Konzert mit dem Quintett «Musici Volanti»

| Do, 23. Jan. 2020

KIRCHBERG: Das international tätige Salonorchester «Musici Volanti», dessen Pianist und Hauptarrangeur Bruno Leuschner in Kirchberg lebt, verzauberte das Publikum mit seinen Klängen. zvg

Am vergangenen Sonntag lud die Musikkommission der reformierten Kirchgemeinde Kirchberg zu einem ganz besonderen Konzert ein.
Die Gedankenreise, zu welcher der Konzerttitel «Le salon imaginaire» einlud, wurde kraftvoll und virtuos mit einem Teilstück aus der Oper «Carmen» von Georges Bizet eröffnet. Das darauffolgende Arrangement «Schöne Rosmarie», «Liebesfreud» und «Liebesleid» von Fritz Kreisler zeigte die Spielfreude und das Können aller Musiker eindrücklich.
«Hoffmanns Erzählungen» von Jacques Offenbach luden nach Venedig ein. In diesem Stück harmonierten die Geigen (Matyas Bartha und Simone Roggen) und das Violoncello (Orlando Theuler) und wechselten sich in der Stimmführung ab. Das Klavier (Bruno Leuschner) sorgte für perlende Regentropfen im Hintergrund und der Kontrabass (Samuele Sciancalepore, kurzfristig für die verhinderte Melda Umur eingesprungen) unterlegte alles mit einem weichen Boden.
Bei unbekannteren Stücken wie der Ouvertüre aus der Oper «Si j’étais roi» durften die Musiker als Solisten brillieren und demonstrierten ihren kräftigen Klang im Kirchenschiff. Bei den diversen Tangos wünschte sich sicher manche Zuhörerin, von einem feurigen Tänzer zum Tanz aufgefordert zu werden – Kopfkino sei Dank. Dass sogenannte «Oras» in verschiedenen Ländern beheimatet sind, erfuhr man an diesem Konzert. Dabei handelt es sich um sehr schnelle Musikstücke, welche von «den Geigen» alles abverlangen. Die beiden «Kampfgeiger» des Quin­tetts «Musici Volanti» waren jedoch allen Herausforderungen gewachsen.  
«Méditation Thaïs» sorgte für eine kleine Verschnaufpause auf der musikalischen Reise. Das Publikum konnte sich einmal mehr an der stimmigen und kraftvollen Umsetzung erfreuen und liess den Schlussakkord lange verklingen, bevor der Applaus einsetzte.
Der «Ungarische Tanz Nr. 5» von Brahms schloss das rund einstündige Konzert ab. Das Publikum hatte jedoch noch nicht genug und applaudierte die vier Musiker und die Musikerin zu einer Zugabe.

Alexandra Weber

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