«Bauer, ledig, sucht» zu Gast in Heimiswil

| Mi, 27. Jan. 2021

HEIMISWIL: Der Jungbauer Ädu sucht in der aktuellen Staffel von «Bauer, ledig, sucht» nach der Frau, welche zu ihm passen könnte. Im Interview erklärt er die Beweggründe und stellt sich vor. awu

Wer regelmässiger Zuschauer der Sendung «Bauer, ledig, sucht ...» ist, durfte am Donnerstag, 14. Januar 2021, den 26-jährigen Jungbauer Ädu aus Heimiswil kennenlernen. Als «Berner Eiche» wurde er vorgestellt und man hatte das Gefühl, dass ihn so schnell nichts aus der Fassung bringt – jedoch Hauptdarsteller zu sein, war etwas Neues und Ungewohntes für ihn.
Ich durfte mit Adrian ein Telefoninterview führen und lernte einen Mann kennen, der mit seiner Heimat fest verwurzelt ist. Aufgewachsen ist er im elterlichen «Bureheimet» auf dem Gemeindegebiet Heimiswil (Kalt­acker), welches seit Generationen der Familie gehört. «Ds Bure» liegt ihm im Blut, als Berufswunsch stand jedoch auch Landschaftsgärtner zur Debatte. Er hat sich schlussendlich für die Landwirtschaft entschieden und will den Hof weiterführen, bis dahin hilft er seinem Vater. Sie sind ein Mischbetrieb, das heisst Fleischproduktion und Ackerbau. Die Fleischproduktion besteht einerseits aus Munimast, bei welcher Kälber aufgekauft, im Stall gefüttert und später geschlachtet werden. Mit einigen Tieren wird andererseits Weidemast betrieben. Diese haben etwas mehr Zeit, um «Fleisch anzusetzen», und wie man in der ersten Folge von «Bauer, ledig, sucht ...» sieht, sind diese Tiere sehr zutraulich und lassen sich von Adrian mit «Froue chömit» und einem Pfiff sehr gut abrufen. Da sein Zuhause mit Holz geheizt wird, ist Adrian viel im eigenen Wald und sorgt für Brennmaterial. Im Winter ist er zusätzlich bei der Gemeinde Heimiswil im Winterdienst tätig und sorgt vor allem in der Region Kalt­acker – Lueg – Rinderbach für geräumte Strassen. Der ehemalige Berufswunsch Landschaftsgärtner ist jedoch nicht ganz aus Adrians Leben verschwunden, arbeitet er doch bei Herrmann Gartenbau in Burgdorf als Landschaftsgärtner. Dies ist sein Haupterwerb und sein Arbeitgeber ist bereit, ihm die nötigen Tage für seine Landwirt- und Winterdienstarbeiten einzuplanen.

Anmeldung durch eine Arbeitskollegin
Wie kommt nun ein solcher Mann dazu, sich bei «Bauer, ledig, sucht ...» anzumelden? Ganz einfach: Eine Arbeitskollegin hat ihn angemeldet, er wusste von nichts. Die Produzenten haben versucht, Adrian anzurufen, aber weil er ja nicht wusste, was das soll, hat er nicht zurückgerufen. Die Produzenten blieben hartnäckig, schickten eine SMS und so nahm das Ganze seinen Lauf. Schlussendlich liess er sich überzeugen und dachte: «Nützts nüt, so schads nüt.» Seine Auserwählte, genannt die Hofdame, hatte er schnell gefunden, weil die Auswahl, vielleicht auch wegen Corona, klein war. Die Dreharbeiten, welche circa eine Woche dauerten, empfand Adrian als sehr intensiv. Bis am Abend war viel passiert und man war müde. Für das gegenseitige Kennenlernen (von ihm und der Hofdame) fehlte dadurch fast die Zeit in dieser kurzen Hofwoche. Er empfiehlt daher, mit der Hofdame nach den Dreh­arbeiten in Kontakt zu bleiben, damit man sich richtig kennenlernt.
Wieso müssen jedoch vor allem Landwirte ihre Frauen im Fernsehen suchen? Das habe sicher damit zu tun, dass man als Landwirt und Partnerin ziemlich sesshaft sein muss. Man ist an die Tiere und die Feldarbeit gebunden, hat Verantwortung und kann die nicht einfach jemandem übergeben. Ferien liegen zwar drin, ein Ersatz, welcher den Hof in dieser Zeit bewirtschaftet, kostet relativ «viel» Geld. Adrian sieht jedoch auch die Vorteile eines Landwirts. Die Tiere geben einem viel zurück, man ist sein eigener Chef, man kann sich die Arbeit einteilen und auch einfach mal aufs Bänkli sitzen und die Aussicht geniessen. Es ist unbestritten, dass man von der Bewirtschaftung kleinerer Landwirtschaftsbetriebe nicht mehr leben kann. Sein Vater arbeitet Vollzeit ausserhalb und auch Adrian ist ja nur in der Freizeit als Landwirt tätig. Einzig die Mutter ist den ganzen Tag vor Ort und schaut zum Rechten.
Adrian stellt klar, dass er sich verschiedene Lebensmodelle vorstellen kann. Wenn seine Partnerin Karriere machen möchte, würde er sein Pensum anpassen und zu Haus, Hof und Kindern schauen. Er würde seine Frau aber auch unterstützen, wenn sie Hausfrau und Mutter sein möchte. Wichtig ist, dass man solches gemeinsam regelt.
Ob die Hofdame die Liebe seines Lebens ist, wird hier nicht verraten. Aber ... wer weiss, immerhin wohnt er im Einzugsgebiet dieser Zeitung und wir werden es über «sieben Ecken» sicher erfahren. Spätestens aber bei Abschluss der aktuellen Staffel.
Ich durfte in diesem Interview einen aufgeschlossenen jungen Mann kennenlernen und hoffe, dass dies in den kommenden Folgen von «Bauer, ledig, sucht ...» auch zur Geltung kommt.

Alexandra Weber

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