Mit dem Thema «Gesundheit» durch das Schuljahr

  20.12.2013 Aktuell, Wynigen, Sport, Jugend, Gesellschaft, Bildung / Schule

Alle Welt begeistert sich für Sport und Bewegung. Bedauerlicherweise ist es für eine grosse Zahl der Bevölkerung nur in passiver Art im Fernsehsessel ein Thema. Demzufolge nimmt die Zahl der Übergewichtigen von Jahr zu Jahr zu. Darunter sind Menschen jeder Alterskategorie zu finden.

Um diesem Umstand im eigenen Umfeld entgegenzuwirken, haben die Lehrpersonen der Oberstufe Wynigen das Thema «Gesundheit» mit den Schwergewichten «Raumgestaltung, Ernährung, Bewegung» – und speziell für die Lehrkräfte «Gesund bleiben im Beruf» – ausgewählt. Diese begleiten nun die 120 Schüler/innen in einem Zeitrahmen von zwei Jahren. Im Organisationsgremium sind nebst den Lehrkräften jeweils zwei Oberstufenschüler vertreten.

Drei der geplanten Themen sind bereits abgeschlossen. Das Ergebnis der «Raumgestaltung» sind zwei von den Schülern selbst gestrichene Schulzimmer. Rund um «Ernährung» wurde unter Mitwirkung der Hauswirtschaftslehrerinnen der Pausenkiosk ins Leben gerufen. In ihren Unterrichtsstunden erarbeiten sie ein gesundes Znüni, das heisst, ohne Schoggistängeli oder Chips. Das Produkt wird am Tag des Verkaufs aufgebacken, und man darf sagen, dass sich der Kiosk einer grossen Beliebtheit im Schulhaus erfreut.

Bewegungskilometer erarbeiten
Das umfangreichste Gebiet «Bewegung» wurde mit einem Ausflug auf den Hausberg der Gemeinde, auf den Oberbühl-Chnubel, anfangs des neuen Schuljahres eingeläutet. Nach eigener Wahl mit dem Fahrrad, zu Fuss, mit oder ohne Stöcke oder gejoggt erreichten alle den schönen Aussichtspunkt.

Alle Schüler/innen erarbeiten für sich selbst die eigenen Bewegungskilometer auf dem Schulweg, indem sie zum Beispiel nicht mit dem Töffli, sondern mit dem Fahrrad in die Schule fahren. Andere sammeln ihre Kilometer in der Freizeit beim Schwimmen oder Joggen.

Jede Form von Bewegung zählt und wird mit einem speziellen Code umgerechnet. Am Ende dieses Schuljahres werden sie rechnen und eventuell vor Freude springen, wenn sie vielleicht sogar die Strecke von der Erde zum Mond – das heisst insgesamt 385 000 Kilometer – geschafft haben. Da müssten sich jedoch alle sehr anstrengen.
Wie der Schulleiter erklärte, geschehe das Kilometersammeln auf freiwilliger Basis und nicht alle Kinder seien gleichermassen zu begeistern. Im Moment seien die Älteren eher etwas bequemer. Das heisse jedoch noch nichts. Zum Abschluss dieses Projektes lockt nämlich ein noch nicht festgelegter Event, der vielleicht bei Einzelnen doch noch den Ehrgeiz wecken könnte. Und wer keine Leistung erbracht hat, wird auch dort nicht dabei sein.

Kennenlernen spezieller Sportarten
Aktuell ist im Moment das nähere Kennenlernen spezieller Sportarten. Aus verschiedenen Bereichen konnten die Schüler/innen auswählen. Das Rennen machten Fechten, Jiu Jitsu, Boxen und Schwingen. Letzte Woche reisten die Fechter/innen nach Bern, die Schwinger/innen nach Herzogenbuchsee, die Boxer/innen nach Burgdorf und die Selbstverteidiger/innen trafen sich in der heimischen Turnhalle. Es sollte für jeden einzelnen ein eindrücklicher Erlebnis-Vormittag werden, und es kann gut sein, dass jemand sein Talent und seine Begeisterung für eine dieser Sportarten entdeckt hat.

Die Lehrkräfte werden sich am letzten Schultag vor den Ferien mit ihren Schüler/innen auf dem «Oberbühl-Chnubel» treffen und eine erste Bilanz ziehen. Es ist ihnen zu wünschen, dass das grosse Engagement für dieses Projekt nachhaltige Auswirkungen zeigen wird und etliche der Jugendlichen aus Freude an der Bewegung und ihrer Gesundheit zuliebe vermehrt ihre eigene Energie einsetzen werden.

Rosmarie Stalder


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