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Mit dem «Ferienspass» auf Velotour

| Mi, 31. Jul. 2019

UNTERE EMME: Im Gebiet der Unteren Emme können daheim gebliebene Kinder und Jugendliche während der gesamten Sommerferien «Ferienspass»-Angebote besuchen. «D'REGION» begleitete eine 3-tägige Velotour an den Murtensee. afu

Kurz vor zehn Uhr versammelten sich neun Jugendliche vor der Kirche in Utzenstorf – mit Velo, Velohelm und Picknick (ihr sonstiges Gepäck hatten sie bereits am Vortag gebracht, damit die Leitenden dieses zum Zeltplatz bringen konnten). Nachdem Pascal-Olivier Ramelet, der die Tour mit zwei weiteren Freiwilligen leitete, den Eltern und Jugendlichen ein paar letzte Informationen gegeben hatte, ging es auf die grosse Reise Richtung Murtensee: via Bätterkinden, Limpach­tal nach Lyss, von dort weiter aus nach Aarberg. Am Hagneck-Kanal, wo wir Mittagshalt machten, zeigten sich die Jugendlichen, was die lieben Mütter Feines zum Essen eingepackt hatten: Sandwiches, Gurken, Tomaten, sogar Kartoffelsalat; Früchte, Kekse, Riegel und – zur Freude aller: Schleckzeug in allen Variationen.
Nach der nicht allzu ausgedehnten Mittagsrast fuhren wir auf dem Veloweg an vielen Gemüsefeldern vorbei bis nach Muntelier, wo auf dem Zeltplatz Löwenberg unser Tagesziel lag. Dort angekommen, stellten wir die Zelte auf. Eine recht abenteuerliche Sache, dieses Zelteaufstellen… Aber wir hatten absolut geniale Plätze bekommen: Knapp zwei Meter vor unseren Zelteingängen begann bereits der See.
Dass es nicht lange dauerte, bis die ersten Jugendlichen im Wasser waren, versteht sich fast von selber, denn der Murtensee war angenehm warm. Und wir Erwachsenen waren froh, dass wir am Abend von der Zeltplatz-Crew fein bekocht wurden: Salat, Hörnli und Ghackets standen auf dem Menüplan – und zu später Stunde gabs natürlich noch ein Dessert…
Am zweiten Tag fuhren wir zum Mont Vully, um die Festungsanlagen aus dem 1. Weltkrieg zu besuchen. Da es recht heiss war, waren wir alle froh, als wir endlich oben angelangt waren und uns auf dem wunderbar schattigen Picknickplatz niederlassen konnten. Die jungen Frauen kümmerten sich um das Feuer, während die jungen Männer die Cervelats schälten und Brot, Gurken und Karotten essbereit machten. Und wer gerade nichts zu tun hatte, erkundete das Gelände, das neben der Aussicht auf den Neuenburger-, Bieler- und Murtensee etliche Höhlen, Räume und andere Verstecke bot. Nicht weit davon waren die Sandsteinhöhlen von La Lamberta, die wir natürlich auch näher erforschen mussten – auf jeden Fall waren die Jugendlichen während rund einer Stunde kaum noch zu sehen… Auf dem Heimweg gingen wir alle im See baden, nachdem wir uns schon an einem Dorfbrunnen nassgespritzt hatten – Teilnehmende wie Leiter. Und das (fast) Wichtigste: Natürlich mussten wir in Sugiez bei der Boulangerie Guillaume einen der berühmten Gâteaux de Vully kaufen.
Auf dem Rückweg am dritten Tag fuhren wir zuerst über das grosse Moos zum Bielersee und danach der Aare entlang bis nach Solothurn. Da es relativ heiss war, waren wir froh, dass wir den letzten Teil nach Hause mit dem Zug machen konnten – genauer gesagt, bis zum Bahnhof Utzenstorf. Den allerletzten Teil unserer Tour (bis zur Kirche) fuhren wir natürlich wieder mit dem Velo. Dort erwarteten uns die Eltern und das Gepäck, das eine Mutter vom Zeltplatz geholt hatte.
Fazit: Drei wunderbare Tage, mit viel Velofahren, Baden, Zelten, Essen, Reden und Lachen – kein Wunder waren sich Leitende und Teilnehmende am Ende der Tour einig, dass diese drei Tage wirklich lustig gewesen waren. «Ferienspass» sei Dank!

Andrea Flückiger

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