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Bunter Flohmarkt und Schwelgen in Erinnerungen im Kreuzweg

| So, 12. Sep. 2021

REGION: Mit dem Flohmarkt im Kreuzweg-Schulhaus ist dessen Ära endgültig abgeschlossen. Viele «Ehemalige» gaben sich dabei ein Stelldichein. Was bleibt, ist bei vielen die guten Erinnerungen an die Schulzeit im «Chrüzwäg». smo

Zum Verkauf angeboten wurde alles: Mobiliar und Schulmaterial, das als grosses Sammelsurium aus Papier, Farben, Folien, Vorlagen oder Heften die Interessierten vor die Qual der Wahl stellte. In zwei Räumen, auf zwei Stockwerken sowie in Keller und Estrich herrschte Basar-Ambiente. Es gab kaum eine Kiste, die nicht «verlesen» wurde und letztendlich doch eine Käuferin oder einen Käufer fand. Lehrpersonen von regionalen Schulen und Kindergärten, ehemalige Schülerinnen und Schüler sowie weitere Interessierte fanden ein «Eldorado» vor und vertieften sich in altes Lehrmaterial und Bastel­utensilien.

Neuer Einsatz
Die Präsidentin der Schulkommission, Gabrielle Buri, und die Mitglieder Fabia Basler, Monique Berger, Stefan Leuenberger und Silvia Luginbühl betreuten in den einzelnen Räumen die Kunden oder Suchenden und verhandelten die Preise. Mit Genugtuung registrierte Silvia Luginbühl den Verkauf von Wandtafeln, alten Filmrollen oder Stühlen. Alles wird wieder genutzt in regionalen Schulhäusern, die Filmrollen kommen gar im Lichtspiel Bern wieder zum Einsatz. Wehmütig schaute auch ihr Mann Basil Luginbühl dem Ansturm zu, er hat hier seine ersten Schuljahre erlebt, ebenso wie seine Söhne. «Frau Neeser hiess die erste Lehrerin», erinnerte er sich. Schmunzelnd erzählte er dann von den Käsespänen, die es dazumal zum Znüni gab.

Trophäen aus der Schulzeit
Bei der Suche nach Erinnerungen fanden sich «Ehemalige» im Gespräch. Rauf und runter ging es im engen Treppenhaus, wurde Ware transportiert und das Erworbene avancierte zu Trophäen aus erlebter Schulzeit. Die Preise waren symbolisch, es musste kein Gewinn erwirtschaftet werden. Schulgemeindeverbandspräsident Felix Röthlisberger engagierte sich ebenfalls für diese Verkaufsaktion.

«Was übrig bleibt, wird von einem Hilfswerk übernommen, der Rest wird fachgerecht entsorgt», war von Gabrielle Buri zu erfahren. Auch für ihre Kinder wird «dr Chrüzwäg» immer ein Haus der Erinnerungen bleiben.

Sylvia Mosimann

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