«Eigentum braucht eine starke Stimme»

  13.05.2026 Wirtschaft, Wirtschaft, Foto, Region, Kirchberg, Politik, Gesellschaft

Kurz vor Beginn der Hauptversammlung am Mittwoch, 6. Mai 2026,  füllte sich der Saalbau Kirchberg. Die Mitglieder begrüssten sich und tauschten sich aus. Die Gespräche drehten sich schnell um aktuelle Themen rund ums Wohneigentum. 
Für Präsidentin Andrea Gschwend-Pieren war es ein besonderer Anlass. Seit über zehn Jahren ist sie im Vorstand des HEV engagiert und leitete nun erstmals die Hauptversammlung. Der erste, statutarische Teil der Versammlung verlief ruhig und ohne grössere Diskussionen. Im Rahmen der traktandierten Geschäfte stand unter anderem auch eine Ersatzwahl in den Vorstand an. Für den zurücktretenden Alt-Nationalrat Andreas Aebi wurde Nationalrat Lars Guggisberg neu in den Vorstand gewählt. Im Vorgespräch, in ihrer Begrüssungsrede sowie in ihrem Jahresbericht sprach Präsidentin Andrea Gschwend-Pieren verschiedene aktuelle Themen an. Zunehmende Regulierungen und wachsender Bürokratieaufwand sorgen vielerorts für Unmut. Gleichzeitig bestehen Unsicherheiten im Zusammenhang mit Energie und Steuern. Auch die beschlossene Abschaffung des Eigenmietwerts, die gemäss Bundesrat ab 2029 in Kraft treten soll, wurde angesprochen. Die Einführung der Formularpflicht für Anfangsmietzinsen im Kanton Bern beschäftigt viele Hauseigentümer/innen ebenso wie steigende Energiepreise, mögliche Mangellagen sowie langwierige Baubewilligungsverfahren. Ein weiteres Dauerthema sind energetische Sanierungen. Für den Verband ist klar: Solche Investitionen müssen freiwillig bleiben und dürfen nicht in die Eigentumsgarantie eingreifen. 
Anschliessend folgte der zweite Teil des Abends. Ein Höhepunkt war das Referat von Dominik Feusi. Der Bundeshausjournalist kennt den Politikbetrieb in Bern aus nächster Nähe und wird im Sommer die Bundeshausredaktion der «NZZ» übernehmen. In seinem Referat ging Feusi unter anderem auf die Auswirkungen der Migration sowie zunehmender Regulierungen auf das Eigentumsrecht ein. Gleichzeitig forderte er die Hauseigentümer/innen auf, ihre Interessen entschlossener zu vertreten. Ohne Eigentum seien Wohlstand und letztlich auch die Schweiz in Gefahr. 
Beim nachfolgenden Abendessen wurde weiter über Politik und Wohneigentum diskutiert. Bei diesen Themen will der HEV Burgdorf-Trachselwald auch in Zukunft eine starke Stimme sein. 

Text und Bilder: Erwin Geiger
www.hev-burgdorf.ch


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