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Neue gelb-blaue Ambulanz

| Di, 06. Nov. 2018

BURGDORF: Seit Mitte Oktober 2018 verfügt der Rettungsdienst des Spitals Emmental über ein gelb-blaues statt gelb-rotes Ambulanzfahrzeug. Der Vorteil des neuen Designs: bessere Sichtbarkeit dank höherem Farbkontrast. red

Die Farben werden via Folie aufgeklebt. Das ist günstiger als das herkömmliche Spritzen. Die neue Farbkombination wird kantonsweit bei allen Neuanschaffungen angewendet.

Der brandneue, allradangetriebene Mercedes-Benz 519 rückt vom Stützpunkt Burgdorf aus, daher der Name «Bertu 5»: Burgdorf heisst auf Französisch «Berthoud», ausgesprochen «Bertu». Das Fahrzeug kommt bei Bedarf aber auch im oberen Emmental zum Einsatz.

Das Rettungsfahrzeug wurde von der Firma Ambu-Tech in Rotkreuz (LU) ausgerüstet. Es verfügt über ein Überwachungsgerät für die wichtigsten Körperfunktionen samt Defibrillator, ein automatisches Herzdruckmassagegerät, eine Beatmungsmaschine und eine Vakuum-Matratze für Wirbelsäulenverletzte. Eine elektro-hydraulische Bahre entlas­tet die Crew beim Be- und Entladen der Patienten. Das Vorgängerfahrzeug wurde nach sechs Jahren und deutlich über 6500 Einsätzen ausgemustert, mit über 300 000 km auf dem Tacho.

In den Emmentaler Ambulanzen sorgen pro Einsatz zwei bis drei Rettungsprofis für den Patienten, die jedes Jahr 40 Stunden Fortbildung vorweisen. Unterstützt wird der Rettungsdienst durch über 500 lokale First Responder – geschulte Laien, die bis zum Eintreffen der Ambulanz erste lebensrettende Sofortmassnahmen ergreifen.

Neu sind auch die Rapid Responder Teil des Rettungsnetzwerks: Angehörige professioneller Rettungsdienste, die in der Freizeit für Ersteinsätze in der Nähe ihres Aufenthaltsortes zur Verfügung stehen. Der Rapid Responder (wörtlich: Schnell-Antwortender) wird ebenfalls via Sanitätsnotrufzentrale 144 alarmiert und rückt parallel zum professionellen Rettungsdienst aus.

Der Rapid Responder ist mit Notfallrucksack und Defibrillator ausgerüs­tet und leistet bis zum Eintreffen der Ambulanz oder des Rettungshelis professionelle Hilfe für den Notfall-Patienten. Aufgeboten wird er bei Kreislaufstillstand, Brustschmerzen, Schlaganfall, Atemnot und schweren Verletzungen. Der Rettungsdienst des Spitals Emmental verfügt in seinem Versorgungsgebiet von Schangnau bis Zielebach vorderhand über vier Rapid Responder.

zvg

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