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Hilfe für Strassenkinder von Accra

| Do, 19. Apr. 2018

 

Burgdorf: Die reformierte Kirchgemeinde lud zu einer Benefizveranstaltung ein. Daniel Awuley Narty und Laura Müller sprachen über die Strassenkinder von Accra, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Ghana. Nach einem berührenden Vortrag wurde ein ghanaisches Nachtessen serviert. hkb

 

Daniel Awuley Nartey und Laura Müller sprachen über die Strassenkinder in Accra, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Ghana. Beide arbeiten für die Organisation «Chance for Children». Awuley Nartey ist eine der drei Leitungspersonen, Müller arbeitet seit sieben Jahren vor Ort.
In der Metropole Accra leben vier Millionen Einwohner. Viele sind vor der Armut auf dem Land geflohen mit der Hoffnung auf ein regelmässiges Einkommen in der Stadt. 75 Prozent der schätzungsweise 90 000 Strassenkinder leben ohne Erwachsene und arbeiten als Warenträger, Abfallsammler, Schuh- oder Autoputzer oder verkaufen Wasser und Lebensmittel. Viele werden zu kriminellen Handlungen oder zur Prostitution gezwungen. Die seit 1999 als NGO (Nichtregierungsorganisation) anerkannte Organisation «Chance for Children» will den Strassenkindern eine Perspektive geben.
50 Einheimische und zwei Europäerinnen unterstützen rund 160 Kinder und Jugendliche. Sie suchen den Kontakt zu ihnen, instruieren sie über Hygiene, Drogenprävention und motivieren sie, ins Tageszentrum zu kommen. Dort können sie ihre Kleider waschen, duschen, essen, den Schulunterricht besuchen, handwerklich tätig sein oder einfach nur in einer geschützten Atmosphäre schlafen. Auch psychologische Betreuung vor Ort ist möglich. Zusätzlich werden in zwei Wohnheimen siebzig Kinder betreut. Ziel ist die Rückführung in ihre Familien. Mittlerweile konnten siebzig ehemalige Strassenkinder entweder in ihre Familien reintegriert oder zu einem selbstständigen Leben geführt werden.
Die Gäste der Veranstaltung stellten viele Fragen, fühlten sich berührt durch den Vortrag und die Bilder zum Thema.
Anschliessend servierten Mitglieder des Kirchgemeinderates ein ghanaisches Abendessen. Zudem wurde sorgfältig gearbeitetes Handwerk aus Ghana verkauft, welches von Strassenkindern gefertigt worden war. Der Verkaufserlös und die Kollekte gehen vollumfänglich an die Kinder in Westafrika.
Helen Käser

Weitere Informationen, auch über die Möglichkeit, Geld zu spenden, sind auf der Homepage www.chance-for-children.org zu finden.

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