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Erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 für das Spital Emmental

| Mi, 06. Mai. 2020
Im März 2020 nahm die neue Station für Krisenintervention in Burgdorf ihren Betrieb auf.

BURGDORF: Eine bessere wohnortsnahe Versorgung, ein gutes Finanzergebnis und neue Angebote: Das Spital Emmental blickt auf ein gewinnbringendes vergangenes Jahr zurück. zvg

Nach einem finanziell herausfordernden Vorjahr hat das Spital Emmental das Geschäftsjahr 2019 erfolgreich abgeschlossen. Es erwirtschaftete einen Betriebsertrag von 172 Millionen Franken; dies entspricht einem Wachstum von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Steuern und Zinsen (EBITDA) verbesserte sich im Geschäftsjahr um 4,2 Millionen Franken und beträgt 11,1 Millionen Franken (+ 61,1 Prozent). Die EBITDA-­Marge hat sich dementsprechend auf 6,5 Prozent gegenüber 4,2 Prozent im Vorjahr erhöht. Das Jahresergebnis konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden, es liegt bei 0,3 Millionen Franken. Dies geht aus dem Geschäftsbericht 2019 vom 28. April 2020 hervor. «Unsere langjährige Strategie der wohnortsnahen erweiterten Grundversorgung an zwei Standorten für die über 110 000 Menschen im Emmental mit einem kontinuierlichen Ausbau unserer Angebote war auch im 2019 erfolgreich», sagt Verwaltungsratspräsident Bernhard Antener, der das Amt Mitte Jahr von Dr. h.c. Eva Jaisli übernommen hatte, und fährt fort: «Dies ist zu einem grossen Teil meiner Amtsvorgängerin zu verdanken, die das Spital in einer unsicheren Zeit und in einer instabilen Lage übernommen hat und zusammen mit dem Verwaltungsrat, der Geschäftsleitung und den Mitarbeitenden in ruhigere Gewässer geführt hat.»

Mehr Patienten und Geburten
Erfreulich war auch die Entwicklung bei den Patienten- und Geburtenzahlen. Die stationären Fälle blieben mit 10 291 praktisch auf dem Vorjahresnivau (- 0,5 Prozent). «Das ist angesichts der vom Bundesrat auf den 1. Januar 2019 angeordneten Verlagerung vom stationären in den ambulanten Bereich ein gutes Ergebnis», sagt CEO Anton Schmid. Bei den ambulant behandelten Patientinnen und Patienten stieg die Zahl der Behandlungen um 6,8 Prozent auf 61 613. Zusätzlich wurden in der Psychiatrie 2010 Patientinnen und Patienten ambulant und 439 stationär behandelt. Damit hat das Spital Emmental seinen Vorjahresrekord erneut gebrochen: Insgesamt wurden 74 353 Patientinnen und Patienten behandelt, das entspricht einem Zuwachs von 5,7 Prozent (2019: 70 340). Rekordverdächtig sind auch die Zahlen der Geburtenabteilung und des Notfalls: 736 Babys (+59) kamen im vergangenen Jahr im Spital Emmental auf die Welt. An beiden Standorten wurden insgesamt 18 374 Notfall-Patientinnen und -Patienten, rund 8,4 Prozent mehr als im Vorjahr, behandelt.

Neue Angebote und Reorganisationen
Zum Wachstum beigetragen haben insbesondere der ambulante Bereich sowie die stationäre Psychiatrie mit der Eröffnung der zwei neuen Stationen (Krisenintervention und Alterspsychiatrie) am Standort Burgdorf. «Wir haben im vergangenen Jahr zusätzlich zur Psychiatrie im ambulanten Bereich neue Angebote geschaffen und gleichzeitig verschiedene betriebliche Innovationen und Reorganisationen umgesetzt, um der zunehmenden Verlagerung von der stationären zur ambulanten Medizin Rechnung zu tragen», sagt CEO Anton Schmid.
So wurde zum Beispiel das medizinische Angebot um eine neurologische Praxis erweitert, der Operationsbetrieb in Burgdorf in ein neues Zentrum für ambulante und kurzstationäre Chirurgie ZAC und das klassische Operationszentrum ZOP aufgeteilt oder die Radiologie neu organisiert. «Unsere Patientinnen und Patienten zu bezahlbaren Preisen umfassend, wohnortsnah und in hoher Qualität behandeln zu können, ist eines unserer wichtigsten Ziele», unterstreicht Anton Schmid. Denn die verschiedenen Massnahmen sollen dazu beitragen, dass das Spital Emmental gemäss nationalem Spitalbenchmark weiterhin eines der wirtschaftlichsten Spitalunternehmen der Schweiz bleibt.
«Der Gewinn des Betriebsjahres 2019 zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und gleichzeitig unsere Qualität und Patientensicherheit weiterhin hochhalten können», so der CEO. Im vergangenen Jahr wurde das Spital Emmental durch die Schweizerische Stiftung für die Zertifizierung der Qualitätssicherung im Gesundheitswesen «SanaCERT Suisse» rezertifiziert; zudem wurde die Intensivstation am Standort Burgdorf als schweizweit erste Station mit dem Zertifikat «Angehörigenfreundliche Intensivstation®» der deutschen Stiftung Pflege e.V. ausgezeichnet. Im laufenden Geschäftsjahr wird das Spital Emmental weiterhin gezielt bedürfnisgerechte Angebotsschwerpunkte entwickeln. Ein Ausblick sei aber wegen der andauernden Coronavirus-Pandemie schwierig. Anton Schmid: «Es ist zu befürchten, dass uns Corona vorübergehend von unserem erfolgreichen Kurs abbringt.» zvg

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