Hündeler-Gottesdienst
08.07.2026 Rüegsauschachen, Kultur«Herzlich willkommen zum Hündeler-Gottesdienst.» Mit diesem Willkommensgruss begrüsste Pfarrer Stefan Schwarz am vergangenen Sonntag die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher zum fünften Hündeler-Gottesdienst im Kirchgemeindehaus Rüegsauschachen. Die meisten von ihnen kamen nicht allein, sondern mit ihrem vierbeinigen treuen Begleiter. An diesem Sonntag standen Spaniel, Berner Sennenhunde, Labradore, Retriever, Zwergpudel, Rehpinscher und wie sie alle heissen, im Mittelpunkt. Nach kurzem Beschnuppern hatten sich die nahezu zwanzig Hunde bekannt gemacht und alle Besitzerinnen und Besitzer fanden einen für sie geeigneten Platz. Nur mit kurzen Einlagen machten sich die vierbeinigen Gäste während des Gottesdienstes bemerkbar.
Pfarrer Stefan Schwarz schaute in seinem Predigttext weit zurück in die Zeit, als die Welt erschaffen wurde, als es weder Feindschaft noch Zwietracht gab zwischen den Lebewesen und Krieg und Gewalt Fremdwörter waren. All dies veränderte sich mit dem Sündenfall des Menschen. «So steht es geschrieben im Schöpfungsbericht des alten Testaments», waren seine Worte. Ganz klar müsste es am Ende wieder genauso sein wie am Anfang, dass alle Geschöpfe in Frieden miteinander leben könnten. Wer würde sich dies nicht wünschen. Musikalisch begleitete die Pianistin Barbara Rentsch den Gottesdienst, deren Hündin Palina sich ihr zu Füssen ebenso wie alle anderen Vierbeiner vorbildlich verhielt.
Hundebesitzerinnen und -besitzer haben eine besondere Verbindung zu ihren Wegbegleitern. Sie bereichern das Leben ihrer Meisterin und ihres Meisters mit Treue und bedingungsloser Zuneigung. Sie sind wie Familienmitglieder, Weggefährten im Alltag in Zeiten der Freude wie in schwierigen Momenten und verdienen dafür Aufmerksamkeit und Respekt. Sie spüren, wenn der Mensch es gut mit ihnen meint. Zum Abschluss des Gottesdienstes erhielten sie von der Sigristin Angela Pfister ein «Gudeli» als Belohnung und machten sich zufrieden gemeinsam mit ihren Herrchen und Frauchen auf den Heimweg.
Text und Bilder: Rosmarie Stalder

