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Heiter-beschwingtes Freilichttheater

| Mi, 26. Jun. 2019
Enkelin Tabita (Mia Lüscher) hat einen guten Plan, wie sich die vier Herren das Geld beschaffen können, um sich die Villa in Südfrankreich leisten zu können.

JEGENSTORF: Diesen Freitag feiern die Schlossspiele Jegenstorf die Premiere ihres neuesten Stücks «Der grosse Coup» von Markus Keller - eines heiter-beschwingten Stücks, in dem vier Senioren versuchen, zu Geld zu kommen, um in Südfrankreich eine Alters-WG für gehobene Ansprüche zu eröffnen. afu.

Ausdauernd und mehr oder weniger beschwingt machen die Senioren der «Altersresidenz Schloss Jegenstorf» die Aktivierungstherapie mit – schliesslich will die Therapeutin am grossen Sommerfest eine kleine Tanzaufführung zum Besten geben. Vier Herren allerdings mögen nicht so richtig mitmachen und verziehen sich lieber Richtung Golfplatz, um ihre eigenen Pläne weiterzuspinnen. Seit nämlich Tabita, die Enkelin des einen Pensionärs, aufgetaucht ist, scheint die verlockende Idee, eine Villa in Südfrankreich zu kaufen und diese in eine Alters-WG zu verwandeln, gar nicht mehr in so weiter Ferne. Wie die Herren das Geld dafür beschaffen wollen, sei hier allerdings nicht verraten…

Feinfühliges Stück – mit Augenzwinkern aus dem Leben gegriffen
Mit «Der grosse Coup» hat der Berner Autor Markus Keller ein wunderbar sommerlich-leichtes Stück geschrieben, das gekonnt mit der Kulisse des Schlosses Jegenstorf spielt. Die Südwest-Seite des Schlosses mit Tisch, Stühlen und Kübelpflanzen geht nämlich tatsächlich als Teil einer Altersresidenz für höhere Ansprüche durch. Die Geschichte um die vier älteren Herren, die sich langweilen und von einem erfüllten Lebensabend irgendwo in der Ferne träumen, kommt spritzig und leichtfüssig daher. Die vielen kleinen Details in den Dialogen und in der Handlung zeugen davon, dass der Autor ein feines Gespür für all das hat, was in Altersheimen – pardon: Seniorenresidenzen – so alles laufen kann.

Kurze, intensive Probezeit
Seit Anfang Mai proben die über zwanzig Spieler/innen im Durchschnitt rund 30 Stunden pro Woche. Wie Regisseur Reto Lang erklärt, sei diese kurze, zeitaufwendige Probearbeit nur möglich, weil die meisten Spieler/innen – dem Stück entsprechend – pensioniert sind oder sich die Arbeitszeit selber einteilen können. Neben Mia Lüscher, die als einzige Berufsschauspielerin der Gruppe die Hauptrolle spielt, sind viele seit Jahren bekannte Gesichter der Amateur­szene zu sehen – aber auch «Theaterneulinge». Besonders schön findet Reto Lang, dass in der bunt gemischten Theater-Crew auch Pensionäre der Rotonda Jegenstorf mitmachen: «Wir haben nun ein spannendes, gut funktionierendes Theaterteam, mit dem es richtig Spass macht, dieses Freilichttheater einzustudieren.»

Kulinarisch und theatralisch leicht verdauliche Kost
Am Freitag, 28. Juni 2019, werden die Schlossspiele Jegenstorf Premiere feiern – und bis am 11. August 2019 werden Besucher/innen die heitere Sommerkomödie im Schlosspark geniessen können.
Übrigens: Wer sich vor dem Theaterabend kulinarisch auf die Luxus-Seniorenresidenz einstimmen möchte, kann dies im Gasthof zum Löwen in Jegens­torf bei einem «Residenz-Dîner» oder im Schlosspark selber bei grossen und kleinen Häppchen salziger und süsser Art tun. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall – kulinarisch wie theatralisch.

Andrea Flückiger

Weitere Informationen unter www.schlossspiele-jegenstorf.ch.

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