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Die Berner Kandidierenden für den Ständerat im Überblick

| Mo, 07. Okt. 2019

REGION / KANTON BERN: «D'REGION» befragte die Kandidierenden für die beiden Berner Sitze im Ständerat. red

Für die zwei Berner Sitze im Ständerat bewerben sich bei den eidgenössischen Wahlen am 20. Oktober insgesamt 15 Personen – sechs Frauen und neun Männer. Bisher vertraten Hans Stöckli (SP), Biel, und Werner Luginbühl (BDP), Krattigen, den Kanton Bern in der kleinen Parlamentskammer. Da Luginbühl auf eine erneute Kandidatur verzichtet, profitiert Stöckli als einziger vom Bisherigen-Bonus. Er gehört zum engeren Favoritenkreis. Mit Regula Rytz, Nationalrätin und Parteipräsidentin der Grünen Schweiz, Beatrice Simon, amtierende BDP-Regierungsrätin, Werner Salzmann, Parteipräsident der SVP Kanton Bern und Präsident der sicherheitspolitischen Kommission des Nationalrats, sowie der langjährigen und erfahrenen FDP-Nationalrätin Christa Markwalder stellen sich weitere hochkarätige Kandidierende zur Wahl. Zu den prominenten politischen Schwergewichten, die ins Stöckli wollen, gehören zudem die Nationalrätinnen Kathrin Bertschy (glp) und Marianne Streiff (EVP).  
Die restlichen Kandidierenden gelten als chancenlos. Für die Piraten-Partei treten Jorgo Ananiadis und Pascal Fouquet an; für die PNOS Florian Gerber und Yannic Nuoffer. Der ehemalige BDP-Grossrat Peter Eberhart, Aeschi bei Spiez, kandidiert als Vertreter des Vereins «Die Unabhängigen». Verena Lobsiger-Schmid steigt mit der «Partei der unbegrenzten Möglichkeiten» ins Rennen. Ergänzt wird das Kandidatenfeld mit Philipp Jutzi (JUP) und Joe Grin («Die Modernokraten»). «D’REGION» befragte alle Kandidierenden zu ihren Zielen. Von Jorgo Ananiadis (Piraten) und Pascal Fouquet (Piraten) erhielten wir auf unsere Anfrage keine Antwort.

 

Die aussichtsreichsten Kandidierenden

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Name, Vorname: Stöckli, Hans
Jahrgang: 1952
Wohnort: Biel
Parteizugehörigkeit: SP

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Hans Stöckli: Ich pflege einen engen Kontakt mit dem Regierungsrat des Kantons Bern und habe als Vizepräsident des Ständerats Ansehen und Einfluss erlangt, welche ich für die Interessen unseres schönen Kantons in allen Belangen einsetzen würde: Stärkung der innovativen Wirtschaft, insbesondere des Tourismus, der Bildung und Forschung, der Gesundheitsversorgung, der ökologischen Landwirtschaft, der Zweisprachigkeit und auch des Finanz- und Lastenausgleichs.
 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Hans Stöckli: Ich setze mich für eine gerechte, solidarische und starke Schweiz in Europa ein. Gerecht hinsichtlich Umwelt, Geschlechter-Beziehungen, direkter Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Solidarisch hinsichtlich der bezahlbaren Gesundheitsversorgung, der Löhne und Renten sowie der Mieten und Konsumentenpreise. Stark bezogen auf die nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, auf die Stärkung der Schweiz als Kultur- und Willensnation.
 

 «D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Hans Stöckli: Wir müssen - den Klimaschutz mit einem griffigen CO2-Gesetz verbessern; - mit der EU einen Rahmenvertrag abschliessen, der auch die Interessen der Arbeitnehmer und der Unabhängigkeit der Schweiz enthält und mehrheitsfähig ist; - für stabile Renten der AHV, IV und der Pensionskassen sorgen; - eine qualitätsvolle, wirtschaftliche und bezahlbare Gesundheitsversorgung sichern.

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Name, Vorname: Bertschy, Kathrin
Jahrgang: 1979
Wohnort: Bern
Parteizugehörigkeit: glp

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Kathrin Bertschy: Ich möchte die ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Stimme für Bern wahrnehmen. Am dringendsten sind Lösungen, um die Klimaveränderung zu stoppen und die Umwelt zu schützen. Das ist möglich mit der Wirtschaft und nicht gegen sie, indem wir eine Vorreiterrolle übernehmen und die technologische Veränderung und den Ausstieg aus den nicht erneuerbaren Energien als wirtschaftliche Chance nutzen. Die Schweiz kann dem Ausland zeigen, wie nachhaltige Energieversorgung geht.

