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Vergabe des Burgdorfer Kulturförderpreises 2019

| Di, 03. Dez. 2019
Trio Ayé mit der Preisträgerin Mirjam Hässig, Gesang

Burgdorf: Mirjam Hässig und die Kulturhalle Sägegasse erhielten den mit insgesamt 15 000 Franken dotierten Förderpreis. Nach der Ehrung bot sich Kulturinteressierten bei einem Apéro Gelegenheit zum Austausch. hkb

Alle zwei Jahre bewerben sich junge Frauen und Männer aus der Region für diesen begehrten Preis. Er wurde von der Burgergemeinde Burgdorf initiiert und gilt als Förderpreis für Kulturschaffende bis zum Alter von 30 Jahren. 2019 hat die Kulturkommission sieben Projekte evaluiert.

10 000 Franken für Kulturhalle Sägegasse
Die achte öffentliche Preisverleihung fand in der Kulturhalle Sägegasse statt. Sie ist die Gewinnerin des ersten Preises im Wert von 10 000 Franken. Die ehemalige Turnhalle wurde 1896 erbaut und diente länger als hundert  Jahre als Sport- und Festhalle. Danach stand sie einige Jahre mehr oder weniger leer, bis 2016 ein engagiertes Team die Bewilligung bekam, das denkmalgeschützte Bijou sanft zu sanieren. Mit 80 000 Franken und 1200 Stunden Freiwilligenarbeit wurde ab 2017 mit dem Umbau begonnen. Im September 2018 feierte Burgdorf die Eröffnung.
Trotz einem eher bescheidenen Betriebsbudget gelang es den Verantwortlichen und den über hundert freiwilligen Helfenden, ein attraktives Programm zu realisieren. Vinzenz Gfeller, Präsident des Trägervereins, zeigte sich erfreut über die 4000 Besuchenden der vom Verein organisierten Anlässe. Dazu kamen 35 Vermietungen an andere Veranstalter. Die Kulturhalle Sägegasse schreibt also seit einem Jahr Erfolgsgeschichte, die über die Grenzen der Stadt Beachtung findet. Raff Fluri betonte in seiner Laudatio, dass mit der Kulturhalle ein Treffpunkt geschaffen worden sei, an dem Junge und Junggebliebene ohne Konsumzwang Geselligkeit und Kultur erleben können.
Bezeichnend sei, dass die zahlreichen Freiwilligen ihre Motivation nie verloren hätten. Sie zeigten und zeigen weiterhin Engagement und Durchhaltewille. «Mitreden, mitdenken und mitgestalten» heisst ihre Devise und diese soll junge Leute motivieren, ihre Freizeit selbst mitzugestalten. Ziel sei die Belebung der Stadt. Auch für die zukünftigen Gäste der Jugendherberge im Schloss könne dieser Ort zum Magnet werden. «Bald werden wir zu den Top 5 der Ausgangsorte in der Region gehören», meinte Fluri schmunzelnd.
Das neue Programm wird in den nächs­ten Tagen bekannt gegeben unter www.saegegasse.ch.

Förderpreis für Jazzsängerin Mirjam Hässig
Der mit 5000 Franken dotierte zweite Rang ging an die Burgdorfer Musikerin Mirjam Hässig.  Die 23-jährige Jazzsängerin bedankte sich bei der Burgergemeinde für deren kulturelles Engagement. Florine Ott erklärte in ihrer Laudatio, dass Hässig bereits als Kind eigene Texte vertont hätte. Sie besuchte ab der zweiten Klasse den Klavierunterricht an der Musikschule Burgdorf. Später wurde sie von Mark Lehmann unterrichtet, der ihr den Zugang zum Jazz ebnete. 2012 gewann sie an der Jazz Night in Langnau den Förderpreis. Somit war ihr als Sängerin und Pianistin ein Platz an der Swiss Jazz School in Bern sicher. Dieses Studium wird sie im September 2020 mit dem Master abschliessen. Daneben arbeitet sie als freischaffende Musikerin, engagiert sich in verschiedenen Projekten, singt in mehreren Formationen und unterrichtet Gesang und Klavier. In Burgdorf hat sie während zwei Jahren die kulturellen Beiträge am Samstag-Märit organisiert. Mit ihrer breiten Erfahrung lässt sie in der Musik verschiedene Kulturen ineinander verschmelzen. Wichtig sei ihr nicht die grosse Bühne, sondern die Nähe zum Publikum. Eine Kostprobe mit dem Trio Ayé nahm die Gäste mit in die Welt der Musik. Begleitet mit Harfen- und Kontrabassklängen bezauberte sie mit einer klaren, sicheren Stimme.

Helen Käser

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