«Ritas Schirmwelt» mit Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet
17.11.2021 Aktuell, Foto, Burgdorf, KulturDie Burgdorferin Rita Brodmann teilt den Preis mit Andrea Strotz, CEO der Schirmfabrik Strotz aus Uznach. Die beiden Frauen sorgen mit viel Leidenschaft dafür, dass Schirme zu langjährigen Begleitern werden.
Was ist nachhaltig an einem Schirm? Oft überhaupt nichts. Dann nämlich nicht, wenn man unterwegs ist, es zu regnen beginnt, man keinen Schirm dabei hat, im nächsten Geschäft irgendein billiges Exemplar kauft und dieses dann gedankenverloren beim Nachhausefahren im Zug vergisst. Schirme werden oft liegen gelassen. Dass das nicht mehr passiert, dafür setzt sich Rita Brodmann mit ihrer «Schirmwelt» ein. Die Idee ist so einfach wie bestechend: Sie bietet Schirme an, die so wertig und speziell sind, dass sie ihren Besitzerinnen und Besitzern ans Herz wachsen.
Diese Philosophie hat auch die «Schweizerische Gesellschaft für Ideen- und Innovationsmanagement «Idee-Suisse» überzeugt. Besonders gefreut hat sich Olaf J. Böhme, der Verbandspräsident der «Idee-Suisse», dass er den Goldenen Nachhaltigkeitspreis an zwei Frauen übergeben durfte, an Rita Brodmann und Andrea Strotz.
Gefreut hat sich auch die Burgdorfer Stadtratspräsidentin Karin Fankhauser, die ebenfalls zur Preisübergabe nach Zürich gereist ist. Sie erklärte: «Burgdorf ist nun auch die Stadt, in der eine Frau mit ihren Partnerinnen und Partnern dafür sorgt, dass wir alle auch beim ‹strübsten Hudelwetter im Schärmen› von A nach B gelangen können – und dabei erst noch bei jedem Schritt gemütsaufhellende Farbtupfer setzen.» Denn ein Schirm, den man in «Ritas Schirmwelt» kauft, ist selten einfach schwarz. Rita Brodmann erklärte an der Preisübergabe, dass es ihr wichtig sei, dass der Schirm zur Trägerin oder zum Träger passt: «Vor dem Spiegel sieht man schnell, ob das Gesicht bleich wird oder ob die Person zu strahlen anfängt.» Und noch etwas ist ihr wichtig: die Qualität. Sie setzt deshalb auf Schirme aus der Schirmfabrik Strotz in Uznach, der einzigen Schirmfabrik der Schweiz. Andrea Strotz leitet sie in der fünften Generation. Zur Nachhaltigkeit gehört, wie sie erklärt, dass die Materialien nah beschafft werden: die Stoffe aus Italien, die Holzgriffe aus Deutschland. Und: Die Firma verfügt über eine Reparaturwerkstätte. Wenn ein Schirm von Strotz kaputtgeht, wird er repariert. So sorgen Rita Brodmann und Andrea Strotz dafür, dass ein Schirm nicht nur ein Gebrauchsgegenstand ist, sondern ein treuer Begleiter fürs Leben.
Daniel Kaufmann