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Kathrin Bertschy: - Verantwortung wahrnehmen: Die Politik steht in der Verantwortung, die Lebensgrundlagen für die nächste Generation zu erhalten. Dafür müssen wir Handeln, im Klimabereich, aber auch beim Trinkwasser und der Biodiversität. - Rechtsstaatlichkeit: Ein Rechtsstaat ohne Diskriminierungen ist mir ein Anliegen: 2013 forderte ich mit der parl. Initiative die «Ehe für alle». Sie steht vor der Umsetzung. - Integrität: Ich politisiere unabhängig und setze mich für gesamtgesellschaftliche Anliegen und nicht für Brancheninteressen ein.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Kathrin Bertschy: Wir sind uns oft gar nicht bewusst, wie stark unser Wohlstand auf guten Beziehungen mit der EU basiert. Kein anderes Land profitiert stärker vom europäischen Binnenmarkt. Bern hat viele Arbeitsplätze im Industriesektor. Diese Unternehmen brauchen gute Exportbedingungen in die europäischen Länder, um ihren Mitarbeitenden auch in Zukunft anständige Löhne bezahlen zu können. Die Zusammenarbeit mit der EU muss mit einem Rahmenabkommen endliche stabile Bedingungen erhalten.

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Name, Vorname: Markwalder, Christa
Jahrgang: 1975
Wohnort: Burgdorf
Parteizugehörigkeit: FDP

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Christa Markwalder: Ich möchte mich für einen starken Unternehmens-, Bildungs- und Kulturstandort engagieren, damit der Kanton Bern sich dank verbesserter Wirtschaftskraft kontinuierlich aus der Abhängigkeit des nationalen Finanzausgleichs lösen kann. Im Sport sind wir schon top mit unseren Meistertiteln und dank Spitzenathletinnen. Diesen sportlichen Ehrgeiz will ich auch in den Ständerat bringen: für einen stolzen Kanton Bern und eine erfolgreiche Schweiz.

 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Christa Markwalder: Die liberalen Werte Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Solidarität. In der politischen Alltagsarbeit sind es der gegenseitige Respekt, die Fähigkeit zuzuhören, die eigenen Argumente mit Überzeugung zu vertreten und am Schluss Kompromisse schliessen zu können, die dem Zusammenhalt unserer Gesellschaft und unserem Land dienen.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Christa Markwalder: Pioniergeist und Leistungswille haben die Schweiz auf das heutige Wohlstandsniveau gebracht. Wir brauchen das Rahmenabkommen mit der EU und neue Freihandelsabkommen, die unserer produzierenden Industrie den Zugang zu wichtigen Exportmärkten sichern.  Die Altersvorsorge muss rasch reformiert werden, damit sie auch für die junge Generation gesichert ist. Unsere guten Bildungsinstitutionen und unsere Innovationskraft müssen wir nutzen, um die Herausforderungen der Zukunft wie Umwelt- und Klimaschutz sowie die Digitalisierung zu meistern.

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Name, Vorname: Rytz, Regula
Jahrgang: 1962
Wohnort: Bern
Parteizugehörigkeit: Grüne

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Regula Rytz: In den nächsten Jahren geht es um nichts Geringeres als um den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen. Dazu müssen wir die Energiewende vorantreiben und die Mobilität und das Wohnen mit neuen Technologien klimafreundlicher machen. Das ist auch eine Chance für die lokale Wirtschaft. Die Region Emmental hat mit dem Oberaargau zusammen das Potenzial, sich zu 82 Prozent selber mit Energie zu versorgen. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und fliesst nicht in Erdöl-Länder wie Saudi-Arabien oder Russland ab. Als Ständerätin will ich mich dafür einsetzen, dass der dringend nötige Wandel mit guten Rahmen­bedingungen beschleunigt wird. Neben sozialen Lenkungsmassnahmen braucht es auch öffentliche Investitionen, um Hausbesitzer, Mieterinnen und Unternehmen zu entlasten. Umweltpolitik geht nur sozial.

 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Regula Rytz: Ich setze mich seit vielen Jahren für den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und die Stärkung des sozialen Zusammenhaltes ein. Um neue Lösungen voranzubringen, ist eine faire und überparteiliche Zusammenarbeit matchentscheidend. Auch der Ausgleich zwischen Stadt und Land ist mir wichtig. Nur in gegenseitigem Respekt können wir die grossen Herausforderungen unserer Zeit anpacken.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Regula Rytz: Um erfolgreich zu bleiben, braucht die Schweiz einen griffigen Klimaschutz, stabile Sozialwerke, einen starken Service Public, eine bezahlbare Gesundheitsversorgung, mehr Forschung und Innovation sowie geordnete Beziehungen zu ihren Nachbarländern. Dafür setze ich mich ein.

