Feierliche Eröffnung des Neubaus in der Gartenbauschule Oeschberg

  29.04.2026 Aktuell, Aktuell, Bildung / Schule, Foto, Koppigen

Die Gartenbauschule Oeschberg hat am vergangenen Freitag ihre neuen Gewächshäuser und den Blumenladen nach intensiver Bauzeit feierlich eröffnet. Die moderne und nachhaltige Infrastruktur schafft optimale Bedingungen, für die Ausbildung der Lernenden, aber auch für Kreativität und Entwicklung.
In Betrieb genommen worden waren die neuen Gewächshäuser und der Blumenladen bereits im vergangenen Herbst. Dies nach einer rund eineinhalbjährigen intensiven und spannenden Bauphase. Der Bezug der neuen Gärtnerei war für die Mitarbeitenden und Lernenden ein aufregendes und bedeutendes Kapitel gewesen. Nach einer langen Vorbereitungszeit konnten die modernen Räumlichkeiten endlich auch genutzt werden. Viele neue Abläufe müssen sich noch einspielen. Neugier, Engagement und Teamgeist sind gefragt. Die neue Infrastruktur soll die tägliche Arbeit und auch den praktischen Unterricht mit den Lernenden erleichtern. Der Start in den neuen Arbeitsalltag war geprägt von Aufbruchstimmung und Vorfreude auf das, was nun entstehen kann. Die Gartenbauschule präsentiert sich als inspirierender Ort des Lernens, des Wachstums und der Kreativität. Hier sollen Lernende gefördert und Berufsbildner/innen, Lehrpersonen und Besuchende gleichermassen angesprochen und begeistert werden.
Die Eröffnungsfeier der neuen Gewächshäuser und des Blumenladens markierte am vergangenen Freitag einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung dieser traditionsreichen Ausbildungsstätte. Im Sommer 2024 war nach der Durchführung der ÖGA der Startschuss für die Bauarbeiten gefallen – ein zukunftsweisender Schritt, der nun mit der offiziellen Einweihung seinen feierlichen Höhepunkt fand. Entstanden sind sieben moderne Gewächshäuser, ein neuer, einladender Blumenladen sowie energieeffiziente technische Einrichtungen, die optimale Bedingungen für eine zeitgemässe Ausbildung schaffen. Das Schauhaus für Pflanzen aus anderen Klimazonen ist derzeit noch im Bau und soll voraussichtlich im Jahr 2027 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Die Eröffnungsfeier stand unter dem stimmungsvollen Motto «Lassen Sie sich treiben … zwischen Räumen, Ideen und Begegnungen». Dieses Leitmotiv zog sich durch den gesamten Anlass und spiegelte die Offenheit und Vielfalt wider, die den Oeschberg als Gartenbauschule und als Park prägen.
Jürg Walder, Direktor Bildungszentrum Emme, begrüsste die anwesenden Gäs­te im Namen der Schulleitung und würdigte die gemeinsame Leistung aller Beteiligten. In seinen Worten kam die Freude über das Erreichte ebenso zum Ausdruck wie der Blick nach vorne. Er wies darauf hin, dass die neuen Räumlichkeiten nun wortwörtlich in voller Blüte stehen, und er betonte die grosse Bedeutung des Campus Oeschberg für das Bildungszentrum Emme. Von der Berufsvorbereitung über die Grundbildung bis zur höheren Berufsbildung werden junge Menschen hier am Oeschberg von motivierten Berufsbildnern/-innen, Lehrpersonen und Dozierenden inspiriert. Für Jürg Walder steht ausser Frage, dass es sich bei der Gartenbauschule Oeschberg um ein wichtiges Kompetenzzentrum der Grünen Branche handelt.
Anschliessend teilte Daniel Jenny seine Gedanken zur Eröffnung. Er hat als Leiter der Gartenbauschule die Umsetzung massgeblich begleitet und hob die Bedeutung der neuen Infrastruktur für die Ausbildung hervor. Daniel Jenny bedankte sich bei allen involvierten Fachpersonen. Er blickte in seiner Rede auf das Projekt zurück, das im März 2023 dem Grossen Rat vorgelegt und ohne Gegenstimme bewilligt worden war. Dabei erläuterte er die vielfältigen Herausforderungen der Planung – vom instabilen Untergrund über den Hochwasserschutz bis hin zu Lieferverzögerungen und der Umsetzung einer zeitgemässen Haustechnik. Auch diesbezüglich richtete er ein Dankeschön an alle involvierten Spezialistinnen und Spezialisten. Daniel Jennys Vision, dass an diesem Ort weiterhin nicht nur Pflanzen gedeihen, sondern auch Ideen und Begeisterung für die grüne Branche und die Bildung, wird sich bewahrheiten.
Ein besonderes Zeichen der Wertschätzung war das Grusswort der Berner Regierung, überbracht von Regierungsrätin Christine Häsler. Als Bildungsdirektorin unterstrich sie die Wichtigkeit der Investition in die Bildung und lobte den Oeschberg als zukunftsweisenden Ausbildungsort. Christine Häsler wünschte sich, dass man sich, ganz im Sinne des Anlasses, mehr «treiben lasse». Auch im Alltag solle man sich zuweilen Zeit nehmen, kurz innezuhalten, sich treiben zu lassen, um schöne Momente bewusst zu geniessen.
Auch die Bauherrschaft, vertreten durch Marco Aregger vom Amt für Grundstücke und Gebäude, richtete Worte an die Gäste und gab Einblick in die Entstehung des Projekts. Marco Aregger hob den reduzierten Energieverbrauch sowie die effiziente Wärmeerzeugung und den Einsatz von Solarpanels hervor. Die Gäste hatten auf einem anschliessenden Rundgang Gelegenheit, die energetischen Besonderheiten näher zu entdecken. Zudem dankte Marco Aregger dem Team des Bildungszentrums Emme und der Gartenbauschule sowie dem Generalplanerteam für ihr Engagement. Als symbolisches Geschenk überreichte der Projektleiter Adrian Bärtschi der Gartenbauschule abschliessend einen Apfelbaum.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von stimmungsvollen Songs des Quartetts «Moodsound», die dem Anlass eine festliche Atmosphäre verliehen. Im Anschluss lud ein Apéro-Rundgang dazu ein, die neuen Gebäude zu erkunden. Auf einem ausgeschilderten Weg konnten die Gäste mehr über den Oeschberg als Ausbildungsstätte erfahren. An verschiedenen Posten wurden zudem kleine kulinarische Köstlichkeiten angeboten, die zum Verweilen und zum gemeinsamen Austausch einluden.
So wurde die Eröffnungsfeier nicht nur zu einem offiziellen Akt, sondern zu einem lebendigen Erlebnis, das die Vision des neuen Oeschbergs auf eindrückliche Weise erlebbar machte.

Text und Bilder: Petra Schmid
www.oeschberg.ch


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