Gelungene Wiedereröffnung des Bauernlehrpfads
13.05.2026 Lützelflüh, Aktuell, Lützelflüh, Region, BildungBei bestem Wetter konnte Beat Gerber, Präsident von Landwirtschaft Emmental, die zahlreich erschienenen Projektbeteiligten zur Einweihung des modernisierten Bauernlehrpfads auf dem Hof der Familie Zürcher in Ranflüh begrüssen. Darunter befand sich auch Martin Fankhauser, der den ursprünglichen Bauernlehrpfad vor 25 Jahren ins Leben gerufen hatte. Da der Originalpfad zwischenzeitlich in die Jahre gekommen war und die Informationstafeln an Aktualität verloren hatten, wurden mehrere Anläufe für eine Erneuerung unternommen, die alle scheiterten.
Vor gut zweieinhalb Jahren gelang schliesslich der Neustart des Projekts. Das Projektteam für den neuen Pfad bestand aus Heinz Kämpfer, Hanspeter Bärtschi, Ernst Flückiger, Beat Gerber sowie Larissa Grossenbacher, einer Studentin der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL). Im Rahmen des Projekts verfasste letztere eine Semesterarbeit und trug wesentlich zur Gestaltung sowie zu den Inhalten der einzelnen Posten bei.
Der neue alte Bauernlehrpfad
Der Bauernlehrpfad Emmental ist ein Bildungsangebot mit dem Ziel, eine Verständigungsbrücke zwischen Stadt und Land zu schaffen. Er richtet sich an Schulklassen und Familien und kann sowohl zu Fuss als auch mit dem Velo erkundet werden. Die Wanderung beginnt entweder beim Bahnhof Ramsei oder beim Bahnhof Zollbrück und kann in beide Richtungen absolviert werden. Der Lehrpfad umfasst elf Posten zu unterschiedlichen Themen, ist 7,3 Kilometer lang und nimmt, mit einem Picknick an der Brätlistelle, rund drei bis vier Stunden in Anspruch. Während einige Posten vor allem von neuen Schildern und Illustrationen profitierten, wurden andere komplett überarbeitet, da insbesondere die Informationen zu den Höfen und Weilern entlang des Weges nicht mehr aktuell waren. Auch die Route musste teilweise angepasst werden.
Neu verfügen alle Posten über einen QR-Code, der zu einem Quiz führt. Damit können Besucher/innen ihr neu erworbenes Wissen direkt testen.
Grosses Lob für das Projektteam
Für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts erhielt das Team viel Lob von den eingeladenen Rednerinnen und Rednern. Regierungsrätin Astrid Bärtschi würdigte die Arbeit sowie die grosse Beteiligung der regionalen Landwirtschaft. Auch Martin Rufer, Direktor des Schweizer Bauernverbands, hob hervor, wie wichtig solche Angebote seien, um die Distanz zwischen Bäuerinnen und Bauern und der breiteren Bevölkerung zu verringern.
Jürg Iseli, Präsident des Berner Bauernverbands, bemerkte, dass die emmentalische Mentalität, «Nägel mit Köpfen zu machen», deutlich spürbar sei. Die Umsetzung des Projekts sei rasch und effizient erfolgt. Zudem betonte er, wie robust und anpassungsfähig sich die Emmentaler Bauernfamilien in den vergangenen 30 Jahren gezeigt hätten. Auch Regierungsstatthalterin Alexandra Grossenbacher sprach dem Projektteam ein grosses Lob für seine wichtige Arbeit aus.
Zum Schluss würdigte Andreas Wyss, Präsident der Regionalkonferenz Emmental, in Vertretung von Emmental Tourismus den Mehrwert, den der Pfad für die Region als Tourismusdestination schafft.
Die Eröffnung wurde schliesslich mit einem regional gesponserten Apéro abgerundet.
Text und Bilder: Rosie Schenk







