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Die «Variété-Beiz» im Uhlmannhaus war offen

| Di, 16. Jun. 2020

WYNIGEN-SEEBERG: Mit einem speziellen Abschlussprojekt verabschiedete sich die 9. Sekundarklasse von der der Schule Wynigen-Seeberg. Theater spielen, Singen mit Instrumentalbegleitung, Kochen und die Gäste bedienen - alles perfekt organisiert. r.st.

Mit strahlenden Gesichtern, die Freude und Befriedigung über einen guten Verlauf des Abends zeigten, standen die Schülerinnen und Schüler der 9. Sekundarklasse Wynigen-Seeberg auf der Bühne und nahmen den begeisterten und verdienten Applaus ihrer Gäste entgegen. Die Klassenlehrerin Monika Christen war des Lobes voll über den Tatendrang, die Disziplin und die Kreativität ihrer 19-köpfigen Klasse. Trotz der widrigen Umstände und keineswegs mit der Gewissheit, das Gelernte überhaupt jemandem präsentieren zu können, liessen sie sich nicht abhalten, während der ganzen Lockdown-Zeit gewissenhaft an ihrem Abschlussprojekt weiterzuarbeiten. Es sollte auch etwas ganz Besonderes werden, und schlussendlich wurden sie belohnt und freuten sich sehr darüber, dass die «Variété-Beiz» im Uhlmannhaus an drei Abenden eröffnet werden durfte. Dies natürlich unter Einhaltung der vorgegebenen Auflagen. Mit ihnen freuten sich ihre Klassenlehrerin, die Regisseurin Sabine Bärtschi, die Küchenfee Ursula Lehmann und der Zivilschutzleistende Simon Waeber, der die Jugendlichen in der Technik unterstützte. Den speziellen Umständen entsprechend durften nur Familienangehörige eingeladen werden. Ein Unterhaltungsabend für Augen, Ohren und das leibliche Wohl erforderte den Einsatz von allen, jedes konnte seine Ideen einbringen, denn es gab sehr viel zu tun. Programm erarbeiten, Menü zusammenstellen, die Sketches und Songs einstudieren, Einladungen und Website gestalten, Utensilien und Dekorationen beschaffen und vieles mehr. Damit allen Familien die Möglichkeit gegeben werden konnte, dabei zu sein, bedingte dies dreimal zu kochen, dreimal Theater zu spielen, dreimal zu singen und zu musizieren. Der Einsatz begann an diesen Tagen für alle jeweils morgens ab neun Uhr mit Rüsten und Kochen, die Bühne wurde gestaltet, Tische mussten gedeckt  und dekoriert werden, und um Punkt halb sieben Uhr öffnete die «Variété-Beiz» ihre Türe für die Gäste zum Abendessen. Diese durften ihre Plätze einnehmen und schon wurden sie mit einem leckeren Apéro beglückt: Blätterteiggebäck, gefüllte Gurke und Tomate mit Mozzarella. Weiter herrschte Hochbetrieb in der Küche, so wie es in jedem Restaurant zu- und hergeht. Zur Vorspeise verteilten die Gastgeber/innen einen garnierten Salat, zum Hauptgang Fleischröllchen, Nudeln und Broccoli und die angekündigte Dessert-Trilogie bestand aus Zitronencrème, Brownies und Erdbeeren. Umsichtig und aufmerksam wurden die Gäste betreut, die diesen angenehmen Abend geniessen konnten, und ohne zu übertreiben darf gesagt werden, dass sie sich fühlten, als wären sie in einem 5-Sterne-Restaurant.
Die Einsätze in den Sketches, die die Schüler/innen gelernt und sich in sehr kurzer Zeit in die Rollen eingelebt hatten, beurteilten die Regisseurin wie auch die Klassenlehrerin als meisterhaft. Eines der drei Stücke hatten sie gar selbst geschrieben. Ob sie nun Seniorinnen, junge Frauen, gestresste Eltern oder gar quengelnde Kinder zu spielen hatten, sie meisterten es souverän, brachten damit Heiterkeit in den Saal und ernteten verdienten Applaus dafür. Auch für die musikalische Umrahmung waren sie selbst verantwortlich, haben einige Songs sogar selbst getextet, selbst einstudiert und begleiteten die Lieder mit verschiedenen Instrumenten, ohne  dafür die Unterstützung einer Musiklehrperson in Anspruch zu nehmen. In sichtlich entspannter Atmosphäre liessen die Gäste den Abend bis 22.00 Uhr ausklingen, denn um diese Zeit war Polizeistunde in der «Variété-Beiz».
Verschiedene Aktivitäten wie besondere Anlässe besuchen oder Schulschluss-Ausflüge waren den diesjährigen Neuntklässlern zum Schulabschluss durch die besonderen Umstände verwehrt worden. Die 9. Sekundarklasse Wynigen hat das Beste daraus gemacht und sicher ist, dass ihnen, ihren Familien und allen, die zum guten Gelingen beigetragen haben, dieses ganz spezielle Abschlussprojekt in bester Erinnerung bleiben wird.   

Rosmarie Stalder

 

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