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Spital Emmental trotzt 2020 der Pandemie

| Mi, 05. Mai. 2021

BURGDORF: Das Jahr 2020 stellte das Spital Emmental wegen der Pandemie vor grosse Herausforderungen. Trotz Corona konnte die Auslastung fast auf Vorjahresniveau gehalten werden. zvg

Wie fast alle Schweizer Spitäler litt auch das Spital Emmental vor allem im Frühjahr 2020 unter einem starken, coronabedingten Patientenrückgang. Die Auslastung der Spitalbetten lag während des Lockdowns im April/Mai 2020 teilweise unter 50 Prozent. Zudem musste das Spital Emmental beim Personal, bei der Infrastruktur und beim Verbrauchsmaterial grosse Vorhalteleistungen für die Bewältigung der Pandemie erbringen.
Dennoch gelang es dem Spital Emmental, den «normalen» Spitalbetrieb mit einem Minimum an Einschränkungen aufrechtzuerhalten und die zeitgerechte Behandlung aller Patienten/-innen sicherzustellen. CEO Anton Schmid: «Das gesamte Team hat während des ganzen letzten Jahres konstant eine tolle Leistung erbracht und ein hohes Engagement gezeigt. Zudem hat sich gezeigt, dass unsere zwei Standorte Burgdorf und Langnau während der Pandemie ein grosser Vorteil waren. Wir konnten so der Emmentaler Bevölkerung jederzeit eine wohnortnahe Versorgung anbieten, sowohl beim Testen und Impfen als auch in der Patientenpflege.»

Auslastung fast auf Vorjahresniveau
Das Spital Emmental behandelte letztes Jahr an den beiden Standorten Burgdorf und Langnau in allen Fachgebieten inklusive Psychiatrie insgesamt 84 239 Patienten/-innen (2019: 74 353). Die Zunahme von rund 13,3 Prozent  umfasst auch 12 343 Coronatests. Ohne Covid-Abstriche hat sich die Zahl der ambulanten Patienten (ohne Psychiatrie) um 3,8 Prozent reduziert. Bei den stationären Patienten (ohne Psychiatrie) betrug der Rückgang 2,9 Prozent. Dies geht aus dem Geschäftsbericht 2020 vom 28. April 2021 hervor.

Covid-Entschädigung vom Kanton
Die Konzernrechnung zeigt einen Verlust von 0,5 Millionen Franken (Vorjahr: Konzerngewinn 0,3 Millionen Franken). Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) beläuft sich auf 10,9 Millionen Franken (EBITDA-Marge 6,0 Prozent).
Das Ergebnis enthält eine Covid-19-­Entschädigung vom Kanton Bern in der Höhe von 4,2 Millionen Franken. Diese Entschädigung basiert auf der Covid-19-Notverordnung über Massnahmen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise im Gesundheitswesen und deckt einen Teil der Ertragsausfälle sowie der Personal- und Infrastrukturkosten für die Diagnostik und Behandlung von Covid-19-Patienten/-innen.

Angebot erneut erweitert
Mit der Einführung der geriatrischen Akutrehabilitation in Langnau, der Erweiterung der ärztlichen Versorgung in Langzeit-Pflegeinstitutionen und der Verstärkung der interdisziplinären Schmerztherapie konnte das wohnortsnahe medizinische Angebot 2020 erneut erweitert werden – trotz der pandemiebedingt deutlich erschwerten Rahmenbedingungen.
Auch in der Diagnostik hat sich das Spital Emmental deutlich weiterentwickelt. Neben der Etablierung eines neuen RIS (Radiologieinformationssystem) wurden auch die schnittbildgebenden Verfahren erneuert und modernisiert. zvg

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