Gründungsversammlung der EVP Fraubrunnen
26.02.2014 Aktuell, Politik, Fraubrunnen, Region, GesellschaftAus vier sind nun fünf Parteien geworden, die künftig um die Gunst ihrer Wähler in der fusionierten Gemeinde Fraubrunnen buhlen und mit möglichst überzeugenden Parteiprogrammen und Schwerpunkten an Bekanntheit gewinnen wollen (bisherige: BDP, Forum, Grüne, SVP). Neu mitmischen will nun auch die EVP, deren Parteipräsident Urs Pfister sichtlich aufgeregt ist am Gründungstag. Zusammen mit seinem Vorstandsmitglied Martin Schär will er die neue Ortspartei unter die Leute bringen und für Zusammenhalt in der grossen Gemeinde sorgen. «Es sind acht Dorfteile, die meiner Ansicht nach bis anhin nicht viel Kontakt hatten miteinander. Die Möglichkeit als brückenschlagendes Glied aktiv zu werden, erscheint mir wichtig», so Pfister, der in Fraubrunnen lebt und als Informatiker tätig ist.
«Wir sind Neulinge – ein Parteiprogramm steht noch nicht»
Zwar ist Urs Pfister bereits seit Kindsbeinen an geprägt von den christlichen Wertvorstellungen seiner Partei, war doch bereits sein Vater aktives EVP-Mitglied. Er selber habe jedoch mit diesem Gründungsschritt der 54. Ortspartei Neuland betreten. «Anreiz, bei uns mitzumachen, soll sein, gemeinsam die brennenden Themen zu finden. Denn zurzeit erscheint mir vor allem der Zusammenhalt innerhalb der Gemeinde das Wichtigste. Wir sind Neulinge und ein Parteiprogramm steht noch nicht», so Pfister. Zurzeit zählt die neu gegründete Partei vier Mitglieder – Pfister und Schär inklusive. Zur Seite steht der neu gegründeten EVP ein bereits sattelfester Parteikollege, Ruedi Löffel, Grossrat des Kantons Bern, der sich mit Tipps für eine solche Gründung zu Wort meldet und zugleich an ein grösseres Selbstbewusstsein der Partei appelliert. Aber auch künftige Politkollegen innerhalb der Gemeinde äusserten sich mit geschickten Grussbotschaften an die neue Partei. Alle natürlich des Lobes und der Freude voll, in der Gemeinde mit einer neuen Kraft zusammenarbeiten zu dürfen. «Diese neue Kraft braucht es, sie sorgt für Konkurrenz und Wettbewerb, fordert natürlich, macht es aber auch spannend», sagt etwa Pablo Loosli vom Forum. Ins ähnliche Horn bläst auch Felix Ceccato von der SVP, der sich «eine gute Zusammenarbeit und einen konstruktiven Austausch wünscht» mit der frisch gebackenen Partei.
Quo vadis?
Mit wie vielen Neumitgliedern Urs Pfister nach seiner Gründung konkret rechnen kann, steht noch offen. Er habe jedoch auch schon mit weit weniger Gästen gerechnet, sagt Pfister und gesteht: «Ich hatte Albträume, in denen niemand an unseren Anlass kam und wir nur zu viert im Saal sassen – wobei, wir hätten zumindest jassen können (lacht). Ich bin positiv überrascht, dass nichtsdestotrotz mehr Leute an unsere Versammlung kamen.» Nun gehen die beiden Gründer Schritt für Schritt vorwärts, denn die nächste Vorstandssitzung kommt bestimmt.
Cossette Espinoza