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Name, Vorname: Salzmann, Werner
Jahrgang: 1962
Wohnort: Mülchi
Parteizugehörigkeit: SVP

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Werner Salzmann: Grossen Handlungsbedarf sehe ich aktuell bei der Raumplanung. Hier sind Korrekturen nötig, damit die Fruchtfolgeflächen gesichert, aber aus bestehenden Bauten trotzdem etwas entwickelt werden kann. Ich erlebe immer wieder, wie in einer Gemeinde eine gute Idee wegen ein paar Zentimeter nicht realisiert werden kann. Da braucht es mehr Handlungsspielraum. Wir dürfen aus dem ländlichen Raum  nicht ein Ballenberg machen und alles in den Zentren konzentrieren, sonst leiden immer mehr Leute unter Dichte- und Pendlerstress. Wir müssen wieder mit gesundem Menschenverstand an die Probleme von heute herangehen und aufhören mit den ideologischen Diskussionen.
 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Werner Salzmann: Besonders wichtig sind mir die demokratischen Grundwerte und die Freiheit unserer Schweiz. Unsere Entscheide sind geprägt durch Eigenverantwortung und dem Miteinander von Stadt und Land, von Mehrheit und Minderheit. Diese Werte sind bedroht durch die wachsende Regulierung sämtlicher Lebensbereiche. Muss uns wirklich der Staat oder sogar die EU vorschreiben, wieviel Zucker in unserem Cola sein soll? Wo bleibt da die Eigenverantwortung? Vertrauen wir auf den gesunden Menschenverstand und unsere Demokratie anstatt alles von Experten oder sogar Gerichten entscheiden zu lassen.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Werner Salzmann: Nebst der bereits genannten Raumplanung ist die Aussenpolitik das wichtigste Handlungsfeld. Das EU-Rahmenabkommen wäre ein faktischer EU-Beitritt mit verheerenden Folgen für unser Land. Stellen wir uns vor, was passieren würde, wenn alle EU-Bürger in der Schweiz abstimmen könnten!

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Name, Vorname: Simon, Beatrice
Jahrgang: 1960
Wohnort: Seedorf
Parteizugehörigkeit: BDP

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Beatrice Simon: Ständerat = Vertreter der Stände (Kantone). Deshalb werde ich mich auf Bundesebene für die Anliegen des Kantons Bern engagieren. Als amtierende Regierungsrätin kenne ich die Bedürfnisse unseres Kantons bestens.
 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Beatrice Simon: Respekt gegenüber Andersdenkenden, Bereitschaft für Kompromisse, da niemand alleine das Sagen hat, und Eigenverantwortung.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Beatrice Simon: Für mich gibt es keine unwichtigen Themen in der Politik, aber insbesondere im Zusammenhang mit dem Klima, der Altersvorsorge und der Zusammenarbeit mit der EU müssen wir rasch Lösungen finden.

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Name, Vorname: Streiff, Marianne
Jahrgang: 1957
Wohnort: Urtenen-Schönbühl
Parteizugehörigkeit: EVP

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Marianne Streiff: Der Kanton Bern als sehr grosser und vielfältigster Kanton hat beachtliche Herausforderungen zu meistern. Wir haben den grössten Wirtschaftsraum, sind in der Bildungslandschaft ganz vorne dabei, haben die grösste Landwirtschaftsregion, der Tourismus ist sehr wichtig. Es braucht eine Standesstimme, die sich mit Leidenschaft für den Standort Bern einsetzt. Der konsensfähige Dialog und der Blick für das Notwendige und Dringende sind wichtig. Soziale Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und Stärkung der ökologischen Verantwortung waren  mir bislang im Nationalrat wichtig und können im Ständerat mit noch mehr Gewicht vertreten werden. Vieles wurde in der laufenden Legislatur nicht zielführend bearbeitet. Es gibt viel zu tun. Ich bin mit meiner Erfahrung auf nationaler Ebene bereit, die Standesstimme für Bern zu sein.

