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Das Burgdorfer Bier entwickelt sich weiterhin rundum erfreulich

| Mi, 22. Mai. 2019

BURGDORF: An der 21. Generalversammlung der Burgdorfer Gasthausbrauerei AG von vergangenem Samstag konnten sich die 2108 Aktionäre im Zelt vor der Reithalle Wachstumszahlen vorsetzen lassen. zvg

Nach seiner Begrüssung konnte Verwaltungsratspräsident Stefan Aebi den 2108 wie üblich gut gelaunten Aktionären in seinem bekanntermassen sehr kurz gehaltenen Jahresbericht durchwegs positive Nachrichten verkünden: Mit 8002 hl lag der Bierabsatz um rund 1 Prozent über demjenigen aus dem Vorjahr. Die vor 2½ Jahren eingeführten 0,33-l-Einwegflaschen des «Burgdorfer Helles» erfreuten sich weiterhin eines steigenden Absatzes, 2018 wurden weit über 500 000 Einheiten davon verkauft. Der Gesamtertrag erreichte 2018 gut 2 809 000 Franken, was einem Plus von gut 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dank der effizienten Arbeitsweise auf den modernen Anlagen im Kornhaus fiel auch das Ergebnis mit einem Jahresgewinn von 480 000 Franken sehr erfreulich aus.

Seit zehn Jahren keine Preis­erhöhung
Geschäftsführer Thomas Gerber steuerte in seinen Erläuterungen zur Jahresrechnung weitere passende Zahlen bei: Ein etwas erhöhter Anteil an Flaschenbier hatte einen positiven Einfluss auf den Erlös pro Liter Bier. Dieser ist demnach von 3,34 auf 3,39 Franken angestiegen, obwohl die Burgdorfer Gasthausbrauerei auch im Jahr 2018 keine Preiserhöhungen vorgenommen hat – wie übrigens seit 2008 nicht mehr. Obwohl sie sich im letzten Jahr mit 100 000 Franken zu 100 Prozent am Aktienkapital an der Burgdorfer Schützenhaus AG beteiligte, hat die Gesellschaft nach wie vor keine geldwerten langfristigen Schulden.

Zeit fürs Heranreifen des «Haus des Bieres»
Diesem Erwerb des Schützenhauses auf den 1. Februar 2019, der fraglos einen Meilenstein in der Geschichte des Burgdorfer Bieres darstellt, widmete Aebi noch ein paar eigene Worte: «Mit der Übernahme der Wirtschaft zum Schützenhaus haben wir nun herausragende Möglichkeiten, um die Bierkultur in und um Burgdorf zu fördern. Wir können damit unseren Traum von einem ‹Burgdorfer Haus des Bieres› realisieren.» Nach der langjährigen Prüfung verschiedener Projekte und dem dann doch recht kurzfristig erfolgten Kauf der Wirtschaft zum Schützenhaus könne dieser Traum aber nicht von heute auf morgen erfüllt werden. «2019 wird ein Anlaufjahr sein, grössere Anpassungen an der Infrastruktur sehen wir frühestens auf Winter 2020 vor», stellte Aebi in Aussicht. Ein anderer Meilenstein steht noch an: Am 29. Juni 2019 feiert das Burgdorfer Bier seinen
20. Geburtstag, unter anderem mit einer Leistungsschau der drei Burgdorfer Brauereien und mit einem Gratiskonzert von Bubi Eifach.

Sven Rindlisbacher bringt Gastronomie-­Knowhow
Um sich für den Betrieb des Schützenhauses mehr Kompetenzen im Bereich Gastronomie anzueignen, schlug der Verwaltungsrat den Aktionären ein neues Mitglied zur Wahl vor. Sven Rindlisbacher, Chief Hospitality Officer der Sportgastro AG und Mitglied der Unternehmensleitung des Schlittschuhclubs Bern, wurde denn auch mit grossem Applaus gewählt. Neben dieser Wahl winkten die Aktionäre auch alle anderen Anträge des Verwaltungsrates mit der hinlänglich bekannten grossen Mehrheit und Geschwindigkeit durch.

Stefan Herrmann

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