Verleihung des ersten Burgdorfer Forscherpreises der Volksschule Burgdorf
27.06.2014 Aktuell, Burgdorf, Jugend, Bildung / SchuleEin Roboter, der einem die Lego-Klötze zusammenräumt, davon träumt doch jedes Kind. Einen solchen und weitere Roboter haben zwölf Schülerinnen und Schüler der achten Klasse aus Burgdorf gebaut. Geschehen ist dies im Rahmen des ersten Burgdorfer Forscherpreises der Volksschule Burgdorf, dessen Verleihung letzten Samstagvormittag stattgefunden hat.
Der Forscherpreis, ein neues Projekt der Begabungs- und Begabtenförderung, entstand aus der Idee heraus, die Jugendlichen für Technik und Naturwissenschaften zu begeistern. Dabei beschäftigen sich die Teilnehmenden, bestehend aus Schülerinnen und Schülern in der achten Klasse, über einen längeren Zeitraum hinweg intensiv mit einem Thema. Ausserdem erledigen sie in Dreiergruppen verschiedene Aufgaben. Die daraus entstandenen Produkte werden schlussendlich einem Publikum wie auch der Jury vorgestellt und vorgeführt. Das Ganze fand unter der Leitung von Thomas Stuber, in der Aus- und Weiterbildung an der PH Bern tätiger Werklehrer, und Ursula Wenger, Lehrerin für Begabungs- und Begabtenförderung, statt.
Thema Robotik
In der diesjährigen und ersten Ausgabe lautete das Thema Robotik. Der Auftrag an die jungen Forscher bestand dabei aus drei Teilen: Das Erforschen des Themas und das Entwickeln einer Aufgabe, welche von einem Legoroboter gelöst werden muss. Zweitens das Konstruieren verschiedener Roboter. Zudem gehört das Aufzeichnen der ganzen Arbeit in Form einer Dokumentation dazu. Dieses Jahr nahmen zwölf Jugendliche teil. «Fast jeder zehnte der Teilnahmeberechtigten», betont Stuber. Nebst den zwei Leitern des Projekts bestand die Jury aus den Schulleitern Christine Wächli und Heinz Begré, einer Ingenieurin, einem Professor für Robotik, einem Teilnehmenden des Wettbewerbs «Schweizer Jugend forscht» und einer Lehrerin für Begabtenförderung.
Letzten Samstag war es nun so weit: Die Teilnehmenden durften ihre Arbeiten präsentieren. In Dreiergruppen stellten sie unter den wachsamen Augen der Jury ihre Ergebnisse vor und reflektierten zugleich das ganze Projekt. Zur Demonstration wurden je zwei Roboter vorgestellt, darunter jener, der die entwickelte Aufgabe lösen musste. Die Nachwuchsforscherinnen und -forscher standen in zwei Durchgängen vor dem Publikum, bei denen je ein Roboter vorgeführt wurde. Nach jedem Durchlauf zog sich die Jury zurück. Danach stieg die Spannung endgültig, denn die Preisverleihung stand an. Doch vorerst mussten sich die Jugendlichen gedulden, die Jury richtete zuerst noch das Wort an das Publikum. Jürg Keller, Professor an der Fachhochschule Nordwestschweiz und Jurymitglied, lobte die Qualität der Arbeiten und hob hervor, wie schwierig die Entscheidung war. Dann nach langem Hoffen und Bangen standen die Gewinner fest: Olivia Wagner, Zoë Utiger und Alexandra Murphy. Mit ihrem zeichnenden Bürstenroboter und dem Aufräumfahrzeug, die sie noch geschickt in eine witzige Geschichte verpackt hatten, schafften sie es ganz nach oben aufs Treppchen und durften als erste Siegerinnen in der Geschichte des Forscherpreises den Wanderpokal entgegennehmen. Dazu erhielten sie, wie alle Teilnehmenden, Gutscheine für Forscher-Baukastensysteme. Im Anschluss an die Preisvergabe konnten sich die Zuschauer bei einem Apéro mit den jungen Technikbegeisterten unterhalten.
Noah Pilloud

