Fokus auf effizienter und nachhaltigerer Schmerzfreiheit
25.07.2026 Aktuell, Aktuell, Region, Foto, UtzenstorfVor gut zwei Monaten hat Jürg Kilchenmann in Utzenstorf seine neue Praxis «Körperwerk» eröffnet, in der er seine langjährige Erfahrung als diplomierter Physiotherapeut FH mit einem ganzheitlichen Verständnis des menschlichen Körpers verbindet. Im Zentrum seines Angebots steht die Funktionelle Orthonomie und Integration (FOI), ergänzt durch sämtliche weiteren Methoden, die er bisher angeboten hat.
Bereits während seiner über 20-jährigen Tätigkeit als Physiotherapeut war es Jürg Kilchenmann immer wichtig, sich kontinuierlich weiterzubilden und neue Behandlungsmethoden kennenzulernen. Seine Patientinnen und Patienten schätzten es jeweils sehr, dass er neben klassischen physiotherapeutischen Ansätzen auch verschiedene komplementäre Methoden in seine Therapien einfliessen liess.
Seit rund fünf Jahren beschäftigt sich der Utzenstorfer intensiv mit der Funktionellen Orthonomie und Integration. Dieses Behandlungskonzept geht davon aus, dass der Körper auf Beschwerden des Bewegungsapparates stets als Ganzes reagiert. Schmerzen treten deshalb häufig nicht dort auf, wo ihre eigentliche Ursache liegt. «Oft liegt der Ursprung einer Beschwerde gar nicht an der Stelle, an der sie wahrgenommen wird», erklärt Kilchenmann. «Zum Beispiel spielt bei chronischen Schmerzen an Knien oder Hüfte häufig das Becken oder die Wirbelsäule eine entscheidende Rolle.»
Ein weiterer Unterschied zur klassischen Physiotherapie liegt in der Art der Behandlung. Während dort je nach Situation auch kräftigere Mobilisationen oder Manipulationen eingesetzt werden, arbeitet die FOI mit oszillierenden Bewegungen. «Ich staune dabei immer wieder, wie effizient solch sanfte Schwingungen den Körper dabei unterstützen, seine ursprüngliche Beweglichkeit und Muskelbalance wiederzufinden», sagt Jürg Kilchenmann dazu. Durch diese verbesserte Gelenkbeweglichkeit und das Zusammenspiel der Muskulatur könne der Körper seine Regulationsfähigkeit wieder besser entfalten.
Wichtig sei für ihn auch die Zeit gleich nach der Therapie: «Nach Möglichkeit sollten Patientinnen und Patienten direkt nach der Behandlung mindestens sieben Minuten bewusst und ohne Hund, Rucksack oder Tasche zu Fuss gehen.» Dadurch erhalte das vegetative Nervensystem Gelegenheit, sich an die veränderten Bewegungsabläufe anzupassen. Ziel dabei sei es, das sogenannte Schmerzgedächtnis zu verändern und die neue Bewegungsqualität nachhaltig zu verankern.
Gerade darin sieht Jürg Kilchenmann einen Vorteil seines Behandlungskonzepts: «Während eine klassische physiotherapeutische Sitzung aufgrund der Vorgaben der Krankenkassen auf rund 30 Minuten beschränkt ist, bietet die FOI mehr Raum, um die Ursachen von Schmerzen zu behandeln.» Sein Ziel sei deshalb nicht nur eine möglichst rasche Schmerzlinderung: «Mir geht es darum, auch eine langfristige Verbesserung der Beweglichkeit und Lebensqualität zu erreichen – und das möglichst in drei bis vier Sitzungen.»
Text und Bilder: Andrea Flückiger
Weitere Informationen: www.koerperwerk-kilchenmann.ch
Die Kosten der FOI können über die Zusatzversicherung abgerechnet werden.



