Wie man zu Geld für eine Schlossrenovation kommen kann ...

| Mi, 21. Jul. 2021
So einfach ist die Geldbeschaffung für die Schlossrenovation nicht - auch für charmante Schlossherren wie Pensionär Martin (Kuno Jaeggi) nicht...

JEGENSTORF: Momentan laufen im Schloss Jegenstorf die Endproben für die diesjährige Produktion «Vive la France» – einem sommerlich-heiteren Stück, das dem Schloss Jegenstorf quasi auf den Leib geschrieben wurde. afu.

Zwei Jahre ist es her, seit die vier Pensionäre Peter, Ueli, Martin und Fred zusammen mit Martins Enkelin Geld ergaunert haben – und vor vier Monaten sind sie in ein Schloss in Südfrankreich eingezogen. Eigentlich wollten sie ja dort einen luxuriösen Lebensabend geniessen, hatten aber leider nicht auf der Rechnung, welche Unsummen so ein Schloss im Unterhalt verschlingt. Und bereits die Renovation soll zwei Millionen Franken kosten. Nun sind gute Ideen gefragt, wie das fehlende Geld aufgebracht werden kann. Wie allerdings die vier Herren und Enkeltochter Tabita dieses pekuniäre Problem lösen, sei an dieser Stelle nicht verraten …

Gelungene Fortsetzung, die bestens unterhält
Mit «Vive la France» hat Markus Keller eine wunderbare Fortsetzung des Stücks «Der grosse Coup» von vor zwei Jahren geschrieben – eine, die allen Besuchern/-innen einen sommerlich-leichten, lachmuskelanregenden Theaterabend bescheren wird: sowohl denjenigen, die den ersten Teil nicht kennen, wie auch denjenigen, die sich gewiss durch die eine oder andere Figur an die Produktion 2019 erinnern werden. Regisseur Reto Lang beweist wiederum sein untrügliches Gespür für eindrückliche Szenenbilder und die kleinen, aber wichtigen Details im Spiel. Er setzt die witz- und temporeichen Dialoge zu einem liebevoll augenzwinkernden, aber durchaus aus hie und da doppelbödigen Porträt einer Gesellschaft zusammen, die gerne auf der Sonnenseite des Lebens stehen möchte.

Regen verzögerte Probenarbeiten
Seit Mitte April proben die gut zwanzig Spieler/innen intensiv, was wegen der Anlässe im Schloss und wegen des vielen Regens seit Mitte Mai nicht immer ganz einfach war. «Die Spielenden – fast alle dieselben wie vor zwei Jahren – sind aber – oder vielleicht auch gerade dadurch – zu einem krisenresis­tenten Team zusammengewachsen», erklärt Reto Lang dazu. «Ich bin auf jeden Fall sehr stolz darauf, mit wie viel Engagement und Herzblut sie immer dabei sind und auch nicht reklamieren, wenn wir eine Probe abbrechen müssen oder wenn ich einen Szenenwechsel x-mal wiederholen lasse, damit wirklich jeder Einsatz perfekt sitzt. Das rechne ich ihnen allen hoch an.»

Kulinarisch und theatralisch leicht verdauliche Kost
Am Dienstag, 27. Juli 2021, werden die Schlossspiele Jegenstorf Premiere feiern – und bis am 19. September 2021 werden Besucher die heitere Sommerkomödie im Schlosspark geniessen können. Übrigens: Wer sich vor dem Theaterabend kulinarisch einstimmen möchte, kann dies im Obstgarten mit einem herrschaftlichen «Picknick-Korb» oder im Catering-Zelt bei mediterranen Gerichten tun. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall – kulinarisch wie theatralisch.

Andrea Flückiger

www.schlossspiele-jegenstorf.ch

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