 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Marianne Streiff: Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Menschenwürde. Und vor allem, dass wir Politikerinnen und Politiker glaubwürdig sind.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Marianne Streiff: Folgende Punkte sind zentral: - Zukunft der Zusammenarbeit mit der EU; - Anpassung der gesetzlichen Grundlagen im Umgang mit Waffen und deren Exporte; - ethisches Unternehmertum, welches Menschenrechte und Ökologie berücksichtigt; - Sicherung der bedarfsgerechten finanziellen Mittel für AHV und IV und Lösungen für die Altersvorsorge; - nachhaltige Reform unseres Gesundheitssystems; - Bewahrung der uns anvertrauten Natur für unsere Nachkommen mit Klimaschutz und Biodiversität, die nicht nur Schlagworte bleiben; - Umsetzung der Energiestrategie und ein griffiges CO2-Gesetz.

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Die weiteren Kandidierenden

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Name, Vorname: Eberhart, Peter
Jahrgang: 1955
Wohnort: Aeschi b. Spiez
Parteizugehörigkeit: DU (Die Unabhängigen)

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Peter Eberhart: Es ist an der Zeit, dass handfeste Lösungen bei den Gesundheitskosten gefunden werden. Die Krankenkassenprämien dürfen kein Armutsrisiko werden. So bin ich u.a. für eine Einheitskasse bei der Grundversicherung und eine Kostensenkung durch Verhinderung von unnötigen Operationen. Weiter bin ich für Transparenz bei den Wahlen, die Bevölkerung soll wissen dürfen, ob die Kandidaten Lobbying-Organisationen vertreten oder nicht…
 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Peter Eberhart: Ich bin konsequent unabhängig, vertrete keine Lobbying-Organisationen oder Mandate. Umweltschutz kommt vor Gewinnmaximierung, und Tierschutz vor unnützen Tierexperimenten zu Forschungszwecken.

Weiter bin ich (wie wir alle bei den Unabhängigen) für mehr Transparenz in der Politik.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Peter Eberhart: Wir müssen weg von Blockaden, verursacht durch sture Haltungen von Interessenvertretern oder Parteipositionen, und hin zu Lösungen kommen! Aus diesem Grund braucht Bern einen Ständerat, der vermittelt und Lösungsansätze sucht. Dann wird die Schweiz erfolgreich bleiben.

Lösungen brauchen wir zum Beispiel im Umweltbereich (Pestizide im Boden), aber auch im Abbau von unnötigen Vorschriften bei den KMU.

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Name, Vorname: Gerber, Florian
Jahrgang: 1989
Wohnort: Lotzwil
Parteizugehörigkeit: PNOS

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Florian Gerber: Unser Kernanliegen mit einer restriktiven Asylpolitik ist hinlänglich bekannt. Ebenfalls liegt uns als Partei eine ausgebaute Sozialpolitik für Schweizer am Herzen, eine bessere Unterstützung der KMU, des lokalen Gewerbes und des Bauernstandes. Andere Themen der PNOS sind Naturschutz mit der Förderung alternativer Energien und verschärfter Tierschutz.

 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Florian Gerber: Kurz gehalten: Identität, Zusammenhalt und Zukunft.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt

Florian Gerber: Die Schweiz hatte im Vergleich zu anderen europäischen Ländern bisher Glück, vor allem was die Kriminalität sogenannter «Einzelfälle» anbelangt. Ebenfalls Glück hatten wir bisher mit Familienclankriminalität wie sie in Deutschland oft in Städten vorkommt. Leider ist es eine Frage der Zeit, bis solche kriminellen Machenschaften hier Fuss fassen. Dies gilt es zum Schutze unserer Familien zu verhindern.

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Name, Vorname: Grin, Joe
Jahrgang: 1980
Wohnort: Bern
Parteizugehörigkeit: Die Modernokraten

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Joe Grin: Als Kandidat der Modernokraten lasse ich die Mitglieder der Online-Plattform Modernocratie.ch über mein Vorgehen im Ständerat entscheiden. Die Idee der Modernokratie ist es, eine populäre Lobby «von und für das Volk» zu entwickeln, die die Technologie nutzt, um sie in den Dienst der Bürger zu stellen. Wenn Sie also Mitglied des Netzwerks werden und mich in den Ständerat wählen, können Sie meine Handlungen buchstäblich online auf der Plattform steuern und mir mitteilen, wie ich abstimmen und welche Anträge ich stellen soll.

