53. Generalversammlung der Hallenbad AG Burgdorf
10.06.2026 Aktuell, Sport, Aktuell, BurgdorfUrs Gnehm, der vor einem Jahr zum VR-Präsidenten der Hallenbad AG gewählt worden war, begrüsste die 44 anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre vergangenen Mittwoch zur 53. Generalversammlung im Restaurant Treff in der Tennishalle in Burgdorf.
Gnehm stellte seine Tätigkeit unter das Motto «Bewährtes neu denken». Damit lobte er die Erfolgsgeschichte des Hallenbads, die seit über 50 Jahren geschrieben wird. Um einen Dienstleistungsbetrieb aufrechtzuerhalten, brauche es Ideen, Mut und Menschen, aber auch Kapital. Gute Voraussetzungen für den Erfolg biete das motivierte Personal unter der Co-Geschäftsleitung von Martin Hohl und Martin Rothenberger.
Das Hallenbad steht vor grossen Herausforderungen, denn nach 50 Jahren sind das Gebäude und die Technik in die Jahre gekommen. Darum ist der Entscheid gefallen, ein neues Hallenbad zu bauen. Die Festlegung des Standorts sei schwierig, zumal sich das Bad in einem städtebaulich wichtigen Areal mit geschützten Bauten befinde. Die Abklärungen erfordern darum viel Zeit. Der Verwaltungsrat arbeitet eng mit der Stadt zusammen, um die beste Lösung zu finden, die für zwei Generationen Bestand haben muss. Die Richtung der Planung sei wichtiger als die Geschwindigkeit, so Gnehm.
Das Motto «Bewährtes neu denken» gelte auch für die Infrastruktur, die ständig überprüft und gewartet wird, damit der Betrieb in den Bereichen Schwimmen, Fitness, Gesundheit und Wellness reibungslos abläuft. Wichtig sei die Zufriedenheit der Gäste.
Der teilweise erneuerte VR hat sich im vergangenen Jahr hauptsächlich um einen reibungslosen Betrieb, finanzielle Stabilität und das geplante Neubauprojekt gekümmert.
Traktanden einstimmig genehmigt
Die Traktanden wurden zügig behandelt und einstimmig genehmigt. Der Finanzbeauftragte Stephan Schärer verdeutlichte bei der Präsentation der Jahresrechnung, wie sich die Finanzen nach der Coronakrise langsam erholen. Dass das Führen eines Hallenbads eine kostspielige Angelegenheit ist, zeigten die Investitionskosten von rund 7 Millionen Franken und Ausgaben für Unterhaltsarbeiten von rund 5,6 Millionen Franken während den letzten 25 Jahren.
Verabschiedung von aktiven Frauen
Charlotte Gübeli nahm vor 13 Jahren als Vertreterin des Gemeinderates Einsitz im VR der Hallenbad AG. Gnehm bedankte sich für die aktive Zusammenarbeit. Er bedauerte, dass der VR nun lediglich aus Männern bestehe. Gübeli wird trotzdem vorerst nicht ersetzt, da mit den verbleibenden sechs Personen des VR alle aktuell benötigten Kompetenzen gut vertreten sind.
Sue Rihm, welche sich als Schwimmlehrerin verdient gemacht hat, geht Ende dieses Quartals in Rente. Mit Wehmut verabschiedete sie sich nach 41 Jahren und 10 Monaten vom Hallenbad. Tun zu können, was man liebe, sei ein Geschenk, das sie all die Jahre geschätzt habe, erklärte Rihm.
Nach der Generalversammlung lud die Hallenbad AG die Anwesenden zu einem Nachtessen ein.
Text und Bild: Helen Käser

