Besonderes Musikerlebnis in Rüegsauschachen
03.06.2026 Rüegsauschachen, RüegsauDas Publikum dürfe sich auf ein aussergewöhnliches Musikmenü mit der Band «Pfaffenrock» freuen, sagte Jürg Hantz von der Kulturgruppe Ezetera in seinem Grusswort vor dem Konzert. Der Saal des Kirchgemeindehauses im Schachen war randvoll besetzt: Pfarrer Stefan Schwarz war einer der angesagten Musiker des Abends.
Vorspeise, Hauptgang und Dessert boten René Kissling, Ändu Studer, Kurt Schori, Markus Niederhäuser, Stefan Schwarz und Pascal Mösli, die Stimme der Band. Die Musiker wurden als Pfarrer Schwarz und seine «Jungs» vorgestellt. «Oldies» in einer Klangfülle, die faszinierte, eroberten vom ersten Takt an die Herzen des Publikums. Musikalische Geschichten trafen auf grandiosen Groove und Arrangements zwischen Blues und Pop.
Vorspeise
«Black Saloon» alias Beatrix Stuber (Bass/Gesang) und Stefan Schwarz (Gitarre/Gesang) waren die Vorgruppe dieses konzertanten Spektakels, das mit «Honey Moon Blues» von Robert Johnson den ersten Leckerbissen bot. Dunkle Herztöne, fliessende Harmonik und epische Texte spielten mit den Assoziationen des Publikums und waren Ausdruck der Vielgestaltigkeit in der Wiedergabe von
Gefühlen.
Hauptgang
Es muss tief in die Kiste der Superlative gegriffen werden, um dieses rhythmische Feuerwerk zu würdigen, das die «Jungs» zündeten. Die Musik ging unter die Haut und stellte Melodien und Interpreten gleichermassen in den Mittelpunkt. Sie weckten Erinnerungen an Roger Miller, Bob Seger und die Beatles, aber auch an Polo Hofer, den heimischen grossen Liedermacher mit Herz.
Pascal Mösli moderierte die einzelnen Interpretationen herzlich und humorvoll sowie mit fundiertem Hintergrundwissen. Als Sänger brillierte er ebenso wie Ändu Studer mit einem Solo am Bass und Stefan Schwarz an der Gitarre.
In dieser Formation erwies sich die Band als fein abgestimmtes Kollektiv: hoch musikalisch, stets differenziert und mit einem guten Schuss Musizierfreude. Sie begeisterte mit jener Anmut, die keine andere Absicht kennt als die Kunst, Freude zu bereiten – energiegeladen und zugleich eine Einladung zum Zurücklehnen oder Mitsingen. Die Lippenbewegungen im Publikum zeugten von Textsicherheit und dem grossen Wiedererkennungswert des Gebotenen.
Dessert
Seit mehr als 40 Jahren kennen sich die Musiker von «Pfaffenrock», seit zehn Jahren musizieren sie gemeinsam. Fünf Pfarrer und ein Psychologe, die über die «Exegese»-Gruppe zueinandergefunden haben. «Exegese» steht für den Prozess des sorgfältigen analytischen Studiums der Bibel (Zitat).
Die Musiker waren ein eingespieltes Team und bewiesen in ihrem Konzert einmal mehr Volksnähe und Miteinander. Für das «Dessert» – die Kollekte – war dann das Publikum selbst verantwortlich.
Sylvia Mosimann