 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Joe Grin: Die Achtung der demokratischen Grundsätze ist ein zentrales Anliegen der Modernokraten, deren Ziel es ist, ein soziales Netzwerk für den demokratischen Ausdruck zu entwickeln. Wohlwollen, Respekt und Zuhören sind zum Beispiel Werte, die wir in unserer Charta bekräftigen, um einen Dialog oder eine ruhige und konstruktive Debatte zu gewährleisten. Andererseits verpflichte ich mich als Kandidat der Modernokraten zu Transparenz, Loyalität und Rechenschaftspflicht gegenüber Mitgliedern der Modernokratie.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Joe Grin: Stimmt es, dass die Schweiz «auf Erfolgskurs ist»? Müssen wir nicht einen Souveränitätsverlust und einen wachsenden Einfluss von Lobbys und Privatsektor auf unser politisches System feststellen? Der Weg zum Erfolg führt über die Stärkung demokratischer Prinzipien, d. h. wir wollen den Bürgern mehr Macht verleihen, indem sie die Kontrolle über gewählte Amtsträger inne haben. Dies ermöglicht mehr Demokratie.

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Name, Vorname: Jutzi, Philipp
Jahrgang: 1971
Wohnort: Bangkok (THA)
Parteizugehörigkeit: JUP

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Philipp Jutzi: Für eine unabhängige und freie Schweiz, gegen einen EU-Beitritt, für eigenständig kontrollierte Grenzen, gegen den Ausverkauf der Schweiz, für die Abschaffung des Asyl- und Flüchtlingsstatus, stattdessen Hilfe vor Ort, finanziert durch private Gelder.

 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Philipp Jutzi: Eine Schweiz, die für Schweizer gerecht ist und die eigene Bevölkerung bevorzugt und privilegiert.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Philipp Jutzi: Zuwanderung limitieren, unsere Kultur und Werte fördern, damit unsere Kinder auch in Zukunft in einem eigenen Land leben.

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Name, Vorname: Lobsiger-Schmid, Verena
Jahrgang: 1959
Wohnort: Interlaken
Parteizugehörigkeit: PUM (Partei der unbegrenzten Möglichkeiten)

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Verena Lobsiger-Schmid: Für die Ausbalancierung des Schweizer Arbeitsmarktes zugunsten der Stellenlosen, für Senioren und den Umweltschutz.

 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Verena Lobsiger-Schmid: Besitzende eines Schweizerpasses haben Anspruch auf ein bedingungsloses Grundeinkommen. Der Arbeitgeber bezahlt den Schweizerinnen und Schweizern die Qualifikation. Für das bedingungslose Grundeinkommen kommen Bund, Kanton und die Gemeinde auf. Der Arbeitgeber übernimmt für Ausländer das Grundeinkommen und die Qualifikation.

Die Partei der unbegrenzten Möglichkeiten befasst sich weiter mit der soziodemografischen Entwicklung in unserem Land. Menschen werden immer älter, die Ausgleichskasse wird mehr beansprucht, deshalb benötigen wir eine neue Berufsausbildung, die sich mit Gerontologie und Hauswirtschaft beschäftigt. Statt ihren Lebensabend in teuren Altersresidenzen zu verbringen, sollen Senioren möglichst lange zu Hause betreut werden.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Verena Lobsiger-Schmid: Wichtig ist eine gute Zusammenarbeit im europäischen Wirtschaftsraum. Die bilateralen Verträge sollten bestehen bleiben, aber das EU Rahmenabkommen darf nicht in Kraft treten.

Die Abgabe von Recycling sollte stärker belohnt werden.

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Name, Vorname: Nuoffer, Yannic
Jahrgang: 1996
Wohnort: Lanzenhäusern
Parteizugehörigkeit: PNOS

 

«D’REGION»: Für welche Anliegen möchten Sie sich besonders engagieren, falls Sie den Kanton Bern in der Legislaturperiode 2020-2024 im Ständerat vertreten?

Yannic Nuoffer: Ich würde mich für eine strikte und konsequente Asyl- und Ausländerpolitik stark machen nach dem Vorbild von Australien. Ebenfalls muss etwas gegen die steigende Verschuldung von jungen Privatpersonen unternommen werden.

 

«D’REGION»: Welche politischen Werte und Grundsätze sind für Sie am wichtigsten?

Yannic Nuoffer: Heimat, Freiheit, Tradition und zu akzeptieren, dass in einer Demokratie jede Meinung erlaubt sein muss.

 

«D’REGION»: In welchem Themenbereich muss sich in der nationalen Politik in den nächsten vier Jahren einiges bewegen, damit die Schweiz auf Erfolgskurs bleibt?

Yannic Nuoffer: Sofortiges Beenden der Bücklingshaltung gegenüber der EU, Schliessung der Grenzen und ein gut ausgebauter Sozialstaat, jedoch nur und ausschliesslich für unser Volk.

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