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Kick-Off-Sitzung zur Optimierung

| Mi, 05. Nov. 2014

KIRCHBERG: Der Gemeindeverband Kirchberg plant eine Optimierung der Sekundarstufe I. Im Zentrum stehen Chancengleichheit und individuelle Förderung. Die Schülerband ist das beste Beispiel dafür, dass ein durchlässiges Modell funktionieren kann. mwb

2009 empfahl die Erziehungsdirektion des Kantons Bern dem Gemeindeverband Kirchberg mit seinen angeschlossenen Gemeinden Aefligen, Ersigen, Kernenried, Kirchberg, Lyssach, Nieder- und Oberösch, Rüdtligen-Alchenflüh und Rüti, die Schulstruktur auf ein mögliches durchlässiges Schulmodell zu prüfen. In der Folge prüfte man Infrastruktur und Finanzen und erarbeitete ein Konzept. Favorisiert wurde das Schulmodell 3a, auch «Manuel» genannt, in dem es zwar getrennte Real- und Sekundarklassen gibt, aber ein Niveauunterricht in Deutsch, Französisch und Mathematik besucht wird. Wer in mindestens zwei der drei Fächer dem Sekundarschulniveau zugeteilt ist, besucht die Sekundarklasse. In den übrigen Fächern sind Zusammenarbeitsformen möglich. Im Schuljahr 2013/2014 war dieses Schulmodell an 99 Schulen im Kanton vorherrschend, was rund 2/3 aller Standorte, entspricht.

Im Zentrum eines durchlässigen Schulmodells steht die Chancengleichheit. Jedes Kind soll durch individuelle Förderung der eigenen Fähigkeiten die bestmögliche Ausbildung erhalten. Dies gilt für Schüler/innen jeden Geschlechts, ob hoch- oder durchschnittlich begabt, lernschwach, deutsch- oder fremdsprachig. Diese Chancengleichheit strebt der Gemeindeverband Kirchberg an: Zukünftig sollen Real- und Sekundarschüler/innen zumindest in den Hauptfächern in gemischten Klassen, nach ihren individuellen Fähigkeiten, unterrichtet werden. Es soll ein Wechsel des Anforderungsniveaus innerhalb der Sekundarstufe I gewährleistet werden. Ob dieses Schulmodell am Ende übernommen werden kann, steht noch in den Sternen.

Nachdem die ersten Hürden überwunden werden konnten, begann 2012 der operative Prozess zur Einführung der Durchlässigkeit. Unterstützt wurde die Sekundarschulkommission dabei von Heiner Schmid, Fachbereichsverantwortlichem Betriebliche Führung der PHBern. Weil nicht alle angeschlossenen Gemeinden eine Umstrukturierung als notwendig ansehen, einigte man sich auf eine freiwillige Basis des Mitmachens. Bis am 16. Dezember 2014 haben sich die Gemeinden zu entscheiden. Wer sich dafür entscheidet, ist im Ausschuss vertreten und hat ein Mitspracherecht, wenn das Konzept zur zukünftigen Ausgestaltung der Schule erarbeitet wird. Die Umstrukturierung soll nach aktuellem Zeitplan in zwei Jahren, ab dem Schuljahr 2016/2017, abgeschlossen sein.

mwb
 

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