Mit einem Schmunzeln nach Hause
23.08.2026 Kultur, Kultur, Vereine, Rüegsauschachen, MusikEine stattliche Anzahl Besucherinnen und Besucher fand sich am Samstagabend im Kirchgemeindehaus Rüegsauschachen ein, um den Berner Chansonnier Rolf Marti zu erleben. Eingeladen hatte ihn die Kulturgruppe Ezetera der reformierten Kirchgemeinde Rüegsau.
Im Zentrum des Abends standen hauptsächlich seine eigenen Lieder und Texte. Zum Programm gehörten die Klassiker «Grübli», «Frösch» und «Tigtag» ebenso wie die neueren Stücke «Dr Herr Däge» und «Pyjama». Eine sorgfältig austarierte Balance zwischen Humor und nachdenklichen Tönen prägte den Abend. Das Publikum hörte aufmerksam zu, lachte oft und dankte mit herzlichem Applaus.
Im Gespräch erläuterte der Chansonnier auch, wie seine Chansons entstehen. Am Anfang fliege ihm die Melodie zu und der Text entwickle sich nach und nach. Die so entstandenen Lieder und Texte hätten für ihn eine besondere Bedeutung: «Jedes Lied und jeder Text liegt mir am Herzen, sonst würde ich sie nicht bringen.» Mit seinen Texten will er in erster Linie gut unterhalten. Wer möchte, soll jedoch auch über das Gehörte nachdenken können.
Pfarrer Schwarz, Gründer und Mitglied der Kulturgruppe Ezetera, hatte den Künstler bei einem früheren Auftritt kennengelernt. Diese eindrückliche Erfahrung wollte er nun mit der Kirchgemeinde und weiteren Interessierten teilen. Für ihn erfüllt die Kirche damit auch einen Kulturauftrag. Sie bietet lokalen Künstlerinnen und Künstlern eine Bühne und schafft Gelegenheiten, bei denen Menschen zusammenkommen und sich austauschen können.
Wie wichtig ihm solche Begegnungen sind, zeigte sich auch in seinem Wunsch für den Chansonabend, der gut eine Woche vor seiner Pensionierung am 31. August 2026 stattfand: «Es würde mich freuen, wenn eine gute Anzahl Zuschauerinnen und Zuschauer kommen und mit einem Schmunzeln nach Hause gehen.»
Text und Fotos: Erwin Geiger




