Internationales Tischtennisturnier in Kirchberg
01.07.2026 Aktuell, Gesellschaft, Aktuell, SportBereits zum dritten Mal in Folge wurde in der Sporthalle Grossmatt Kirchberg das einzige internationale «Ping Pong Parkinson Turnier» der Schweiz durchgeführt. Erstmals nahmen auch Frauen in einer eigenen Kategorie daran teil. «Hinter dem Gedanken, dieses Turnier zu organisieren, steht die Aussage: Tischtennis tut bei Parkinson nachweislich gut», sagte OK-Präsident Eugen Merz. Mit seiner Familie ist er Initiator für die Organisation Ping Pong Parkinson. Der Reinerlös dieser beiden Sporttage fliesst zu hundert Prozent in den Ausbau wohnortsnaher Trainingsangebote im Espace Mittelland.
«Europäische Beteiligung, regionale Wirkung», das ist Eugen Merz, den Veranstaltern und etwa 50 freiwilligen Helferinnen und Helfern wichtig.
Zusammenhalt
Gegen 100 Sportlerinnen und Sportler mit den verschiedensten Handicaps durch Parkinson stellten sich an zwei Wettkampf- oder Spieltagen den Herausforderungen internationaler Regeln. Sie kamen aus der Schweiz, aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Belgien und gar aus Schweden und begegneten sich mit dem Motto: «Nicht nur die Leistung zählt, sondern auch die Begegnung, das verbindende Miteinander, die entstandenen Freundschaften, der gelebte Zusammenhalt.»
«Bewegung wirkt am stärksten, wenn sie gemeinsam erlebt wird», weiss Eugen Merz. Er ist unter anderem in Kirchberg Tischtennistrainer und dabei sind für ihn eine tolle Atmosphäre, gegenseitige Unterstützung und Freude prägend. «Menschen mit unterschiedlichsten Krankheitsbildern und Voraussetzungen trainieren miteinander und stellen fest, dass sie dadurch nicht nur körperlich, sondern auch sozial gewachsen sind».
Grenzen
Renzo bestätigt dies, er ist heuer nicht als Spieler, sondern als Fotograf unterwegs, ist dennoch vom Sportsgeist und von der Wettkampffreude aufgeregt. Jolanda, seit drei Jahren mit
der Ping-Pong-Parkinson-Truppe unterwegs, möchte die Bewegung und Herausforderungen im Spiel nicht mehr missen und Karin geniesst neben Sportgeist und Spielfreude die vielen zwischenmenschlichen Begegnungen. Dabei sein heisst, dazugehören, was dank der Empathie von Eugen Merz leicht gemacht wird. Der persönliche Erfolg sei der Ansporn, über die gesundheitlichen Grenzen hinauszuwachsen durch die Bewegung von Körper und Geist, sind sich einige Spieler in der Spielpause einig. Auf «spel, sport, och nöje» (Spiel, Sport und Spass) freute sich eine Schwedin im Rollstuhl. Die Freude war ihr anzusehen und es bedurfte eigentlich keiner Übersetzung. Abwechselnd waren die 16 Spieltische besetzt und ploppendes «Ping Pong» füllte die Halle mit Leben und Sommerhitze. Am Buffet sorgten Freiwillige für leibliches Wohl und Abkühlung mit Ventilatoren.
Text: Sylvia Mosimann
Bilder: Fritz Steiner









