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Jugendforum Ämmitau veranstaltet erfolgreiches Podium

| Do, 24. Sep. 2020

REGION: Rund 30 Leute fanden in der Aula Gsteighof in Burgdorf zusammen und diskutierten mit Lars Guggisberg (SVP), Michelle Renaud (BDP) und Flavia Wasserfallen (SP). zvg

Das Jugendforum Ämmitau, welches vor gut einem Jahr in Sumiswald gegründet wurde, nahm sich für sein drittes Podium bereits Grosses vor: Der SVP-Nationalrat Lars Guggisberg und die SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen wurden eingeladen, ebenso Michelle Renaud, die frisch gewählte Präsidentin der BDP Emmental. Die beiden Themen des Podiums waren die Begrenzungsinitiative und das Kampfjet-Referendum. So gab es verschiedene Allianzen: Michelle Renaud von der Mitte hielt mit Flavia Wasserfallen gegen die Begrenzungsinitiative, war aber dafür zusammen mit Lars Guggisberg Feuer und Flamme für die Kampfjets. Moderiert wurde das Podium von Marcel Erhard, dem Präsidenten des Jugendforums Ämmitau.
Zu Beginn wurde den Teilnehmenden erklärt, dass sie via Instagram abstimmen können, ob sie für oder gegen die jeweilige Vorlage seien. Am Schluss wurde dann aufgelöst, wer gewonnen hatte – beide Vorlagen sind von den Instagram-Userinnen und -Usern abgelehnt worden, die Begrenzungsinitiative allerdings mit einem höheren Nein-Anteil.
Bei der Begrenzungsinitiative argumentierte Michelle Renaud, sie sei zwar damals auch für die Masseneinwanderungsinitiative gewesen, aber dort sei nicht klar gewesen, inwiefern die Verträge mit der EU gefährdet würden. Hier sei das anders – mit der Guillotine-Klausel würden alle Verträge der Bilateralen I wegfallen. Dies bestritt Lars Guggisberg nicht, allerdings sagte er: «Es kommt natürlich auch darauf an, ob die EU denn wirklich ein Interesse an einer Kündigung von allen Verträgen hat.» Auf die kritische Nachfrage einer Teilnehmerin, ob denn die EU uns wirklich mehr brauche als wir sie, brachte er als Beispiel den Käse, von welchem mehr von der EU in die Schweiz exportiert wird als umgekehrt. Zudem wurde darüber gesprochen, ob die EU-Ausländerinnen und -Ausländer unsere Sozialwerke zu stark beanspruchen. Guggisberg brachte ein Beispiel einer spanischen Putzfrau im Kanton Aargau, welche nur zwölf Stunden in der Woche arbeitet und Sozialhilfe beansprucht. Dort hielt Flavia Wasserfallen dagegen: «Das ist nicht die Norm. Es gibt keine Einwanderung auf unsere Sozialwerke!»
Bei der Diskussion um die Kampfjets gab es dann noch ein bisschen mehr Stimmung. Hier warf Michelle Renaud der SP vor: «Ihr wollt die Armee eigentlich abschaffen!» Flavia Wasserfallen konterte und zeigte auf, wie die SP sich ins Zeug legte, um bessere und günstigere Lösungen zu finden. Zur Diskussion stand hier das Kampfjet-Modell Leonardo aus Italien – es wurde innert kürzester Zeit zum Running Gag des Abends. Zudem betonten sowohl Wasserfallen als auch ein Teilnehmer die Wichtigkeit, zwischen Luftpolizei und Luftwaffe zu unterscheiden. Ein weiterer Teilnehmer äusserte sich für die Kampfjets, worauf er von Lars Guggisberg gelobt wurde: «Ich bin dein Fan!» zvg

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