Stimmungsvolles Einläuten der Vorweihnachtszeit

| Do, 19. Nov. 2020

HEIMISWIL / KRAUCHTHAL: Die Adventszeit ist die Zeit des Erwartens, des Hoffens. Sie ist eine grosse Herausforderung für Pfarrer, Seelsorger und Katecheten. Die Pfarrehepaare Rieger (l.) aus Heimiswil und Zehnder aus Krauchthal haben viele gute Ideen. smo

Der vergangene Sonntag war der letzte im christlichen Kirchenjahr, das mit dem kommenden Ewigkeitssonntag beendet wird. Danach beginnt die Adventszeit, die Zeit des Erwartens, des Hoffens. Sie ist eine grosse Herausforderung für Pfarrer, Seelsorger und Katecheten sowie für die Pfarrehepaare Jasmin und Tobias Zehnder aus Krauchthal und Karin und Hans-Martin Rieger von der reformierten Kirche Heimiswil (stellvertretend für alle Pfarr­ämter der Region).

Ausgefallen
Das Wortspiel «ausgefallenes Jahr» bezieht sich nicht auf Höhepunkte im Kirchenjahr, sondern auf Ausgefallenes oder Abgesagtes wie Altersnachmittage, Seniorenessen, Ausflüge. Dies alles aufgrund der aktuellen Corona-Situation und der verordneten Massnahmen von Bund und Kanton. Wie viel Herzblut die Pfarrehepaare in die Ausgestaltung ihrer kirchlichen Angebote gesteckt haben, lässt sich beim Lesen des Kirchenzettels schwer erahnen. Es wird aber spürbar im Gespräch mit ihnen.
Krauchthal hat bis auf Weiteres alle Gottesdienste abgesagt, Heimiswil hingegen bietet Kurzgottesdienste an. Predigttexte und «Wortbsinnig» sind in beiden Kirchen sowohl im Internet als auch in Briefform erhältlich.

Advent
Mit einer «original Krauchthaler Weihnachtsgeschichte für grosse und kleine Ohren» überraschen Jasmin und Tobias Zehnder ihre Kirchgemeindemitglieder. Sie ist online oder über einen CD-Player in der Kirche zu hören.

Ein wenig Weihnachtsvorfreude steckt im «Wichteln»: «Wir losen aus den Anmeldungen aus, wer wem wichteln wird, wer also ein- bis dreimal im Advent heimlich eine kleine Überraschung erhält respektive verschenkt. Am 24. Dezember geben sich alle Wichtel zu erkennen. So können wir Abstand halten und sind doch miteinander verbunden», freut sich Jasmin Zehnder. «Wie in der Kirche Weihnachten gefeiert wird, steht noch in den Sternen. Sicher ist jedoch, dass die christliche Weihnachtsbotschaft als Videoübertragung online gesendet wird», verspricht das Pfarrehepaar Zehnder.

Heiligabend zum Mitnehmen
Der Gang durch die weihnächtlich geschmückte Kirche solle den Heimis­wiler Bürgerinnen und Bürgern die Besinnung zur Weihnachtszeit ermöglichen, wünscht sich das Pfarrehepaar Karin und Hans-Martin Rieger. «Heiligabend zum Mitnehmen heisst, dass alle Gottesdienstbesucher eine kleine Auf­merksamkeit (inklusive dem Predigttext) aus dem Geschenkkorb unter dem Weihnachtsbaum mitnehmen können.»

Dem Pfarrehepaar Rieger geht es darum, den Gottesdienstbesuchern in dieser Zeit mit der Weihnachtsbotschaft Zuversicht und Vertrauen weitergeben zu können, gerade in dieser Phase, in der man nur von Sorgen und Ängsten hört. Sie geben die Hoffnung nicht auf, dass doch noch eine andere Variante zum Zug kommt: Werden die Corona-Massnahmen gelockert, würden die beiden auch an den Weihnachtstagen Kurz­gottesdienste anbieten, in denen die weihnächtliche Gemeinschaft richtig erlebt werden kann.

Sylvia Mosimann

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