Die Murri AG geht in junge Hände über
17.11.2021 Aktuell, Wirtschaft, Foto, Burgdorf«Ich freue mich, dass wir eine der bestmöglichen Lösungen gefunden haben», freut sich Kurt Murri, Inhaber der Malerei und Gipserei Murri AG. Ende Jahr zieht sich der 63-Jährige aus dem Unternehmen zurück, das sein Vater 1963 gegründet hatte. Dann übernehmen zwei Jüngere das Steuer: Sandro Hodler, langjähriger Mitarbeiter der Murri AG, und Marcel Suter, der ebenfalls 13 Jahre beim Malerei- und Gipsereiunternehmen gearbeitet hatte. Von aussen wird sich kaum etwas ändern: Der Name Murri AG bleibt erhalten, Projektleiter Sandro Hodler wird auch zukünftig seiner Funktion treu bleiben und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens behalten ihre Arbeitsstellen.
Eine Chance für die junge Generation
Für Kurt Murri ist klar: «Das ist für die neuen Geschäftsführer eine Riesenchance. Ein Geschäft braucht junge Leute mit frischem Elan. Ich habe für mich den richtigen Zeitpunkt gesehen, um mich zurückzuziehen.» Und die jungen Leute scheinen die nötige Energie und Motivation zu haben, um die Murri AG in eine gesunde Zukunft zu führen. «Wir sind jung und wir wollen Gas geben. Unser Ziel ist es, uns stetig zu verbessern», sagt Marcel Suter. Der 37-Jährige schloss seine Lehre bei der Murri AG ab und war insgesamt 13 Jahre dort beschäftigt – ein grosser Vorteil, wie sich alle einig sind. «13 Jahre sind eine lange Zeit. Es fühlt sich wie ein ‹Zurückkommen› an. Sehr schön ist auch, dass man immer noch viele Mitarbeitende im Betrieb kennt», so Suter.
Auch Kurt Murri freut sich, einen ehemaligen Lehrling als neuen Geschäftsinhaber willkommen zu heissen und dass die Zukunft des Unternehmens gesichert ist: «Wenn ein Betrieb schliessen muss, geht immer etwas verloren. Ich bin froh, dass die Murri AG weiter bestehen kann. Das Echo der Mitarbeitenden war ebenfalls sehr gut. Sie freuen sich, dass jemand das Geschäft übernimmt, den sie bereits kennen und schätzen. Für mich ist es am wichtigsten, dass es für alle stimmt.» Der 34-jährige Sandro Hodler, welcher zukünftig Mitglied der Geschäftsleitung wird und seine Position als Projektleiter behält, ist bereits seit 2003 ein fester Teil der Murri AG.
Einen Namen gemacht
Von der Gründung in Mötschwil 1963 mit dem Warenlager in der eigenen Garage bis zum jetzigen Standort an der Buchmattstrasse 44 hat sich die Firma in Burgdorf einen Namen aufgebaut. Heute beschäftigt die Murri AG 15 Mitarbeitende und zwei Lehrlinge. Auch Susanne Murri wie auch die beide Töchter haben seit Jahren in diesem familiären Betrieb mitgearbeitet.
Familie und Firma
«Es ist uns wichtig, dass trotz unserer Arbeit für das Unternehmen unsere Familien nicht zu kurz kommen», sind sich Suter und Hodler einig. «Unsere Familien unterstützen uns und geben uns viel zurück.» Beide wohnen in Burgdorf und sind als junge Familienväter stark verwurzelt: Marcel Suter ist Vater von drei Töchtern, Sandro Hodler von einer Tochter und einem Sohn.
Die Übernahme der Murri AG ist für Hodler und Suter tatsächlich die Realisierung eines Jugendtraumes. «Bereits in der Lehre haben wir zusammen gewitzelt, dass wir irgendwann unser eigenes Geschäft gründen», erinnert sich Marcel Suter. «Aber ein bestehendes Geschäft zu übernehmen ist natürlich viel besser, als ganz bei null anzufangen.» Projektleiter Sandro Hodler freut sich auf die Zukunft: «Es wird eine spannende Zeit, welche auch mehr Verantwortung und Selbstständigkeit bedeutet.»
Kurt Murri selbst wird weiterhin in Burgdorf bleiben. «Hier gefällts mir gut. Egal wo ich mich hinsetze, ich kenne immer jemanden», witzelt der 63-Jährige. Der treuen Kundschaft und den langjährigen Mitarbeitenden möchte er seinen Dank aussprechen.
Die Zukunft der Murri AG liegt nun in den Händen der jungen Generation und es ist an ihnen, sich zu beweisen und aus der neuen Chance das Bestmögliche zu machen.
David Kocher
www.murri-ag.ch

