Humorvolle Ballonfahrt übers Emmental
24.05.2026 Aktuell, Aktuell, Gesellschaft, Region, Foto, Koppigen, Ersigen, Rumendingen, Höchstetten, Hellsau, Alchenstorf, Heimiswil, WynigenDie Einladung der Regionalen Kommission für Altersfragen zu einem Vortrag mit Luftaufnahmen aus dem Heissluftballon stiess auf reges Interesse: Rund 50 Zuhörerinnen und Zuhörer fanden sich in der vergangenen Woche im Saal des Wohn- und Pflegeheims St. Niklaus ein, um dem Vortrag des ehemaligen Ballonfahrers Hans Schmidiger beizuwohnen.
Der Oberburger, der während 28 Jahren passionierter Pilot von Heissluftballons war, zeigte Fotoaufnahmen, die er während seinen Luftfahrten über dem Emmental gemacht hatte – und solche, die er vor dem Start, während Zwischenlandungen oder nach der Landung aufgenommen hatte.
Beginnend im Gebiet zwischen Augstmatthorn und Hohgant, wo sich verschiedene kleine Gebirgsbäche zur Emme vereinigen, ging die Bilderreise bis ins Unteremmental in die Nähe von Koppigen. Da im Emmental «gut Ding Weile haben will» zeigte Hans Schmidiger nicht nur eigene Aufnahmen, sondern auch Bilder aus längst vergangenen Zeiten: «Im Emmental verändert sich nichts so schnell, deswegen sind die meisten Bilder auch heute noch erstaunlich aktuell.»
Zu jedem Bild, zu allen Landschaften, Dörfern, Menschen und Gebäuden, die Hans Schmidiger zeigte, hatte er spannende Fakten, humorvolle kleine Geschichten oder Anekdoten zu erzählen. So konnten die Anwesenden sich etwa ein Bild davon machen, wie die ersten Gebäude im Emmental aussahen, die über Flachdächer verfügten: «Das war damals ein sehr umstrittenes Thema, ein echtes Politikum – und heute sind wir so daran gewöhnt, dass wir Flachdächer gar nicht mehr beachten.»
Eindrücklich waren auch die Aufnahmen von den verschiedenen emmentalischen Schlössern in Sumiswald («bekannt durch ‹Die schwarze Spinne› von Gotthelf»), Burgdorf («wenn die weisse Fahne aufgezogen wurde, war das Gefängnis leer – ich habe das nur einmal während 20 Minuten erlebt») und Thorberg («das höchste Schloss der Welt – hinauf kommt man noch relativ schnell – Runterkommen kann Jahre dauern»). Die virtuelle Ballonfahrt endete schliesslich mit einem Sonnenuntergang in der Nähe von Koppigen, «wo es viele flache, genügend grosse Gebiete ohne Stromleitungen hat». Wieder zurück «am Boden» bedankten sich die Zuhörenden bei Hans Schmidiger mit einem grossen Applaus für den unterhaltsamen Bildervortrag.
Bevor die Anwesenden mit Kaffee und Kuchen verwöhnt wurden, machte Eveline Lanz, die Vize-Präsidentin der Regionalen Kommission für Altersfragen, Werbung für das neue Kommissions-Projekt «Ich für dich, du für mich». Wie sie erklärte, sei es das Ziel, ein regionales Netzwerk aufzubauen, bei dem Seniorinnen und Senioren unkompliziert Unterstützung bei kleineren Tätigkeiten wie leichte Umgebungsarbeiten, Fahrdienst, PC- und Handy-Unterstützung oder Begleitung an kulturelle Anlässe erhalten können. «Falls Sie Zeit und Lust haben, jemanden zu unterstützen, dürfen Sie sich sehr gerne bei uns melden!»
Text und Bilder: Andrea Flückiger
Weitere Infos unter www.koppigen.ch/alterskomm












