Reger Austausch und Networking am Neujahrsapéro
28.01.2026 Gesellschaft, GesellschaftAm Dienstag, 20. Januar 2026, luden das Regierungsstatthalteramt und die Regionalkonferenz Emmental zum ersten Mal gemeinsam zum alljährlichen Neujahrsapéro in die Brasserie auf dem Campus der SCL Tigers ein. Unter den Gästen befanden sich neben Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden auch einige Grossräte. Der gemeinsame Jahresauftakt bot den Anwesenden die Gelegenheit, die neuen Gemeinde-
und Gemeinderatspräsidenten und -präsidentinnen zu begrüssen, die Abtretenden zu verabschieden und sich auszutauschen.
Die positiven Aspekte der Amtstätigkeit überwiegen
Andreas Wyss, Präsident der Regionalkonferenz Emmental und Gemeinderatspräsident von Kirchberg, führte in seiner Ansprache aus, dass in Gemeindegremien die Arbeit manchmal auch belastend sein könne. Nach den Ereignissen von Crans-Montana hätten sich viele Milizpolitiker/innen sicherlich darüber Gedanken gemacht, was es eigentlich bedeutet, Verantwortung zu übernehmen – und bei Schwierigkeiten, Krisen und Katastrophen die Last der Entscheidungen zu tragen. Wyss zeigte sich allerdings überzeugt, dass die positiven Aspekte der Amtstätigkeit eindeutig überwiegen. In der Gemeindepolitik gehe es darum, für die Bürgerinnen und Bürger da zu sein, ihnen zuzuhören, Probleme anzupacken, Projekte voranzutreiben, Entwicklungen zu fördern und die Gemeinde voranzubringen. Dabei komme es immer wieder zu vielen schönen, bereichernden und auch berührenden Begegnungen und Momenten. Die Bereitschaft, sich zu engagieren, werde durch grossen Zuspruch und die vielseitige und interessante Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Menschen honoriert. Deshalb lohne es sich, Verantwortung zu übernehmen.
«Wo Leidenschaft Heimat hat»
Dieter Aeschimann, Geschäftsführer der SCL Tigers, überbrachte den Anwesenden eine Grussbotschaft des Emmentaler Eishockeyclubs. «Wir sind bodenständig, nahbar, authentisch, selbstbewusst, leidenschaftlich und leistungsorientiert. Wir wollen jeden Match gewinnen und die gegnerischen Teams schlagen. Der Kampfgeist gehört zur DNA der Tigers», erläuterte Aeschimann den Club-Slogan «Wo Leidenschaft Heimat hat». Ziel der SCL Tigers sei es, das Emmental und die hiesige Bevölkerung stolz zu machen. Mittlerweile gehört der Eishockeyclub zu den zehn grössten Arbeitgebern der Region. Dieter Aeschimann stellte die Zukunftspläne der SCL Tigers kurz vor: Zum einen sollen die Tribünenplätze erweitert werden, zum andern wird die Idee eines Sporthotels verfolgt.
Pendenzen bei Baubewilligungsverfahren weiter abarbeiten
Alexandra Grossenbacher, die vor einem Jahr das Amt als Regierungsstatthalterin des Verwaltungskreises Emmental angetreten war, zog Bilanz über das vergangene Jahr. Es sei gelungen, Pendenzen teilweise abzuarbeiten – trotz krankheitsbedingten Abwesenheiten und personellen Wechseln im Team. Zu Beginn ihrer Tätigkeit lag das Statthalteramt bei der Bearbeitung von Baubewilligungsverfahren über neun Monate im Rückstand. Mittlerweile betrage die Verzögerung noch vier Monate. «Ich bin mir bewusst, dass diese Situation noch immer unbefriedigend ist. Dennoch ist es uns gelungen, aufzuholen. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, die Pendenzen innerhalb dieses Jahres weiter abzubauen, sodass wir danach die gesetzlichen Fristen wieder einhalten können», betonte Alexandra Grossenbacher. Das Team sei topmotiviert, die Region voranzubringen.
Referat über die Medienarbeit
Im Anschluss hielt Thomas Jauch, Bereichsleiter Stab und Leiter Kommunikation bei Schutz und Rettung Bern, ein Referat. Er vermittelte den Anwesenden mit Unterstützung von Thomas Roder, Leiter Multimedia und Mediensprecher bei Schutz und Rettung Bern, zahlreiche Tipps und Tricks rund um das Thema Medienarbeit und Interviewtechniken. Seine Ausführungen reicherte der Kommunikationsprofi, der einst als Kommunikationschef der CVP Schweiz amtierte, mit zahlreichen Beispielen aus seiner langjährigen Berufserfahrung an. Es sei wichtig, Medienkontakte permanent zu pflegen und zu unterhalten – dies erleichtere auch die Zusammenarbeit bei allfälligen Problemsituationen. Bei Statements vor der Kamera und bei Interviews mit Zeitungen gelte es, Sachverhalte möglichst einfach, prägnant und anschaulich zu erläutern – und sich nicht allzu sehr in komplexen Ausführungen und in Details zu verlieren. Zentral sei die Vermittlung von Kernbotschaften. Thomas Jauch empfahl zudem, bei Auftritten im Fernsehen oder bei Bildaufnahmen grossen Wert auf die nonverbale und paraverbale Kommunikation zu legen wie Mimik, Gestik, Tonfall oder die Wahl des Gesprächsorts. Diese Punkte seien für die Wirkung oftmals ebenso entscheidend wie der Inhalt.
In einem Praxisbeispiel wurde Patrizia Lambroia (SP), Gemeinderatspräsidentin von Rüdtligen-Alchenflüh, zu einem Interview gebeten: Sie bezog Stellung zum neuen Kindergarten in der Gemeinde und zur Schulraumplanung. Unterstützung erhielt sie im Hintergrund von ihrem Kollegen Marco Meyer, Gemeindepräsident von Rüdtligen-Alchenflüh. Anschliessend wurde das aufgenommene Videomaterial besprochen und analysiert. Das Fazit fiel positiv aus. Die Gemeinderatspräsidentin wirkte kompetent und souverän.
Nach dem Vortrag stand ein Apéro auf dem Programm, das Gelegenheit zum gemütlichen Austausch und zum Networking bot.
Text und Bilder: Markus Hofer




















