die Punkte Identifikation von, Schutz vor, Entdeckung von, Reaktion gegen und zur Wiederherstellung nach Cyberattacken.
Die Versicherungsbranche kann die klassischen physikalischen Risiken ziemlich genau einschätzen. Die Zahlen können lange zurückverfolgt und analysiert werden. Bei der Cyberbedrohung ist man jetzt auf Neuland gestossen. Aber ohne Zweifel ist es ein interessantes Aktionsfeld, welches dem Kunden und der Versicherung nützlich sein kann. Christian Jordi und sein Team der «Mobiliar Burgdorf» beraten KMUs individuell über einen möglichen Versicherungsschutz für die finanziellen Folgen einer Cyberattacke. Die notwendigen Massnahmen für den Schutz gegen die Cyberangriffe werden mit der Hilfe von Fachleuten für ein Unternehmen vorgängig spezifisch analysiert. Die Umsetzung liegt natürlich in der Verantwortung der betreffenden Firma. Ein Gebäude ohne Schlösser kann man bekanntlich auch schlecht gegen Einbruch versichern lassen! Henry Oehrli

www.mobiliar.ch/burgdorf.

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