Der Berner Ralph Stadler ist neuer Zentralpräsident

  24.06.2026 Fussball, Sport

An den Veteranentagen des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) in Winterthur gab Hansruedi Jakober (Sektion Innerschweiz) nach 18 Jahren das Präsidium an Ralph Stadler (Sektion Bern) weiter. Am stimmungsvollen Anlass war auch eine Delegation der Sektion Oberaargau-Emmental vor Ort. Die Sektion Winterthur – diesmal mit Ursula Staufer als OK-Präsidentin – hatte die Veteranentage bereits in den Jahren 1973, 1981 und 2006 durchgeführt. Für den Auftakt des diesjährigen Traditionsanlasses in Winterthur sorgte die Präsidentenkonferenz. Die Sektion Oberaargau-Emmental war mit Präsident Mario Kochan (Langenthal) vertreten. Zentralpräsident Hansruedi Jakober (auch Präsident der Sektion Innerschweiz) verkündete den Präsidentenwechsel der Sektion Nordwestschweiz, in der – nach 15-jähriger Tätigkeit – Peter Bochsler sein Amt an Sybille Meder abgetreten hat. 
«Leider mussten wir von 191 Personen für immer Abschied nehmen», so Hansruedi Jakober. Unter Berücksichtigung der geworbenen Neumitglieder und der Austritte ergibt sich ein Rückgang von 188 Mitgliedern. Somit beträgt der Mitgliederbestand per 31. Dezember 2025 9257 Personen – davon 950 Frauen. Jakober forderte die Präsidenten der Sektionen auf, der Mitgliederwerbung höchste Beachtung zu schenken und vor allem zu versuchen, jüngere Mitglieder zu gewinnen. Die aus 23 Sektionen bestehende SFV-Veteranenvereinigung verfügt über ein Gesamtvermögen von 88 600 Franken. Die Sektionen bezahlen der Zentrale unverändert 4.50 Franken pro Mitglied. 
Der Samstagnachmittag war geprägt von einem attraktiven Rahmenprogramm. Es standen Stadtführungen, der Besuch des Stadions Schützenwiese und der Besuch des Schlosses Kyburg zur Auswahl. Das abendliche Festbankett im reformierten Kirchgemeindehaus bot neben kulinarischen Köstlichkeiten musikalische Unterhaltung mit der Showband Heinz-Günther-Heinz sowie mit Daniel Borak, der an der Stepptanz-Weltmeisterschaft in Deutschland schon elf Goldmedaillen gewonnen hat. Moderatorin Vanja 
Niggli konnte zudem viele Formationen mit Jung-Tänzerinnen und -Tänzern präsentieren, die für Farbtupfer sorgten. Ihre herzerfrischenden Darbietungen wurden von den insgesamt 230 Anwesenden entsprechend herzlich beklatscht. Viel Beifall erntete zudem der Zürcher Nationalrat Martin Hübscher für seine prägnante Rede. 
Höhepunkt des Sonntags war die Landsgemeinde, die für Präsident Hansruedi Jakober Schlusspunkt seiner 18-jährigen erfolgreichen Tätigkeit war. Er wurde mit Standing Ovations verabschiedet. Ebenfalls verabschiedet wurde Marcus Halbeck, Präsident der Sektion Bodensee-Rheintal, der dem SFV-Vorstand sogar 21 Jahre angehört hatte. Beide, Hansruedi Jakober und Marcus Halbeck, wurden bei ihrem Abschied zu Ehrenmitgliedern ernannt. Aus dem SFV-Vorstand trat zudem Paolo Locarnini (Sektion Tessin) zurück, der durch seinen Sektionskollegen Pierino Lardi ersetzt wird. Die beiden bisherigen Vorstandsmitglieder Georges Fillistorf (Sektion Neuchâtel-Montagnes) und Hanspeter Metzger (Sektion Zürich) bleiben dem Vorstand erhalten. Dieser erfährt Verstärkung durch Cornelia Albrecht (Sektion Schaffhausen) und Maurice Riedo (Sektion Jura). Viel Lob erhielt die mündliche Übersetzerin Corinne Müller.
An der Landsgemeinde stehen jeweils die Ehrungen im Fokus. Auch dieses Jahr war die Sektion Bern beim Werben von 72 Neumitgliedern am erfolgreichsten gewesen und verdiente sich neben einer Urkunde 600 Franken. Prämienberechtigte Sektionen waren drei weitere Sektionen, die prozentual zu ihrer Mitgliederzahl mehr als 8 Prozent zulegen konnten: 1. Thurgau (11,49 Prozent), 2. Graubünden-Liechtenstein-St. Gallen (8,82 Prozent), 3. Bodensee-Rheintal (8,49 Prozent). Ein Geschenk erhielten auch die beiden mit Jahrgang 1935 ältes­ten Teilnehmer an den Veteranentagen in Winterthur. Erneut dabei: Bini Frei, ein in Wettingen wohnhaftes Ehrenmitglied der Sektion Baden. Je einen Gutschein für 10-jährige Vorstandstätigkeit verdienten sich Eveline Karrer (Sektion Bodensee-Rheintal), Werner Hemmerle (Sektion Graubünden-Liechtenstein-
St. Gallen), Thomas Peter (Sektion Schaffhausen), Thomas Bommer und Stephan Häusermann (beide Sektion Thurgau). Mit der goldenen Ehrennadel für 5-jährige Tätigkeit in einem Sektionsvorstand ausgezeichnet wurden weitere acht Personen. Kulinarisch schloss der Sonntag mit Schweinsbraten und Kartoffelgratin – musikalisch begleitet von der Formation «Total Allenspach».
Kurt Röthlisberger, von 1990 bis 1994 fünfmal in Serie Schweizer «Schiedsrichter des Jahres» und 1993 beim Champions-League-Final Olympique Marseill – AC Mailand (1:0) im Einsatz, wird mit seinem Helferteam der Sektion Aarau und Umgebung als OK-Präsident den Veteranentag vom 12. Juni 2027 in Suhr auf die Beine stellen. Erstmals wird der Anlass nur noch einen Tag dauern. Röthlisberger gibt sich optimistisch und hofft auf über 300 Teilnehmende. In den vergangenen Jahren sank die Anzahl der Teilnehmenden kontinuierlich auf aktuell 230 – wie jetzt in Winterthur. Früher waren es über 400 – und die Sektion Oberaargau-Emmental war mit 20 bis 30 Interessierten vor Ort. Jetzt, im Juni 2026, war diese Sektion nur noch mit fünf Personen vertreten. Die Veteranentage 2028 werden von der Sektion Vaudoise ausgerichtet und in Vevey sowie Montreux durchgeführt. Der Zentralvorstand erhofft sich jetzt Sektionen, die sich fürs Jahr 2029 bewerben.

Text und Bild: Hans Mathys

 


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