Bio-Bauer Held pflanzt unter anderem Kräuter für Ricola

| Do, 13. Aug. 2020

HEIMISWIL: Sanft sind die Hügel des Emmentals und etwas abseits vom Dorf Heimiswil, im Wirtenmoos, liegt der Biohof Held, der seit 1999 von Elisabeth und Hans-Ulrich Held bewirtschaftet wird. Hier werden unter anderem Kräuter für Ricola angepflanzt und vieles mehr angeboten. smo

Das Betriebsleiter-Ehepaar Elisabeth und Hans-Ulrich Held bewirtschaftet den Biohof in der zweiten Generation. Die 15,72 Hektar werden wie folgt genutzt: Anbau von Dinkel, Winterweizen, Petersilie, Ysop, Zitronenmelisse, Pfefferminze; es gibt eine Kunstwiese, 65 Hochstamm-Obstbäume, eine Fotovoltaikanlage und 5 Hektar Wald. Mutterkühe, Kälber und Bienen gehören ebenso zum mit Knospe zertifizierten Biohof.
Hans-Ulrich ist Meisterlandwirt und Präsident von «Biofarm» und «Waldhofkräuter». Elisabeth ist gelernte Konditorin-Confiseurin und arbeitet unter anderem auf dem Hof in der eigenen Bauernhof-Konditorei. Es lohnt sich, das Ehepaar und den Biohof (www.bioheld.ch) zu besuchen, denn der Familie ist es ein Anliegen, die Konsumenten dafür zu sensibilisieren, woher die Produkte stammen.

Kräuter, Gewürze und mehr
Seit 2008 produziert die Familie Held Ysop, Pfefferminze und Zitronenmelisse für Ricola sowie Petersilie für Swiss Alpine Herbs nach den Knospe-Richtlinien. «Das heisst ohne Pestizide, ohne Kunstdünger, mit viel Herzblut, Handarbeit, aus Sorge für Natur und Böden», erklärt Hans-Ulrich Held auf dem Rundgang. Es bietet sich eine Erlebniswelt aus Schmecken, Staunen und Riechen, ein würziger Duft samt reicher Blütenpracht.

Damit erreicht die Familie ihre hoch- gesteckten Ziele: «Möglichst eigene Produkte herstellen, um so die Wertschöpfung der Landwirtschaft zu erhöhen. Dabei ist uns eine nachhaltige, sorgfältige Arbeitsweise sehr wichtig.»

Sorgfalt
Vom Anbau bis zur Ernte ist Sorgfalt oberstes Gebot. Wenn jetzt geerntet wird, heisst das Kräuter trocknen zur Weiterverarbeitung für die Geschäftspartner. Aber auch Teekräuter für die Direkt-vermarktung (Pfefferminze, Zitronenmelisse, Zitronenthymian, Brennnesseln, Verveine, etc.) müssen getrocknet, verarbeitet und gemischt werden.

Zusammenarbeit
Hans-Ulrichs Sohn und Nachfolger Lukas hat eine Lehre als Landschaftsgärtner absolviert und nun diesen Sommer die Ausbildung als Landwirt EFZ abgeschlossen. Seine Ehefrau Liana ist diplomierte Pflegefachfrau. Im vergangenen Oktober hat sie die bäuerlich-hauswirtschaftliche Fachschule begonnen.

Hans-Ulrich und Elisabeth sind stolz darauf, dass mit Liana und Lukas bereits die dritte Generation diverse Aufgabengebiete übernimmt. Mit Enkeltochter Myrielle Laura ist auch schon die vierte Generation im Kinderwägeli.

Sylvia Mosimann

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