Mit Georg Philipp Telemann in die Adventszeit

| Mi, 04. Dez. 2019

KIRCHBERG: Der Kirchenchor Kirchberg unter der Leitung von Matthias Stefan lud vergangenes Wochenende zur Adventsmusik in die reformierte Kirche ein. zvg

Zusammen mit Projektsingenden, der Sopranistin Rebekka Maeder, dem Bass Thomas Fluor, dem Collegium Musicum mit historischen Instrumenten sowie Claire Charpentier an der Orgel versetzte der Kirchenchor Kirchberg am ersten Adventswochenende die Konzertbesucher/innen in Adventsstimmung. Zu Beginn wurde der deutsche Barockkomponist Georg Philipp Telemann, welcher von 1681 – 1767 lebte, kurz vorgestellt, bevor die ersten Adventskantaten «Hosianna dem Sohne David», «Nun kommt der Heiden Heiland», «Machet die Tore weit» und die Weihnachtskantate «Allein Gott in der Höh sei Ehr» vorgetragen wurden.
Der ausgewogene Chorklang, unterstützt durch die Barockviolinen, die Barockviola, das Barockvioloncello, den Violone und die Barockoboen, füllte den Kirchenraum bis zuhinterst aus. Mich persönlich faszinierte der Klang der Barockoboen, habe ich doch schon bei diversen Aufnahmen ein «unbekanntes» Instrument gehört. Dieses Instrument mit dem unverwechselbaren Klang einmal in echt zu erleben, war unbeschreiblich. Die teilweise schwierigen Chorteile wurden sehr präzis gemeistert und die beiden Solisten passten mit ihrem ausdrucksvollen Gesang gut in das Gesamtbild. Claire Charpentier sorgte auf einem sogenannten Orgeldispositiv inmitten des Chors für eine dezente Orgelunterstützung. Telemann komponierte viele seiner Kantaten zu einem bestimmten Thema, in der Regel mit Texten eines einzigen Dichters. Die Kantaten wurden durch gemeinsame, musikalische Stilmerkmale miteinander verknüpft (wie bei den vorgetragenen Werken der durchgehende Einsatz von zwei Barockoboen). Daher machte die Aufforderung im Konzertflyer, bis am Ende des Konzertes den Applaus aufzusparen, Sinn und die Konzertbesucher wie natürlich die Akteure konnten sich so ohne grossen Unterbruch konzentrieren. Während dem rund 75 Minuten dauernden Konzert stellte sicher der eine oder andere Konzertbesucher fest, dass einige der Melodien oder Liedtexte aus dem Kirchengesangsbuch oder von einer Weihnachts-CD bekannt sind. Alles in allem ein sehr gelungenes Konzert, welches am Samstag vom Publikum mit Standing Ovations verdankt wurde.

Alexandra Weber

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