Ein Hoch auf die Schweizer Mühleräder
20.05.2026 LützelflühWie seit über zwanzig Jahren fand auch in diesem Jahr am Samstag nach Auffahrt wieder der Schweizer Mühlentag statt, der jeweils von der Vereinigung Schweizer Mühlenfreunde durchgeführt wird. Dieser leistet damit Öffentlichkeitsarbeit und engagiert sich seit vielen Jahren für den Erhalt und die Vermittlung der Schweizer Mühlenkultur. Weit über hundert historische Mühlen nehmen jedes Jahr daran teil. Interessierte Besucherinnen und Besucher erhalten jeweils die Gelegenheit, von Fachpersonen zu erfahren, wie alte Mühlen funktionieren und was sie vor vielen Jahren an die Mitarbeitenden der Mühlen für Anforderungen gestellt haben. Auch die Kulturmühle Lützelflüh machte mit und nahm am vergangenen Samstag die alten Maschinen in Betrieb.
Das Heimatbuch von Lützelflüh
Viel Anklang fand auch die Vorstellung des Heimatbuchs von Lützelflüh, zu der der Gemeinderat Lützelflüh und Hans Minder, der bekannte Lokalhistoriker und Genealoge (Ahnen und Familienforscher) eingeladen hatten. Hans Minder arbeitet seit geraumer Zeit zusammen mit zahlreichen Helferinnen und Helfern am Heimatbuch von Lützelflüh. Das interessante Werk mit einem Umfang von 1300 Seiten steht kurz vor der Vollendung. Hans Minder betonte, dass er und seine Helfenden fest auf die Mithilfe jener angewiesen seien, die in Lützelflüh aufgewachsen sind und sich an Gebäude, an Firmen, an landwirtschaftliche Betriebe und die Menschen erinnern, die dort gewohnt und gearbeitet haben. Im Heimatbuch wird dokumentiert, wie sich die Gemeinde in der Landwirtschaft, im Gewerbe und in der Industrie entwickelt hat.
Neben den interessanten Informationen «vom Korn zum Mehl» bot die Kulturmühle ein attraktives Rahmenprogramm. Zusätzlich zum Verkauf von Mehl und anderen Spezialitäten sorgte die Festwirtschaft mit leckeren Angeboten dafür, dass niemand mit Hunger oder Durst nach Hause gehen musste und auch nicht ohne Dessert, denn die Landfrauen Lützelflüh zogen zahlreiche Besucherinnen und Besucher mit dem feinen Duft der «Öpfuchüechli» an ihren Stand. Grosse und kleine Gäste backten mit Begeisterung ihr Schlangenbrot über der offenen Feuerstelle. Für die Kleinen gab es das Angebot beim Kasperlitheater und beim Fahne bemalen und für die musikalische Unterhaltung sorgten die Geschwister Sandra, Claudia und Michaela Moser mit ihren Jodelliedern. Es fühlte sich an wie ein kleines Dorffest. Monika Gfeller, die Leiterin der Geschäftsstelle der Kulturmühle Lützelflüh freute sich, dass sich trotz Regenwetter und tiefen Temperaturen so viele Gäste auf dem Gelände der Kulturmühle einfanden.
Text und Bilder: Rosmarie Stalder

