«Vo zersch bis zletscht» im Thalgraben
04.02.2026 Lützelflüh, Gesellschaft, Lützelflüh, Musik«Zersch ...»: Der Vorverkauf begann am 3. Januar 2026. Nach einem Tag waren bereits drei der sieben Vorstellungen ausverkauft.
Zwei Wochen später sassen 120 erwartungsvolle Gäste im ausverkauften Saal des Restaurants Thalsäge. Eröffnet wurde das Konzert mit zwei erfrischend vorgetragenen Liedern vom Chinderchörli. Die zwei Leiterinnen Heidi Bieri und Erika Ryser hatten es verstanden, die Kinder zu berührenden Darbietungen zu motivieren. «Zusammen mit den Grossen» gehe man ins Trueb, erklärte eines der Kinder. Gemeinsam mit dem Thalgrabenchörli rundete das Chinderchörli seinen Auftritt mit dem Lied «Truebermeitschi» ab.
Die Präsidentin Marlies Bigler begrüsste die Gäste und freute sich über zwei neue Sänger, aber auch über gestandene Mitglieder des Chörlis: Zwei singen bereits 60 Jahre und einer sogar 65 Jahre im Chor.
Für die Konzerte hatte der Chor das Motto «vo zersch bis zletscht» ausgesucht. «Früeligschraft» von Peter Schenk beschreibt das Erwachen der Natur. Mit einem Augenzwinkern erschienen passend zum Text zwei Bienen über den Köpfen der Sängerinnen und Sängern. Der Jutz «Läbesgschicht» von Ueli Moor erzählte ohne Worte die Geschichte des Lebens mit charakteristischen Abschnitten.
Die traditionelle Kleinformation feiert dieses Jahr ihr 20-Jahr-Jubiläum. Nicht zuletzt deshalb konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer eine neue Kleinformation geniessen. Alina Rothenbühler und Andrea Krähenbühl sangen ein wunderschönes Duettlied. Sie wurden von der Dirigentin des Chörlis, Ursula Burkhalter, am Örgeli begleitet. Matthias Stucki brachte die Anwesenden mit seinen Witzen zum Lachen und überbrückte so die Pausen. Zwei weitere eindrucksvoll vorgetragene Lieder handelten vom Herbst in der Natur und dem Herbst des Lebens.
«Ds Thalgrabenchörli het dr Plousch gha» sangen die Mitglieder des Chörlis im letzten Lied, dem «Thalgrabenchörli-Blues». Diese Tatsache war der rote Faden im Konzert des Chörlis. Die Freude am Singen und an der Musik standen ganz klar im Zentrum und wurden immer wieder zum Ausdruck gebracht.
Die alte Kleinformation rundete den Musikteil mit zwei «Lumpenliedli» und einem alten Schlager ab.
Nach einer kurzen Pause übernahm die Theatergruppe. Mit dem Schwank «E Stall voller Narre» von Silvia Pomej strapazierte sie die Lachmuskeln der Anwesenden gewaltig. Eine von Geldsorgen geplagte Bauernfamilie lädt zahlende Gäste zu sich auf den Hof ein und bietet Ferien und Mitarbeit im Betrieb als Erholung an. Weil sich die Gäste nicht immer wie geplant verhalten, entstehen viel Verwirrung und ein Durcheinander.
Die Rollen waren treffend verteilt, alle Schauspielerinnen und Schauspieler zeigten ihr Können und trugen so zum Vergnügen bei.
An den Wochenenden spielte eine Musik zum Tanz auf und in der Stallbar konnte man den Abend ausklingen lassen.
«Zletscht...»: Beim Verabschieden sah man fast nur vergnügte Gesichter und hörte oft ein «Merci» für den gelungenen Abend.
Text und Bild: zvg




