Geflüchtete Menschen geniessen die Abwechslung vom Alltag

| Mi, 21. Jul. 2021

REGION: Einer Gruppe von 38 Geflüchteten, welche in der Region Emmental wohnen, ermöglichte der Verein Kariim eine unvergessliche Ferienwoche in der Innerschweiz. zvg

Vor zwei Wochen hat der Verein Kariim ein Sommerlager in Weggis (LU) durchgeführt. Der Verein aus dem Emmental organisiert Lager und Events für geflüchtete Menschen in der Region. Dabei wird ihnen eine Abwechslung vom Alltag ermöglicht und sie lernen die Schweiz besser kennen.
Die Teilnehmenden waren zwischen 15 und 46 Jahre alt und setzten sich aus sieben verschiedenen Nationalitäten zusammen. Die Jugendlichen und Erwachsenen erwartete eine Woche voller Aktivitäten in der Region des Vierwaldstädtersees. Ein Highlight für viele war der Ausflug mit der Gondel auf die Klewenalp. Die anschliessende Wanderung zur Stockhütte und die Trottinettfahrt nach Emmetten war ein grosses Abenteuer. Auch die Hin- und Rückfahrt mit dem Schiff waren für viele sehr besonders. Im Seilpark Rigi konnten die Teilnehmenden hoch auf den Bäumen ihren Mut beweisen. Viele waren zum ersten Mal in einem Seilpark und haben die Herausforderung mit Freude angenommen. Zur Abwechslung fand auch ein Tagesprogramm in Luzern statt. Nach dem Sightseeing und dem Picknick am See durfte ein Besuch im Spiegellabyrinth nicht fehlen. Als Abschluss machte die ganze Gruppe eine Rundwanderung auf der Rigi und liess den Tag im Strandbad ausklingen. Die ganze Woche war geprägt von einer sehr guten Gemeinschaft zwischen verschiedenen Altersgruppen, Kulturen und Sprachen. Die anfänglichen Gruppierungen nach Herkunft lösten sich bereits am ersten Abend beim gemeinsamen Spielen und Tanzen auf. Es wurden viele Brücken zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten gebaut und Freundschaften sind dabei entstanden. Durch die verschiedenen Abendessen aus dem Jemen, aus Afghanistan, aus Eritrea und aus der Türkei konnten die Kochteams einen Teil ihrer Heimat mit allen teilen. Während der Woche gab es auch immer wieder Möglichkeiten, die Schweiz besser kennenzulernen. Zum Beispiel führte ein Jodler aus der Region einen Workshop durch. Die Geflüchteten machten mit viel Freude und Faszination mit und jodelten inbrünstig.  
Ermöglicht wurde dieses Lager durch Spenden von verschiedenen Institutionen wie Kirchen, Vereinen, Stiftungen wie dem Rotary Club, der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft und Privatpersonen.
Die Dankbarkeit und Freude an dieser Ferienwoche seitens der Teilnehmenden waren unglaublich gross. Dies zeigt eine der vielen Rückmeldungen am Abend nach dem Lager: «Dieses Lager war eine der besten Erfahrungen für mich. Ich habe viel gelernt und genossen. Vielen Dank!» zvg

 

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