Totalsanierung der «Spanischen Weinhalle»

| Fr, 07. Dez. 2018
Hier entstehen neue Wohnungen und ein Restaurationsbetrieb

Burgdorf: Das Unternehmerpaar Res und Hanna Hugi-Sommer luden zu einer Besichtigung in die «Spanische Weinhalle» ein. Im Haus entstehen mehrere Wohnungen und das Restaurant wird komplett saniert und als Restaurationsbetrieb weitergeführt werden. hkb

Vor gut zwei Jahren haben Hugis dieses altehrwürdige Haus gekauft. Res Hugi fühlte sich stets mit der Stadt im Emmental verbunden. Hier kam er zur Welt und verbrachte seine ersten Lebens- und Schuljahre. Verwandte führten eine Zeit lang die «Spanische Weinhalle». Jahre später erfuhr er durch Zufall, dass diese Liegenschaft auf der historischen Stadtmauer zu verkaufen sei.
Hugis haben bereits in Winterthur ein Altstadthaus umfassend saniert. Aufgrund ihrer dortigen positiven Bau­erfahrungen gingen sie den Umbau an der Schmiedengasse mit dem selben Architekten und Baubiologen, Ruedi Zehnder, an. Vergangene Woche informierten Zehnder, Hugi und der Architekt und Bauleiter Heinz Sägesser aus Burgdorf über den Zwischenstand der Sanierungsarbeiten.
Im Haus entstehen mehrere Kleinwohnungen mit 1,5 bis 2 Zimmern und eine Maisonettewohnung mit 3,5 Zimmern. Jede Einheit unterscheidet sich in Form und Fläche von der anderen, jede verfügt über einen Aussenbereich, eine Loggia oder eine Terrasse, zum Teil mit Aussicht aufs Schloss und ins Emmental.
Wo früher der Estrich lag, entstehen schmucke Zimmerkombinationen mit Dachschrägen, alten Balken und neuem Täfer.
Auf den unteren Etagen, den ehemaligen Wohnbereichen, wird die alte Bausubstanz baubiologisch korrekt in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege erneuert. Beim Rückbau wurden altes Täfer und Parkett zwecks Restaurierung entfernt und später, nach Verstärkungsarbeiten durch Schichtplatten und Brandschutzbauten, wieder montiert. Die Bauherrschaft legt Wert auf Naturbaustoffe, die wenn möglich aus der Region stammen. Sandsteinmauern und Balken, alte Parkettböden und Täfer sollen «materialecht» in Erscheinung treten. In einem Raum versteckte sich eine Deckenmalerei aus dem frühen 18. Jahrhundert, die sorgfältig restauriert wurde. Kachelöfen standen früher in den Wohnstuben und konnten aus dem Fundus der Denkmalpflege wieder eingebaut werden.
Während der Fertigstellung der Wohnungen werden nun die Gaststube und die Gastronomieküche umgebaut. Res Hugi will sich Zeit nehmen bei der Auswahl eines Pächters, denn hier soll auch in Zukunft in gemütlicher Atmosphäre gediegen gegessen werden können.
Restaurant und Mietwohnungen werden voraussichtlich ab Sommer 2019 bezugsbereit sein.

Helen Käser

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