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Der letzte Schultag nach 45 Jahren

| Mi, 07. Jul. 2021
Eugen Pfäffli mit seinen Schülern der Mittelstufe Kappelen

WYNIGEN: Nach 45 Jahren Schuldienst im Schulhaus Kappelen verabschieden sich das Lehrerkollegium, die Gemeinde und die gesamte Schülerschar vom Lehrer Eugen Pfäffli. Mit guten Gedanken wird er an seine Zeit dort zurückdenken. rst.

Kindergartenkinder, Unterstufen- und Mittelstufenschülerinnen und -schüler vom Schulhaus Kappelen mit ihren Lehrpersonen, der Gemeindevertreterin und der Schulleitung gaben mit ihrer Anwesenheit dem Lehrer Eugen Pfäffli die Ehre, an seiner Verabschiedung nach 45 Jahren Schuldienst dabei zu sein. Naémi Wyss verdankte als Präsidentin der Bildungskommission im Namen der Kommission und der Gemeinde seine langjährige Tätigkeit. Die Schulleiterin Gaby Liechti hielt Rückschau auf die sehr lange aktive Zeit, die gleich fünf Mal die gesamte Schulzeit bedeuten würde. Als 20-Jähriger, gerade aus dem Studium entlassen, wurde Eugen Pfäffli auf den 1. April 1976 als «Wanderlehrer» an die Schulen der Gemeinde Wynigen gewählt. «Wanderlehrer» zu sein bedeutete damals, in allen Schulhäusern der Gemeinde zu unterrichten, also im Dorf-Schulhaus, in Kappelen, in Mistelberg und in Rüedisbach. Das bedeutete auch, sich für mehrere Fächer vorzubereiten: Biologie, Französisch, Religion, Geschichte, Mathematik, Sport, Werken, Zeichnen und das Wahlfach Algebra. Bereits drei Jahre später übernahm er die 4. bis 6. Klasse der Mittelstufe im Schulhaus Kappelen als Klassenlehrer. Er forderte sie und freute sich über ihr Interesse und ihre Fortschritte. Eugen Pfäffli hat sich auch in den Ferienzeiten für alle Schulkinder von Wynigen engagiert. Während vielen Jahren bot er während den Sommerferien einen zweiwöchigen Schwimmkurs an, leitete über 50 Ski­lager, und die Herbstlager im Ferienheim im Eriz waren stets ein Abenteuer für die Kinder. Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Wyniger Kinderfeste, die vieler Fantasie und Vorbereitungen bedurften. Während seiner Lehrtätigkeit hat er etliche Veränderungen im Schulalltag erlebt. Neue Lehrpläne und neue Unterrichtsformen, zum Teil nur für kurze Zeit, die zusätzliche Weiterbildungen nach sich zogen, brachten viel Bewegung in die Schulzimmer. Während all den Jahren musste er sich nur gerade vier Tage wegen Krankheit oder Unfall beurlauben lassen.
Wenn Eugen Pfäffli nun am letzten Tag dieses Schuljahres und damit am letzten Tag seiner offiziellen Lehrtätigkeit das Schulgebäude in Kappelen verlässt, wird ihn ganz gewiss ein bisschen Wehmut ergreifen. Mit guten Gedanken und vielen Erinnerungen wird er auf seine Zeit in diesem Haus zurückblicken. Er war gerne dort und fühlte sich gut mit den Kindern vom Kappelen-Schulkreis.
Eugen Pfäffli freut sich darauf, mit guter Gesundheit in einen neuen Lebensabschnitt starten zu können. Die beiden Rednerinnen wünschten ihm alles Gute und seine Schülerinnen und Schüler erinnerten ihn mit einer Fotosammlung an vergangene Zeiten.
Im neuen Schuljahr werden die Sechstklässler die Oberstufe im Dorf besuchen. Die vielen guten Wünsche ihrer Kameradinnen und Kameraden werden sie begleiten. Ein grosses Danke der Lehrpersonen und der Kinder ging an Tom Howald, der im vergangenen Jahr in der Schule Wynigen-Seeberg seinen Zivildienst absolvierte und nun neue Wege geht.  
Verdiente Ehrung für Karin Hulliger
Mit grossem Engagement und Herzblut wirkt Karin Hulliger seit 35 Jahren im Schulhaus Kappelen. Naémi Wyss, die Präsidentin der Bildungskommission, verdankte im Namen der Kommission und der Gemeinde ihren bisherigen grossen Einsatz. Nebst dem normalen Schulbetrieb hat sie unzählige interessante und spannende Projekte zur grossen Begeisterung ihrer Schülerinnen und Schüler in Zusammenarbeit mit ihrer Kollegin Ursula Lehmann geplant und durchgezogen. Es gab den  «Schultag ohne Strom», die «Zirkusvorstellung» mit Zelt, Clown, Popcorn und allem Drum und Dran, das Musical «Chinderbrügg», «Handwerke aus alten Zeiten», «eine Informatikerin auf Besuch» und vieles mehr. Für sie ist es sehr wichtig, dass die Kinder mit Freude lernen und gerne die Schule besuchen.

Rosmarie Stalder

 

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