Hilfestellungen zum «Gelassen älter werden»

  14.10.2026 Oberburg, Gesellschaft

Die Einladung zum Nachmittag mit dem Thema «Was alles dazu beitragen und unterstützen kann, um gelassen älter zu werden, gelassen vergesslich zu werden und gelassen im Alter zu Hause wohnen zu können», stiess bei den Seniorinnen und Senioren von Oberburg auf grosses Interesse. Die Oberburger Gemeinderätin Marion Sägesser, Ressort Soziales, zeigte sich erfreut, am vergangenen Mittwoch neben den Besucherinnen und Besuchern die beiden Referentinnen Lia Wittwer und Claudia Sommer im Seniorenzentrum Oberburg begrüssen zu können. 

Neuropsychologie 
In einem sehr interessanten und informativen Referat erklärte Lia Wittwer, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, was Neuropsychologie bedeutet: «Die Neuropsychologie beschäftigt sich mit der geistigen Leistungsfähigkeit, den sogenannten kognitiven Funktionen wie Gedächtnis, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Sprache, logisches Denken etc.». Das Denken verändert sich bei allen Menschen mit zunehmendem Alter, bei den einen mehr als bei den anderen. Manche klagen über Vergesslichkeit, dass sie nicht mehr klar denken oder sich nicht mehr konzentrieren können, dass sie schnell müde werden und langsamer geworden sind. In der Neurochirurgie geht es darum, das Denken zu untersuchen und aufzuzeigen, welche Umstände es sein könnten, die einen Abbau heranführen. «Was das Gehirn möglichst lange gesund hält, sind sicher genügend Schlaf und Erholung, gesunde Ernährung, Bewegung, soziale Kontakte pflegen und die Fähigkeit, all das, was das Leben im Alter bieten kann, zu geniessen», so die Worte der Fachperson. 

Spitex-Angebote
Gelassen im Alter zu Hause wohnen zu können, wünschen sich alle. Claudia Sommer, die Geschäftsleiterin der Spitex Burgdorf-Oberburg, zeigte die Möglichkeiten auf, die von ihrer Organisation genutzt werden können. Anhand von Zahlen ist ersichtlich, wie es mit den vielfältigen Angeboten der Spitex möglich sein kann, den Lebensabend im gewohnten Daheim verbringen zu können. Rund 400 Klienten/-innen in Burgdorf und Oberburg nutzen die Spitex, was zu circa 6000 Besuchen der Mitarbeitenden pro Monat – rund 150 pro Tag – führen kann. Claudia Sommer betonte, wie wichtig ein familiäres und nachbarschaftliches Netzwerk ist, wenn neben der Pflege durch die Spitex auch noch Betreuung notwendig ist. Darum: Möglichst frühzeitig familiäre Möglichkeiten besprechen, bauliche Vorkehrungen treffen und Kontakt mit Beratungsstellen aufnehmen 

Altersfachstelle Oberburg
Seit längerer Zeit schon ist Barbara Bolzli in der Altersarbeit tätig und seit Anfang des Jahres ist sie die Leiterin der Altersfachstelle Oberburg. Diese ist ein Angebot für persönliche Beratung bei Fragen rund um den Alltag, sie orientiert und unterstützt bei Anträgen und Formularen und vermittelt Kontakte zu andern Fachstellen. Die Beratung, die auch telefonisch möglich ist, ist kostenlos, absolut vertraulich und unabhängig. 
Im anschliessenden zweiten Teil des Nachmittags bei Kaffee und Kuchen standen die Referentinnen gerne für Fragen zur Verfügung. 

Text und Bilder: Rosmarie Stalder
Sprechstunde/Kaffeetreff: Jeweils am Montag von 9.00 bis 11.00 Uhr, Bolzlihaus, Stöckernfeldstrasse 5, in Oberburg. 
Telefonische Beratung der Altersfachstelle Oberburg: Telefon 079 403 23 43.

 


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