Gemeinderätinnen und -Räte zu Gast bei der Spitex

| Do, 05. Dez. 2019
Peter Schpüpbach, Jeanette Jufer und Nicole Schläfli

Bätterkinden: Die Spitex AemmePlus AG informierte Gemeinderätinnen und -Räte über die finanziellen, politischen und organisatorischen Belange. Beim anschliessenden Apéro bot sich Gelegenheit, offene Fragen zu beantworten. hkb

Dieser informelle Anlass diente zur Information über die Spitex und zur Pflege des gegenseitigen Kontaktes. Die Gemeinden sind Kollektivmitglieder des Spitex-Vereins AemmePlus. Für eine fruchtbare Zusammenarbeit ist Wissen von grosser Bedeutung.
Nach der Begrüssung erklärte der Geschäftsführer Peter Schüpbach das Organigramm. Seit Mitte Oktober arbeitet Nicole Schläfli neu als stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin der Pflege. Schüpbach leitet die zentralen Dienste, das Personalwesen, die Finanzen, die Öffentlichkeitsarbeit, den Mahlzeitendienst und die Logistik. Der Geschäftsführer erläuterte kurz das vergangene Geschäftsjahr. Die Betreuungszeit sei um 6 Prozent auf knapp 58 000 Stunden gestiegen und es wurden gut 22 000 Mahlzeiten abgegeben. Bei der Spitex teilen sich 174 Personen 89 Vollzeitjobs. Die Hochrechnung für den Abschluss sieht einen Gewinn von 50 000 Franken vor.

Der Leistungsvertrag mit dem Kanton wird jedes Jahr neu verhandelt
Diese Tatsache verlangt von der Spitex-Leitung hohe Flexibilität. Dieses Jahr wurden die neuen Vorgaben Anfang November bekannt gemacht, doch andere Jahre erfolgte dies erst im Januar, also nach Beginn des neuen Geschäftsjahres. Das erschwerte die Budgetplanung massiv.
Im Leistungsvertrag ist unter anderem die Versorgungspflicht festgehalten. Die schwankende Auftragslage bedeutet eine enorme Herausforderung. Da die Arbeitsplanung täglich neu erfolgt, kann diese bereits mit einem einzelnen Patienten, der plötzlich breite Unterstützung braucht, kurzfristig über den Haufen geworfen werden.
Die maximale Patientenbeteiligung der Klientel wird auf das neue Jahr um 60 Rappen gesenkt, die Entschädigung der Koordinationsleistungen aufgehoben und teilweise auf andere Entschädigungen umgelegt. Diese Vernetzung mit anderen Diensten ist jedoch gerade bei lang dauernden und komplexen Versorgungsverläufen eminent wichtig und soll beibehalten werden. Zusätzlich wurde die Entschädigung für Neukunden halbiert und ab 2020 die Versicherungsleis­tungen an die Spitex um 3,6 Prozent gekürzt. Der Kanton übernimmt nun bereits seit Längerem die Kosten für Hilfsmittel (MIGEL-Produkte). Trotz all dieser Kürzungen sind die Verantwortlichen zuversichtlich, die finanziellen Herausforderungen zu meis­tern.

Die Klientinnen und Klienten stehen im Zentrum
Dazu gehört das reibungslose Zusammenspiel der Pflegeteams an den drei Stützpunkten und das Koordinieren mit Spezialisten, Hausärzten/-innen, Spitälern und Pflegeheimen. Um die Vernetzung in den Gemeinden zu intensivieren, sind verschiedene Projekte in Planung. Dazu gehören eine zweitägige Hauptübung mit dem Zivilschutz, ein Anlass zum Thema «Letzte Hilfe» mit der Kirch­gemeinde und der Event «Aktiv gegen Demenz» mit Pro Senectute.
Christoph Widmer stellte das Psychiatrie-Angebot der Spitex vor, die sogenannte Spitex für die Seele. Diese sieht die Begleitung von Menschen mit psychischen Auffälligkeiten vor, und zwar im häuslichen Umfeld. Das speziell ausgebildete Fachpersonal kommt bei akuten Krisen zum Einsatz, aber auch in der Langzeitbetreuung. Psychische Erkrankung, schwieriges Verhalten, eine Überforderung des Spitex-Personals oder der Angehörigen können den Einsatz dieses Teams auslösen. Eine enge Zusammenarbeit mit der Spitex-Basis, dem Hausarzt, Sozialdiensten, Psychiatrischen Diensten oder der KESB gehören dazu.
Jeannette Jufer lud im Namen der Spitex AemmePlus AG zu einem Apéro ein, an dem die Vertretenden des Vereins und der AG offene Fragen klärten. Gute Gespräche sind die Basis konstruktiver Zusammenarbeit.

Helen Käser

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