Überzeugender Konzert- und Theaterabend

| Di, 27. Sep. 2011

HASLE-RÜEGSAU: Das Gemischte Jodlerchörli Ämmegruess begeisterte mit Jodelgesang und einem heiteren Bühnenspektakel.

Das Ziel eines jeden Vereins, an bisherige Erfolge anzuknüpfen oder sich gar noch zu steigern, erreichte das Gemischte Jodlerchörli Ämme-
gruess Hasle-Rüegsau am 24. September 2011 im Restaurant Sonne in Hasle-Rüegsau mit seinem Konzert- und Theaterabend auf überzeugende Art. Die mit einer bunten Blumenpracht geschmückte Bühne zog die Blicke eines gut gelaunten Publikums auf sich. Für einen gelungenen Auftakt sorgte die Kirchberger Schwyzerörgeli-Kapelle «Schpontan», welche stimmungsgeladen mit rassigen Rhythmen diesen vielversprechenden Anlass mitprägte. Gesanglich eröffnete der sich in festlichen Berner Trachten präsentierende Gastgeberchor mit dem Lied «Kamerade wei mer si» von Mathias Zogg sowie mit der zur Jahreszeit passenden «Herbst-Symphonie», deren Interpretation sehr zu beeindrucken vermochte. Die Freude am gepflegten Gesang widerspiegelte sich unübersehbar in den Augen der Sängerinnen und Sänger, denen es mit ihren Darbietungen gelang, das Publikum zu begeistern. Besonders auffallend war denn auch die gesangliche Präzision der Formation. Dies zeigte sich bei Ruedi Rymanns «I bi e Jodlerbuob» wie auch bei Paul Schreibers «Waldverspräche». Pointierte Witze sorgten für willkommene Auflockerung, um sich anschliessend mit Genuss dem hochkarätigen Konzert-Finale hinzugeben. Einmal mehr gelang es dem Dirigenten Hans Galli, seinen Chor positiv ins Rampenlicht zu rücken.
Dem ausgewogenen Konzert folgte nun der von den Theaterfreaks heiss ersehnte Bauernschwank in drei Akten: «De liebestolli Puur» von P. Hinrichsen, Dialektbearbeitung von Fritz Klein. Der Bauernfamilie steht unmittelbar die Pfändung ihres Heimetlis bevor. Um diese kurzfristig zu verhindern, möchte man Sohn Stefan an die erstbeste, reiche Bauerntochter verschachern – egal, ob diese nun hässlich oder von schlechtem Charakter ist. Für echte Verwirrung sorgt die reiche, hübsche Huber-Tochter Melanie, bereits liiert mit Stefan, welche in die Rolle ihrer fiktiven, ein bisschen belämmerten Schwester Tania schlüpft. Der von seiner Frau leidgeprüfte Bauer schmeichelt sich währenddessen bei der vermeintlichen Tania ein. Bei seinem nächtlichen Rendez-vous erwacht der liebestolle Bauer in einer unbarmherzigen Ernüchterung, denn die in Weiss Gekleidete entpuppt sich als... seine Frau Susanne.
Nach so viel heiterem Bühnenspektakel liess man diesen gemütlichen Abend mit lüpfiger Tanzmusik harmonisch ausklingen. Claudia Steiner

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