Ballettschülerinnen tanzten «Peter und der Wolf»
27.03.2013 Aktuell, Ersigen, Kirchberg, Kultur, Jugend, Bildung / SchuleWer am Samstagabend «Peter und der Wolf» in Ersigen statt «Othmar und Sherdan» in Zypern anschaute, bereute seine Entscheidung nicht. Die 42 Darstellerinnen des Märchens von Sergei Prokofjew überzeugten mit ihrer Spielfreude das zahlreiche Publikum und konnten trotz oder gerade wegen der sympathischen Fehler die Herzen erobern.
Seit September hatten die einzelnen Gruppen des Aero Gym Studios Kathy in Kirchberg für ihren Auftritt geprobt und brachten nun die Auftritte toll auf die Reihe. Initiantin Kathy Lehmann zeigte sich sehr erfreut, wie Ballettlehrerin Maura Moser die Mädchen zwischen 4 und 14 Jahren zu Höchstleistungen gebracht hatte. Manche lagen sogar weit über dem, was sonst in diesem Alter zu sehen ist. Beispielsweise dürfte man die achtjährige Vivian van Vliet noch weiter auf der Bühne sehen. Und auch Alba Gasser, die den Peter spielte und tanzte, ist solch ein Fall. Aber nicht nur sie, das ganze Ensemble überzeugte mit der Choreographie und den Tanzkünsten, die altersgerecht eingeübt worden waren.
Natürlich klappte nicht ganz alles: Die Marienkäfer blieben staunend auf der Bühne stehen, statt wieder im Hintergrund zu verschwinden, aber solche Fehler gehören dazu und machen auch den Reiz der Vorstellung aus. Vor allem waren es die Eltern, Grosseltern und Geschwister, welche die beiden Auftritte ihrer Schützlinge verfolgten, aber längst nicht nur, denn beim ersten Mal war der «Bären»-Saal mehr als voll und beim zweiten Auftritt fast.
So lohnte sich auch das Risiko, ohne Sponsoren den Anlass durchzuführen. Für Kathy Lehmann ist es auf jeden Fall ein Grund mehr, wieder etwas auf die Beine zu stellen. Das nächste Mal soll allerdings wieder die Sparte Jazztanz an die Reihe kommen. «Solch ein Anlass braucht jeweils viel Vorbereitung und bedingt grossen Aufwand.» Jedes Jahr sei eine solche Produktion nicht auf die Beine zu stellen, meinte Lehmann. Eines ist aber klar: An Unterhaltungswert ist die Reise nach Ersigen attraktiver als vor dem Fernseher sitzen zu bleiben.
Beat Waldmeier

