Das Spital Emmental baut seine Behandlungskapazitäten aus
23.09.2026 Aktuell, Aktuell, Burgdorf, Gesellschaft
Das Spital Emmental erhöht seine Behandlungskapazitäten schrittweise. Am Standort Burgdorf werden insgesamt zehn zusätzliche stationäre Betten geschaffen. Am Standort Langnau wird die geriatrische Akutrehabilitation im kommenden Jahr auf acht Betten erweitert. Auf dem Notfall in Burgdorf sollen zudem zwei zusätzliche Behandlungsplätze zur Verfügung stehen. Damit erweitert das Spital seine Möglichkeiten, Patientinnen und Patienten wohnortnah zu behandeln.
Zehn zusätzliche stationäre Betten in Burgdorf
Am Standort Burgdorf werden auf zwei Stationen zusätzliche stationäre Betten geschaffen. Ab 1. November 2026 stehen vorerst fünf, ab 1. Januar 2027 weitere fünf Betten zur Verfügung. Die zusätzlichen Kapazitäten werden zunächst saisonal betrieben und sollen insbesondere die erwartete höhere Auslastung während der Herbst- und Wintermonate auffangen. Die räumlichen Voraussetzungen sind vorhanden: Die bestehende Infrastruktur ermöglicht eine Erhöhung um insgesamt zehn Betten.
«Die steigende Nachfrage nach stationären Behandlungen ist grundsätzlich eine erfreuliche Entwicklung, denn sie zeigt, dass die Menschen aus der Region auf die medizinische Versorgung des Spitals Emmental zählen. Mit der schrittweisen Öffnung der zusätzlichen Betten können wir mehr Patientinnen und Patienten in der Region behandeln», sagt Danny Wey, Chief Nursing Officer (CNO).
Zum zusätzlichen Bedarf an stationären Betten tragen insbesondere die stetig zunehmende Nachfrage, eine zunehmend älter werdende Bevölkerung, die Weiterentwicklung der orthopädischen Versorgung sowie saisonale Schwankungen beim Patientenaufkommen bei. «Unser Ziel ist es, die vorhandenen Ressourcen optimal zu nutzen und gleichzeitig genügend Kapazitäten bereitzustellen. Die zusätzlichen Betten geben uns den nötigen Spielraum, um auf die steigende Nachfrage reagieren zu können», so PD Dr. med. Robert Escher, Chefarzt und Leiter der Medizinischen Klinik.
Geriatrische Akutrehabilitation in Langnau wird erweitert
In Langnau wird das Angebot für ältere Patientinnen und Patienten ausgebaut. Die geriatrische Akutrehabilitation wird Anfang 2027 von aktuell sechs auf zunächst acht Betten erweitert. Für 2028 ist eine weitere Erhöhung auf insgesamt zehn Betten vorgesehen. Die geriatrische Akutrehabilitation richtet sich an Patientinnen und Patienten ab 70 Jahren, die aufgrund einer Erkrankung oder eines Unfalls hospitalisiert sind und während ihres Spitalaufenthalts eine gezielte Rehabilitation benötigen. Bereits während der Akutphase kommen verschiedene Therapie- und Behandlungsangebote wie Physiotherapie, Ergotherapie oder Ernährungsberatung zum Einsatz. Ziel ist es, Immobilität, Mangelernährung und den Verlust von Alltagskompetenzen zu verhindern und die Selbstständigkeit der Patientinnen und Patienten zu erhalten oder wiederherzustellen.
Der Ausbau trägt der steigenden Nachfrage nach diesem spezialisierten Angebot Rechnung. Die geriatrische Akutrehabilitation hat sich im Spital Emmental über die vergangenen Jahre etabliert und bewährt. «Der Bedarf an geriatrischer Akutrehabilitation nimmt zu. Ältere Menschen profitieren davon, wenn die Rehabilitation bereits während des Spitalaufenthalts beginnt und die verschiedenen Berufsgruppen eng zusammenarbeiten. Unser Ziel ist, dass die Patientinnen und Patienten möglichst selbstständig in ihren Alltag zurückkehren können», sagt Chefarzt Robert Escher.
Zwei zusätzliche Behandlungsplätze im Notfall
Auch im Notfall in Burgdorf soll die Behandlungskapazität weiter angepasst werden. Zwei Behandlungsplätze, die aufgrund der heute anderweitigen Nutzung der Räumlichkeiten frei werden, sollen wiederhergestellt werden. Denn die Nachfrage nach Notfallbehandlungen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen: Zwischen 2024 und 2026 haben die Notfallkonsultationen am Spital Emmental um rund sieben Prozent zugenommen. «Der Trend hält seit Jahren an und wir werden auch in den kommenden Jahren weitere Anpassungen vornehmen müssen», schätzt Chefarzt Escher die Situation ein.
Text und Bild: zvg
